Am späten Nachmittag hatte Brian sich in den Krankenhaus Park verzogen und sich auf eine
Bank gesetzt. Er starrte auf das Handy in seiner Hand. Er wusste nicht wie er es über die Lippen bringen sollte. Wie sagte man den Eltern, dass Ihre Tochter eine ziemlich harmlose OP nicht wie geplant überstanden hatte? Und wie sollte er es schaffen, es ruhig zu sagen, ohne selber in Tränen auszubrechen? Er holte tief Luft und wählte die Nummer von Ihren Eltern. Er wippte mit dem Bein auf und ab, während er auf das Klingeln wartete. Es kam Ihm vor wie eine Ewigkeit, ehe er die Stimme Ihrer Mutter hörte. „Fischer?" Er hatte das Gefühl nicht atmen zu können und schluckte schwer. „Maria?", kam es leise hervor. „Hier ist Brian." „Brian", kam es freudig. „Wie geht es Leni?", kam es direkt hinterher. Er lächelte leicht. Ihr Akzent war einfach zu süß. „Maria, ich muss Euch was erzählen", sagte er ernst. „Ist etwas passiert?", fragte Maria nervös. Brian senkte den Blick. Er konnte das nicht. „Sag schon", drängelte sie. „Es gab während der OP ein Problem. Leni hat auf ein Medikament allergisch reagiert und einen Schock erlitten." „Oh nein", kam es weinend von Maria und Brian unterdrückte die Tränen die Ihm in die Augen stiegen. Maria weinte bitterlich und es wurde immer schwerer sich selber zu kontrollieren. „Maria", presste er hervor. „Hier müsste herkommen. Sie braucht Euch." Maria schniefte. „Ja, ja. Wir kommen." Brian atmete erleichtert aus. „Ihr bleibt natürlich bei mir und ich hole Euch vom Flughafen ab. Ihr müsst Euch um nichts kümmern." Wieder schniefte Maria ins Telefon. „Danke, das .... das du angerufen hast." Er lächelte leicht. „Uwe hat alles für Euch organisiert und ruft dich gleich an." „In Ordnung." Noch immer war sie ganz aufgebracht. „Maria?" „Ja?" „Sie ist stark. Sie schafft das", sagte er. „Ja", sagte sie nur und er legte auf. Er ließ das Handy auf die Bank gleiten und legte die Hände auf sein Gesicht. Er musste sich zusammenreißen. Er musste stark sein. Für sie. Er musste Ihr all seine Kraft geben. Er ließ die Arme wieder sinken und holte tief Luft. Schnell griff er nach seinem Handy. „Nick? Du musst mir einen Gefallen tun", sagte er und machte sich auf den Weg zurück ins Krankenhaus.
Flashback 1,5 Jahre zuvor
Langsam lösten sie sich voneinander und Helene blinzelte leicht. Brian grinste leicht und sah sie glücklich an. Helene presste kurz die Lippen zusammen und atmete tief durch. Ihr Herz klopfte wild und sie spürte wie Ihre Beine nachgaben. Er hatte sie komplett umgehauen. Er musterte sie und wartete erwartungsvoll auf eine Reaktion. Er hielt es kaum aus. „Könntest du vielleicht was sagen?", fragte er ungeduldig. Sie sah Ihn ernst an. „Hast Recht. Es ist Schwachsinn." Brian riss die Augen auf. „Bitte?", stammelte er. „Das ... das kann nicht sein. Ich .. ich habe ... da ... da war doch dieses Gefühl ...", stotterte er verwirrt. Helene blieb stur bei Ihrem ernsten Gesichtsausdruck. „Du kannst mir jetzt nicht sagen, dass du nichts empfunden hast", sagte er ernst. „Ich habe doch gesagt, dass es Schwachsinn ist", wiederholte sie. Verletzt ließ Brian sie los und drehte sich weg. Helene grinste breit und verschränkte die Arme vor der Brust. Brian begann seine Sachen zu packen und fischte ein T-Shirt aus der Tasche. Seine Brust füllte sich mit Schmerz. Er hätte einfach nichts sagen sollen. Er zog sich das T-Shirt über und drehte sich wieder zu Ihr. „Was grinst du denn so?", fragte er verärgert. Helene ließ die Arme fallen und trat wieder an Ihn heran. „Du bist so blöd", sagte sie und nahm seine Hände. Brian wusste überhaupt nicht, was sie von Ihm wollte. Hatte er sie in all der Zeit falsch eingeschätzt und sich Ihn Ihr getäuscht? „Ich verstehe nicht, was du von mir willst", zischte er und versuchte seine Hände an sich zu ziehen. Das Lachen in Ihrem Gesicht verschwand nicht. Es wurde nur noch größer. „Was ich meine ist: Es ist totaler Schwachsinn so zu tun, als wäre da nichts zwischen uns. Und es wäre noch viel größerer Schwachsinn, wenn ich dich einfach gehen lassen würde. Nachher suchst du dir noch eine andere. Nee, dass geht nicht." Sie schüttelte energisch den Kopf und Brian sah sie verwirrt an. „Könntest du mich jetzt bitte küssen?", fragte sie ernst und im nächsten Moment grinste sie breit. Brian verstand gar nichts mehr und schon spürte er Ihre weichen, warmen Lippen auf seinen. Seine Anspannung löste sich langsam und er schlang die Arme um sie. Sanft zog er sie an sich und sie schloss die Augen. Es kam Ihm vor wie ein endloser Kuss, als es plötzlich an der Tür klopfte. Erschrocken fuhren beide auseinander und Helene biss sich verlegen auf die Lippen. Brian grinste breit und stemmte die Hände in die Hüften. „Wir waren noch nicht fertig", murmelte er und Helene grinste, als die Tür aufging. „Hey, wie sieht es aus? Kommt Ihr nun mit?", fragte AJ. Helene sah zu Brian und dann wieder zu AJ. „Sei mir nicht böse. Aber ich bin doch sehr müde. Der Flug und so." AJ sah zu Brian, der sein Grinsen kaum unter Kontrolle bekam und versuchte AJ ernst anzusehen. „Sicher", sagte er nur. „Vielleicht ein anderes Mal." Helene lächelte leicht und winkte. „Rok", sagte er und sah zu Ihm. „Wir sehen uns Donnerstag." Brian nickte leicht und versuchte weiterhin ernst zu gucken. Kopfschüttelnd schloss AJ die Tür wieder und ging zu den anderen zurück. „Und? Kommen sie mit?", fragte Kevin. „Nö, die wollen knutschen", sagte er trocken und marschierte zum Ausgang.
In der Umkleide begann Helene sofort an zu lachen. „Ob er was bemerkt hat?", fragte sie.
Brian nahm sie wieder in den Arm. „AJ? Nein. Der ist nicht so der Blitzmerker." Er lächelte. „Wo waren wir stehengeblieben?", fragte er leise und lehnte sich vor.
Flashback Ende
Brian betrat das Zimmer und sah Uwe telefonieren. Er verstand kein Wort, aber es klang wichtig. Er ging wieder ans Bett, lehnte sich zu Ihr vor und gab Ihr einen Kuss auf die Stirn. „Hey Süße." Er setzte sich und nahm Ihre Hand. Uwe lehnte frustriert an der Wand. Brian sah zu Ihm. „Alles ok?" Uwe seufzte. „Nein. Die Plattenfirma weigert sich, die Veröffentlichung zu verschieben. Die Vorbestellungen seien so viel versprechend, dass man jetzt nicht alles stoppen könnte. Denen geht es nur um das Geld", schimpfte er. Brian presste die Lippen aufeinander. Er konnte seinen Frust gut verstehen und es erinnerte Ihn stark an das Verhalten des Managements und der Plattenfirma bei seiner Herz OP. „Aber denen ist schon klar, dass
Leni keine Termine wahrnehmen kann? Was wollen die sagen?"
Uwe zuckte mit den Schultern. „Sie wollen sich etwas überlegen. Auf keinen Fall wollen sie sagen, dass sie ....". Er stoppte. Brian konnte Tränen in seinen Augen erkennen. „Was ist wenn sie nicht mehr wach wird?", fragte er plötzlich und sah Brian verzweifelt an. „Sie ist doch noch so jung. Sie hat doch noch alles vor sich." Ein kleines Lächeln formte sich auf seine Lippen. „Sie war so glücklich mit dir. So habe ich sie lange nicht gesehen." Brian sah zu Helene. „Und sie wird auch wieder so glücklich sein. Das Verspreche ich Dir." Er drehte sich wieder zu Ihm. „Sie schafft das. Davon bin ich überzeugt." Uwe lächelte dankbar und nickte leicht. „Ich hol mir was zu trinken. Willst du auch?" Brian schüttelte den Kopf und Uwe verließ das Zimmer. Er lehnte sich zu Ihr vor. „Ich verlass mich auf dich", sagte er an Ihr Ohr und strich Ihr über den Kopf.
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Loved me back to life
FanfictionBackstreet Boys / Helene Fischer Brian Littrell und Helene Fischer lernen sich auf einer Preisverleihung kennen und werden Freunde. Und wenn aus Freundschaft Liebe wird, ist es nie einfach.