28. Kapitel

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Brian zupfte bereits zum fünften Mal an seinem Jacket herum und fuhr sich schließlich nervös übers Kinn. Hier stand er nun. Auf einer großen Yacht und würde in wenigen Momenten seine Leni heiraten. Immer wieder sah er zur Seite, um zu schauen ob das Boot mit Ihr und den Mädels endlich auf dem Weg waren, doch als er sich nun wieder umdrehte um zu schauen, stand Nick neben Ihm. „Nein, jetzt reicht es. Nicht gucken. Alles wird gut und sie kommt schon." Brian sah Ihn leicht hilflos an. „Kannst du nicht Lauren noch mal anrufen?" Nick schüttelte den Kopf. „Nein. Es läuft alles nach Plan und außerdem habe ich hier gar keinen Empfang." „Aber ..." „Nichts aber. Noch ein Wort und du fliegst über Board", mahnte Nick. Brian sah Ihn entrüstet an. „Ist ja schon gut." „Braver Junge", sagte Nick nun mit einem Grinsen. „Entspann dich." Brian atmete tief aus. „Das sagst du so einfach." Nick lachte und zeigte auf die andere Seite. „Bin gleich zurück." Brian nickte leicht und drehte sich zum Meer.

Währenddessen saß Helene auf dem Wannenrand und starrte auf den Boden. Das passt ja wieder einmal total in das ganze Chaos. Lauren klopfte bereits zum dritten Mal an die Tür. „Leni? Wir müssen los." Helene sah auf. „Ich brauch noch zwei Minuten." „Du hast eine.

Wirklich, wir müssen los." Nervös sprang sie auf und sah unschlüssig zwischen Tür und Waschbecken hin und her. Dort lag das kleine Teststäbchen. Das es Ihr nicht schon eher aufgefallen war. Aber sie hatte soviel zu tun, dass sie überhaupt nicht aufgepasst hatte, ob sie Ihre Regel bekommen hatte oder nicht. Wieder klopfte es. „Leni", rief Lauren nun energischer. „Mist", murmelte sie und öffnete die Tür. „Ich komme ja schon." Lauren sah sie eindringlich an. „Entschuldige, aber dein Zukünftiger bringt mich um, wenn du zu spät bist." Ein kleines Lächeln huschte über Ihr Gesicht. „Wir können", sagte sie und Lauren nickte. Eilig machten sich alle auf den Weg zum Boot, doch Helene konnte an nichts anderes denken, als dieses kleine Teststäbchen. Wie sollte sie sich denn nun konzentrieren? Sie wusste gar nicht wie sie es ins Boot geschafft hatte, aber sie war tatsächlich auf dem Weg zur Yacht. Sie sah aufs Meer hinaus und sah die riesen Yacht. Ihr Herz begann wild zu pochen und Ihr blieb der Atem weg. Das war unglaublich. Sie sah zu Lauren. „Das ist der Wahnsinn", sagte sie leise. Die anderen lächelten und tauschten untereinander einen gerührten Blick aus. Sie wussten, was Helene noch erwarten würde. Nach einigen Minuten erreichten sie die Yacht und wurden bereits von den Crew-Mitarbeitern erwartet. „Willkommen an Board", begrüßte sie der Kapitän, als sie an Deck waren. „Vielen Dank", kam es schüchtern. „Wenn Sie soweit sind sagen Sie Bescheid. Ich begleite Sie zu Ihrem Vater." Helene nickte und sah zu Ihren Mädels. „Sind wir bereit?", sagte sie und grinste. Schnell umarmten sich alle und sie zupften noch mal das Kleid zurecht. Sie atmete noch mal tief durch und sah zum Kapitän. „Ich bin soweit." Er reichte Ihr seinen Arm und sie hackte sich unter. 

Langsam liefen sie auf Peter zu, der am Anfang des Oberdecks auf sie wartete. Sie konnte einen Teil der Gäste sehen und bekam schon jetzt Tränen in den Augen. Peter nahm seine Tochter entgegen und gab Ihr einen Kuss auf die Stirn. „Du siehst wunderschön aus." „Danke, Papa." Sie wischte sich eine Träne aus den Augen und schon hielt Peter Ihr seinen Arm hin. „Wollen wir?" Sie strahlte Ihn an und nickte eilig. Er gab Nick ein Zeichen und schon begann Kevin am Piano mit der Musik.

Brian sah nervös auf den Boden und versuchte ruhig zu atmen, doch als er die Musik hörte sah er schnell auf. Kaum hatte er sie entdeckt, schluckte er schwer und sein Herz setzte augenblicklich aus. Sie sah wunderschön aus und strahlte mit der Sonne um die Wette. Ein breites Grinsen legte sich auf sein Gesicht und er sah stolz zu Nick. Der grinste nur und stupste Ihn leicht an. „Atmen nicht vergessen", flüsterte er. Brian nahm nichts mehr wahr und konzentrierte sich nur noch auf sie. Es kam Ihm vor wie eine Ewigkeit, die er auf sie warten musste, doch da stand sie plötzlich vor Ihm und Peter übergab sie Ihm. Sie hatte Tränen in den Augen und kämpfte, dass die Tränen sich nicht den Weg über Ihre Wangen bahnten. Brian strich Ihr vorsichtig über die Wange und nahm Ihre Hand. Sie drehten sich zu dem Pfarrer und dieser begann mit der Zeremonie.

Loved me back to lifeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt