Kapitel 16

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Nachdem ich mir den etwas zu großen Pulli, die Boxershorts und die Jogginghose angezogen hatte, ging auch schon die Tür auf und René kam mit einem Verbandskasten ins Zimmer. Vor dem Bett blieb er stehen und musterte mich. Dann musste er grinsen. Fragend hob ich eine Augenbraue. Er grinste noch mehr.
,,Was ist?",fragte ich verwirrt.
,,Nichts, du siehst nur so unglaublich süß in meiner Kleidung aus!",antwortete er.
Nun grinste ich auch.
Er nickte auf meine Hände und ich streckte sie ihm entgegen. Vorsichtig nahm er meinen linkes Handgelenk in die Hand und dann mein rechtes. Danach krempelte René noch die Ärmel des Pullis hoch. Schnell holte er eine Salbe aus dem Kasten und schmierte sie auf die Verbrennungen. Diese Verband er dann. Die restlichen Verbrennungen waren einigermaßen verheilt und sollten in den nächsten Stunden auch verheilen. Fertig setzte er sich neben mich.
,,Hast du Hunger?",fragte er mich. Wenn er es so anspricht...
Ich hab lange nichts gegessen.
Vorsichtig nickte ich.
Schnell richtete er sich auf.
,,Komm! Ich mache uns was zu Abendessen!"
Mit einem Ruck stand ich auf und lief dann neben ihm her.
Staunend sah ich mich um.
Alles war hier so groß und gut ausgestattet. Sowas hab ich lange nicht gesehen..
,,Und da haben wir sie! Die Küche!",sagte er stolz und ging zum Herd. Mich hob er hoch und setzte mich auf einen der höheren Stühle nebendran.
,,Hast du lange im Wald gelebt?",fragte er.
Ich nickte.
,,Wie lange hast du alleine gelebt?",fragte er und nahm eine Tiefkühlpizza aus der Tiefkühltruhe.
,,Ein Jahr..",gab ich zu.
Gedanklich wo anders nickte René. Plötzlich meinte er:,, So weit ich beurteilen kann, bist du ein Omega..",ich nickte, ,, Wie hast du es so lange ausgehalten?"
Ich zuckte mit den Schultern.
,,Als ich kleiner war, musste ich schon sehr viel alleine machen.. Außerdem hab ich den besten inneren Wolf den man haben kann!",grinste ich.
Soll ich das als Kompliment nehmen?
~Jup!
Dann, danke!
Ein klingeln ertönte und René holte die Pizza aus dem Ofen. Diese tat er auf einen Teller und dann Schnitt er diese in 8 gleichgroße Teile.
Danach setzte sich mein Mate neben mich. Schnell reichte er mir ein Teil und ich biss rein.
Oh mein Gott.
Wie lange hab ich keine Pizza mehr gegessen?
Ich nahm mir noch ein Stück weg und spürte einen Blick auf mir.
Langsam richtete ich meinen Blick auf René, dieser sah mich mit einem undefinierbaren Blick an. Fragend hob ich eine Augenbraue.
,,Warum sind deine Haare nicht gewachsen?",fragte er.
Ich zuckte mit den Schultern.
,,Keine Ahnung, das kann ich mir auch nicht erklären... Vielleicht, weil ich die nötigen Nährstoffe nicht aufnehmen konnte..",meinte ich.
René sah mich weiterhin nachdenklich an, aß dann aber auch weiter.
Nachdem wir alle gegessen hatten und satt waren liefen wir wieder hoch in sein Zimmer.
Doch bevor wir es betraten machte René einen Abstecher in einer Abstellkammer oder was das sein soll. Er packte eine Zahnbürste und eine Zahnpasta aus. Diese Drückte er mir in die Hand. Nickend dankte ich ihm und er nickte zurück.
So wie ich das sehe, grenzt sein Zimmer an sein eigenes Bad.
,,Hinter dieser Tür ist das Bad!",er zeigte mit dem Finger auf eine weiße Tür, ,,Dort kannst du dich kurz bettfertig machen. Ich warte solange hier."
Ich nickte und lief zu der Tür.
Schnell betrat ich das Bad und machte das Licht an.
Wow...
Es war ein relativ kleines Bad, dennoch reichte es.

Ich stellte mich vor den Spiegel und erschrack leicht

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Ich stellte mich vor den Spiegel und erschrack leicht.
Meine Haut war blass und ich hatte Augenringe. Meine hellbraunen Haare waren komplett durcheinander und meine grünen Augen glanzlos.
Anscheinend hat das Jahr mehr angerichtet als es sollte..
Zudem stachen meine Knochen etwas heraus..
Okay...
Das Jahr hat mich grauenhaft zugerichtet.
Schnell wendete ich meinen Blick ab und fing an mir die Zähne zu putzen. Nach gefühlten 3 Minuten spuckte ich die Zahnpasta aus. Mit einem letzten Blick in den Spiegel richtete ich meine Haare und lief dann aus dem Zimmer. Danach ging René ins Bad. Nach einigen Minuten kam auch er wieder raus und wir legten uns in das große Doppelbett. Mit bestimmt 20 cm Abstand.
,,Gute Nacht, Theo..",flüsterte René.
,,Gute Nacht, René..",flüsterte ich zurück. Und schon nach wenigen Minuten war ich eingeschlafen..

Werwolf | Gnadenloses ÜberlebenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt