27. Kapitel

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„Alter, das ist geil", sagte AJ und legte den Arm um Brian. Brian lächelte. „Vielleicht überlegst du dir das noch mal und heiratest stattdessen mich", sagte er weiter, was die Runde in lautes Gelächter ausbrechen ließ. „Jungs, das ist nur so gut, weil Ihr geholfen habt. Danke." „Aber dir ist klar, dass du das alleine singen musst, oder?", fragte Nick und stellte die Gitarre weg. Brian riss die Augen auf. „Was? Nein. Jungs. Kommt schon." Die vier lachten wieder. „Es ist deine Hochzeit. Dein Geschenk an sie. Du machst das schon", sagte AJ und klopfte Ihm auf den Rücken. „Begleitet Ihr mich wenigstens auf der Gitarre und am Piano?", fragte er und die anderen nickten. Er holte tief Luft und plötzlich war die Nervosität im vollen Ausmaß da. Er sah seine Freunde erschrocken an. „Ich heirate morgen." Nick grinste breit und legte den Arm um Ihn. „Aber nur, wenn wir uns jetzt ranhalten und den Rest erledigen. Sonst kannst du das vergessen." Brian war sichtlich verwirrt, dass er plötzlich so nervös war und nickte nur leicht. Es dauerte eine Weile, bis er das Gefühl zur Seite schieben konnte, aber schließlich gelang es Ihm die letzten Dinge zu besprechen.

Gerade kam er von dem Gespräch mit dem Chefkoch und pfiff fröhlich vor sich hin. Die Änderungen gefielen Ihm richtig gut und Helene würde staunen. Er erreichte den Fahrstuhl und in diesem Moment kamen die Mädels lachend aus dem Wellnessbereich. Er drehte sich um und lächelte. „Hey Ihr schönen." Helene kam direkt zu Ihm und fiel Ihm um den Hals. „Vorsicht", sagte er lachend und schlang die Arme um sie. „Alles ok?", fragte er und musterte sie. „Alles Bestens. Ich bin sehr entspannt und sehr glücklich." Brian grinste. „Schön. Kommst du mit hoch?", fragte er zwinkernd. Helene grinste breit und nickte. „Aber sicher doch." Die Fahrstuhltüren öffneten sich, doch Helene wurde zurück gehalten. Irritiert drückte er den Knopf, dass die Tür offen blieb. „Was soll das?" Die anderen Damen grinsten frech. „In der Nacht vor der Hochzeit schläft die Braut nicht beim Bräutigam", sagte Lauren. Brian stieg augenblicklich aus dem Fahrstuhl aus und sah sie irritiert an. „Nee, kommt gar nicht in Frage. Sie kommt mit. Sie kann ja dann nachher zu Euch kommen. Aber jetzt gehört sie mir und ich mach unanständige Sachen mit Ihr." Er zog an Helenes Arm, doch Lauren hielt sie fest. „Leider nein, mein Lieber. Tradition ist Tradition." Brian fiel die Kinnlade herunter und er wusste nicht, was er darauf sagen sollte. „Sag doch auch mal was", knurrte er stattdessen und sah zu Helene. „Was soll ich sagen?", fragte sie und zuckte mit den Schultern. „Na zum Beispiel, dass du jetzt sehr gerne mit mir auf unser Zimmer gehen möchtest und mit mir du weißt schon was machst." Helene brach in lautes Gelächter aus, als sie seinen verzweifelten Blick sah. Sie sah zu Lauren und signalisierte Ihr, sie los zu lassen. Dann nahm sie Brian bei den Händen. „Süßer. Ich kann mir gerade auch nichts Schöneres vorstellen, als du weißt schon was mit dir zu machen, aber leider muss ich mich an die Tradition halten." „Aber ...", wollte er protestieren, doch Helene drückte Ihm einen Kuss auf die Lippen. „Ich liebe Dich und kann es kaum erwarten deine Frau zu werden", sagte sie lächelte verliebt. „Ich liebe Dich auch", presste er hervor und schon verschwanden die Mädels in dem zweiten Fahrstuhl. Frustriert drückte er erneut den Knopf. „Und was mach ich jetzt?", murmelte er. In diesem Moment kam der Fahrstuhl und die Türen öffneten sich. Er sah auf und grinste breit. „Bist du geflüchtet?", fragte er lachend und stieg zu Helene in den Fahrstuhl. „Offiziell habe ich was vergessen", sagte sie grinsend und zog Ihn an sich. „Wir haben fünf Minuten", sagte sie und drückte den Stopknopf. „Ich brauch nur vier", sagte er grinsend und schon verfielen beide in einen leidenschaftlichen Kuss.

Am nächsten Morgen war Brian schon sehr früh wach. Ohne Helene an seiner Seite konnte er nicht gut schlafen. Es fehlte einfach etwas. Er lehnte an der Terrassentür und sah aufs Meer. Immerhin würde es heute strahlenden Sonnenschein geben und so würde der Blick von der Yacht auf die Umgebung genau so sein, wie es geplant war. Traumhaft. Mr. Gene hatte Ihm gestern am späten Abend noch Fotos gezeigt, wie die Dekoration auf der Yacht aussah und er war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es würde ein perfekter Tag werden. Er sah zum Schreibtisch und sein Blick fiel auf den Text. Sein Lied für sie. Er ging herüber und nahm es zur Hand. Er lass die Zeilen noch einmal aufmerksam und lächelte. Es waren die perfekten Worte für sie. Und er meinte jedes Wort ernst. Dieses Mal würde es für immer halten, da war er sich sicher. Er legte das Papier wieder auf den Tisch und machte sich auf den Weg ins Bad. Schließlich war er gleich zum Frühstück mit den anderen verabredet. Nur Helene und die Mädels würden nicht da sein. Er seufzte leicht und drehte den Wasserhahn auf.

Eine halbe Stunde später war er auf dem Weg zum Frühstücksraum. „Guten Morgen", sagte er fröhlich und setze sich zu seiner Familie. „Na, mein Sohn. Wie geht es Dir?", fragte Harold und schob Ihm den Kaffee hin. Brian grinste. „Ich bin furchtbar nervös", gestand er. „Ach musst du doch nicht. Ihr habt doch alles super hinbekommen." Brian lächelte dankbar und rührte in seinem Kaffee herum. „Wo ist sie eigentlich?", fragte Jackie nun. „Bei Lauren. Wir dürfen uns ja vorher nicht sehen", sagte er und rollte mit den Augen. Die Runde am Tisch lachte und sah Ihn mitfühlend an. AJ rutschte zu Ihm. „Dann lenken wir dich jetzt ab und du sagst uns mal, wann wer von uns wo zu sein hat." Brian lachte und nickte. „Also Familie und Freunde fahren zuerst zur Yacht. Um halb eins werdet Ihr am Hotel abgeholt. Danach fahrt Ihr Jungs mit mir rüber. Und zu Guter letzt die Braut samt Entourage", vollendete er lachend. „Gegen halb drei ist dann die Zeremonie und gegen vier gibt es Essen und dann darf gefeiert werden." „Und wann singst du? Muss ich ja wissen, nicht das ich schon zuviel getrunken habe auf Euer Glück und meine Akkorde nicht mehr spielen kann", fragte Nick und alle begannen zu lachen. „Spinner", murmelte Brian. „Was denn? Hallo? Wer hätte gedacht, dass die beiden es tatsächlich schaffen zu heiraten?", fragte er und sah in die Runde. „Danke für dein Vertrauen", sagte Brian und stupste Ihn in die Seite. „Aber er hat Recht. Ein bisschen holprig war es ja schon", kam es nun von AJ. Brian presste die Lippen zusammen und nickte schließlich. „Ja, weil ich mich wie ein Idiot benommen habe", sagte er leise. AJ stupste Ihn an und schenkte Ihm einen aufmunternden Blick. „Nur ein bisschen", sagte er zwinkernd und sie genossen gemeinsam das Frühstück.

Helene stützte sich auf dem Waschbecken ab und atmete schwer. Ihr war furchtbar übel und Kopfschmerzen hatte sie auch. Wieder überkam sie die Welle der Übelkeit und sie drehte sich zur Toilette um. Schnell war Ihr Kopf in der Schüssel versunken und sie stöhnte laut. Von draußen klopfte es an die Badezimmertür. „Süße? Alles in Ordnung?" Wieder stöhnte sie laut auf und zog die Klospülung. „Komm rein", rief sie nur und lehnte sich an die Badewanne. Lauren kam herein und hockte sich neben sie. „Du siehst blass aus. Hier trink das." Sie hielt Helene ein Glas Wasser hin. „Danke. Mir ist echt übel. Das kann doch nicht normal sein." Lauren grinste. „Süße, du heiratest gleich. Da ist das normal." Helene sah sie ungläubig an. „Aber so schlimm?" Lauren nickte eilig. „Puh. Ich heirate nur einmal. Das das klar ist", sagte sie und lachte kurz auf. Lauren stand auf und reichte Ihr die Hand. „Komm. Wir machen dich jetzt hübsch." Helene grinste und folgte Lauren ins Zimmer, wo bereits die Stylisten auf sie warteten. Zwei Stunden zupften die beiden nun schon an Ihr herum und immer noch drehte sich in Ihrem Magen alles. Sie hatte versucht etwas zu essen, aber kaum stand das Essen in Ihrer Nähe, überkam sie wieder die Übelkeit. „Wir sind soweit. Ihr könnt das Kleid überziehen, dann machen wir den Rest", sagte Stella und lächelte Helene an. „Danke", sagte sie und ging in den Schlafbereich des Zimmers wo Lauren, Kristin und Rochelle schon warteten. Leigh war kurz losgegangen um nach den Blumen zu fragen. Helene lächelte als sie die drei sah. Sie sahen bezaubernd aus in Ihren Kleidern. „Ihr seht toll aus." „Warte mal, bis du fertig bist. Dann können wir einpacken", sagte Rochelle lachend. Helene lachte und zog den Bademantel aus. Lauren und Rochelle halfen Helene ins Kleid. Sie sah in den Spiegel und lächelte. Es war wirklich ein wunderschönes Kleid. „Dann wollen wir mal", hörte sie Rochelle sagen und sie begann das Kleid zu schließen. Sie stoppte plötzlich. „Was?", fragte Helene irritiert. „Der Reisverschluss klemmt. Moment." Helenes Herz begann zu rasen. Das durfte nicht sein. Nicht nach all dem Stress. Heute musste alles perfekt laufen. „Hmm", kam es leise von Rochelle und sie sah fragend zu Lauren und Kristin. „Süße", begann sie und drehte Helene zu sich um. „Wann war deine letzte Anprobe?" Helene verstand nicht worauf sie hinaus wollte. „Keine Ahnung. Vor ein paar Wochen? Wieso?" Rochelle verzog leicht das Gesicht. „Es ist zu eng. Du hast scheinbar ein bisschen zugelegt", sagte sie vorsichtig. Helene sah sie irritiert an und drehte sich zum Spiegel. Sie drehte sich zur Seite und tatsächlich. Es war zu eng. „Wie kann das denn passieren?", murmelte sie kaum hörbar. „Was mache ich denn jetzt?", fragte sie schließlich erschrocken und sah zu den anderen. „Ich kann versuchen, es noch ein bisschen zu weiten oder wir fixieren jetzt den Reißverschluss an der Stelle wo er ist und du zeigst noch ein bisschen mehr Rücken", sagte Kristin und zwinkerte leicht. „Macht das was am schnellsten geht", hörte sich Helene sagen und begann nachzudenken. Lauren kam zu Ihr und legte den Arm um sie. „Mach dir keinen Kopf. Du siehst trotzdem wunderschön aus." Helene lächelte dankbar und sah sie schließlich ernst an. „Kannst du mir einen Gefallen tun?", fragte sie leise. Sie flüsterte Ihr etwas ins Ohr und Lauren nickte schließlich. „Bin gleich zurück." Helene holte tief Luft und Rochelle begann den Reißverschluss zu fixieren.

Loved me back to lifeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt