Kapitel 46

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Drei Stunden später
Gähnend stieg ich aus dem Auto und joggte dann wieder zum Rudelhaus.
Kaum war ich angekommen sah ich das überraschenderweise keine Wachen da waren.
Ich gab mir einen Facepalm.
Es ist ja auch Mittag.
Schnell lief ich durch den Garten und holte den Erzatzschlüssel, welcher glücklicherweise immer noch unter einem Blumentopf lag.
Gerade als ich die Tür aufschließen wollte, hörte ich schnelle, schwere Schritte hinter mir.
Das wäre ja auch zu einfach gewesen.
Eine Hand packte mich an meiner Schulter zog mich grob von der Tür weg.
Ich entriss mich dem Griff und drehte mich um nur um in das Gesicht von Mike zu sehen.
,,Habe ich nicht gesagt du sollst gehen?",zischte er.
Ich zuckte mit meinen Schultern und grinste.
,,Dann habe ich es wohl nicht mehr gehört..",lachte ich und drehte mich wieder um.
Du Lügner! Du hast sogar genickt!
Wieder wollte ich die Tür aufschließen, doch Mike packte mich an meinen Handgelenken und schupste mich grob zu Boden.
Er versuchte mich zu fixieren während er über Mind-Link nach Verstärkung rief.
Ich wirbelte uns herum und schlug ihm mit meiner Faust gegen seine Nase.
Doch das ließ er sich nicht gefallen.
Er befreite sich und stand auf. Dann zog er mich an meinen Haaren hoch und schlug mir gegen meine Rippen und gegen meine Wange.
,,Theodor.. Ich lasse dich da nicht rein! Verschwinde!",schrie er während er mich gegen die Hauswand schupste und mir mit seiner Hand die Luftröhre zu drückte.
Ich schnappte nach Luft und trat ihm dann gegen seine goldene Mitte, woraufhin er zu Boden fiel.
Dann drückte ich mit meinem Fuß gegen seinen Rücken und zog mit meiner Hand an seinen Haaren seinen Kopf nach hinten.
Dann trat ich ihm gegen seinen Rücken und er fiel mit seinem Oberkörper nach vorne.
Ich ließ seine Haare los und setzte mich auf ihn ehe ich seinen Kopf in meine Hand nahm.
,,Es tut mir leid..",flüsterte ich und ließ seinen Kopf auf dem Boden aufschlagen.
Nach einigen Sekunden wurde er bewusstlos und ich stand wieder auf.
Schnell hebte ich den Schlüssel auf und schloss die Tür auf, dann trat über die Türschwelle und verschloss die Tür von innen.
Es herrschte eine gruselige Atmosphäre im Haus, fast wie aus einem Horrorfilm.
Nur lag der Geruch von Blut und Betäubungsmittel in der stickigen Luft.
Ich kramte mein Handy aus meiner Hosentasche und schrieb Leoni eine kurze Nachricht.

Ich bin jetzt im Haus..
Wo seid ihr?

Ich hörte ein Handy klingeln und dann laute Geräusche aus dem Keller.
,,Wer hat dir geschrieben?",ertönte es gedämpft, ,,Antworte mir! Sofort!"
Ich fluchte und lief sofort los.
,,Ach? Du willst es mir nicht sagen? Dann werde ich wohl...",ertönte wieder eine gedämpfte Stimme.
Kurz danach hörte ich einen schmerzerfüllten Schrei.
Erschrocken blieb ich stehen.
Hätte ich ihr doch nur nicht geschrieben!
Ich ballte meine Hand zu einer Faust.
Jetzt ist es sowieso zu spät.
Zischend setzte ich mich wieder in Bewegung.
Mike kann echt fest zuschlagen.
Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht.
Dort ist sie. Die Tür zum Keller.
Ich lief auf sie zu, doch als ich die Türklinke berührte, spürte ich einen Stromschlag der meinen ganzen Körper durch fuhr.
Ein erstickter Schrei verließ meinen Mund und ich fiel zitternd zu Boden.
Steht die Tür unter Strom?
Nach wenigen Minuten stand ich wieder zitternd auf meinen Beinen und suchte nach einer Decke oder etwas Ähnlichem.
Ich schaute jeden Schrank durch, bis ich einen  Stapel Waschlappen gefunden hatte.
Schweratmend wickelte ich einen Lappen um meine Hand und wickelte dann noch einen um diesen.
Das selbe machte ich mit meiner anderen Hand.
Ich berührte die Klinke vorsichtig und öffnete dann die Tür noch vorsichtiger.
Schnell lief ich die Treppen runter und schlängelte mich dann durch die Kisten und Kartons, die überall im Weg standen.
Kaum kam ich an einer weiteren Tür an, blieb ich stehen und versuchte zu lauschen.
Ich hörte etwas klirren und eine Person schwer atmen. Dazu roch es fürchterlich nach Blut.
Ohne zu zögern öffnete ich die Tür.
Erschrocken stolperte ich zurück während ich verwirrt vor mich hin stammelte.
,,Das Gefährliche am Verrat ist, dass er nie von deinen Feinden kommt!"

Werwolf | Gnadenloses ÜberlebenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt