23. Kapitel

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„Champ, hier", rief Brian und wedelte aufgeregt mit den Armen. Baylee sah über den Platz und warf den Ball zu seinem Vater. Brian fing Ihn und grinste verschmitzt. Er machte einen Trick und schon flog der Ball in den Korb. Brian hupfte wie ein kleines Kind auf und ab und Baylee und seine Freunde schüttelten lachend den Kopf. „Daddy, kann es noch", rief Brian und klatsche in die Hände. „Dad", rief Baylee und sah Ihn eindringlich an. „Was denn?", fragte Brian und kam auf die Runde zu. „Du bist peinlich", sagte Baylee ehrlich und Brian setzte an um zu antworten, doch in diesem Moment kam Leighanne mit Getränken für alle heraus. „Erfrischung?", rief sie in die Runde und die Jungs stürmten auf sie zu. Brian blieb zurück und betrachte seinen Sohn und seine Freunde. Leighanne kam lächelnd zu Ihm und reichte Ihm ein Glas. „Hier." „Danke, Leigh." Er leerte das Glas in einem Zug und sah zu Leighanne. „Er findet ich bin peinlich." Leighanne begann zu lachen und legte den Arm um

Ihn. „Du bist nicht peinlich. Nur ein großes Kind, wenn es um Sport geht." Brian verzog das Gesicht. „Gar nicht." Leighanne grinste nur und nahm den Arm wieder von Ihm. „Wie geht es dir?", fragte sie und sah zu Ihrem Sohn. „Gut, danke. Wir gehen auf eine kleine Weihnachtstour und dann geht er erstmal in den Urlaub. Können wir nachher besprechen, wann ich Baylee Weihnachten bei mir haben kann?" Leighanne nickte leicht. „Sicher. Was macht Leni?" Brian musste unweigerlich grinsen. „Entschuldige", kam es sofort, doch Leighanne winkte ab. „Schon gut." „Sie hat noch ein paar Termine und ist dann hoffentlich rechtzeitig zu Weihnachten zu Hause." „Also alles wieder gut?" Brian nickte eilig. „Ich habe mich unmöglich benommen und habe mich entschuldigt. Sie würde das nie tun." Leighanne nickte. „So schätze ich sie auch nicht ein", sagte sie leise und sah zu Ihm. „Ich freue mich für dich. Willst du sie immer noch heiraten?" Brians Augen wurden riesengroß und sein ehrlichstes und charmantestes Lächeln kam zum Vorschein. „Ich kann es gar nicht erwarten." Leighanne lachte. „Was ist mit dir und Hank?", fragte er im Gegenzug. „Ich muss nicht noch mal heiraten. Es ist toll so wie es ist. Wir sind zufrieden und glücklich." Brian lächelte. „Das sieht man." In diesem Moment ging das Gartentor auf und Hank kam herein. „Hallo zusammen", rief er und lächelte. Er kam direkt auf Leighanne und Brian zu und begrüßte Leighanne mit einem Kuss. Brian reichte er die Hand. „Schön, dass du mal wieder da bist." „Gut das da endlich da bist. Mein Sohn sagt ich bin peinlich. Du musst mir helfen." Hank lachte und nahm den Basketball. „Kein Problem", sagte er und warf Brian den Ball zu. „Endlich einer der mich versteht", sagte er lachend und beide begannen zusammen zu spielen.

Helene stieg müde ins Taxi und sehnte sich nach Ihrem Bett. Sie hoffte, dass sie schnell zu Hause ankommen würde. Bevor sie in Berlin abgeflogen war, hatte sie versucht Ihn zu erreichen, aber hatte kein Glück. Was auf Grund der Zeitverschiebung auch nicht sonderlich verwundernd war. Der Verkehr in L.A war mal wieder eine Katastrophe und es dauerte ewig, bis sie zu Hause ankam. Schnell bezahlte sie den Fahrer und eilte die Stufen zum Haus hoch.

Sie zog den Schlüssel aus der Hosentasche und öffnete die Tür. „Brian?", rief sie durch den Eingangsbereich und sah sich suchend um. Es war still. Kein Geräusch. Sie ging ins Schlafzimmer und stellte fest, dass hier auch seit Tagen niemand gewesen sein musste.

Frustriert ließ sie sich aufs Bett fallen und nahm Ihr Handy.

„Hallo?", kam es auf der anderen Seite. „Wo bist du?", fragte sie direkt. „Leni?", fragte Brian überrascht. „Ja", sagte sie schmollend. „Ich bin in Georgia bei Baylee." Helene stöhnte frustriert auf und setzte sich wieder auf. „Was?", fragte Brian zögerlich. „Ich bin zu Hause", sagte sie leise. „Wie? Jetzt? Warum?", fragte Brian plötzlich ganz aufgeregt. Helene lachte leise. „Ich wollte dich überraschen." „Ist dir gelungen. Wenn du mein Gesicht sehen könntest", sagte er. „Bleib wo du bist. Ich komme sofort", sagte er eilig. „Ganz in Ruhe, Süßer. Ich lauf nicht weg. Ich habe Zeit. Bleib bei Baylee. Ich warte." „Bist du sicher? Ich kann sofort zum Flughafen." Sie lächelte leicht und wusste genau, wie aufgeregt er wahrscheinlich gerade durch die Gegend lief. „Sicher", sagte sie leise und hörte Brian seufzten. „An unserem Timing müssen wir arbeiten, Miss Fischer", sagte er lachend. „Wir sind aus der Übung", sagte sie und stieg in sein Lachen ein. Einen Moment wurde es still und man konnte nur das atmen des anderen hören. „Ich freue mich auf dich", sagte sie schließlich. „Ich mich mehr", entgegnete er. „Ich liebe Dich". „Ich dich auch. Ich melde mich morgen bei dir, ja? Ruhe dich aus." Sie lächelte leicht. „Bis dann." Sie nahm das Handy vom Ohr und presste die Lippen zusammen. Schließlich stand sie auf und zog sich aus. Sie entschied sich ein Bad zu nehmen. Sie lief zum Schrank und stellte erleichtert fest, dass noch alles an seinem Platz war. Er hatte nichts verräumt. All Ihre Sachen waren noch da. Sie lächelte leicht und griff nach Ihrem Bademantel. Sie begann zu singen und lief ins Bad.

Am nächsten Morgen saß sie mit Ihrem Kaffee auf der Terrasse und sah in die Ferne. Trotz des langen Fluges und des Zeitunterschiedes war sie munter und hatte Lust etwas zu unternehmen. Sie griff nach dem Telefon vor Ihr. „Lauren?", fragte sie in den Hörer und schon begann sie eine geschlagene Stunde mit Lauren zu quatschen. Beide verabredeten sich zum Shopping und Helene machte sich einige Zeit später auf in die Stadt.

Es tat gut sich mit Lauren zu treffen und sich von der Sehnsucht nach Ihm abzulenken. Denn sie wusste nicht, wann sie Ihn sehen würde, denn morgen würden sie mit Ihrer Tour beginnen. „Begleitest du Nick?", fragte Helene, als sie sich in ein Café setzen. Lauren schüttelte den Kopf. „Nein. Ich muss arbeiten. Was ist mit dir?" Helene zuckte mit den Schultern. „Ich weiß gar nicht, wo sie wann sind. Habe ich noch gar nicht nachgesehen. Und er ist ja jetzt bei Baylee." Sie sah Lauren traurig an. „Ich vermisse Ihn." „Warum hast du nicht gesagt, dass er nach Hause kommen soll?" „Na, ich will Ihn ja nicht von seinem Sohn fernhalten", sagte sie und nahm einen Schluck von Ihrem Kaffee. Lauren sah Ihre Freundin aufmunternd an. „Sieh es mal so. So hast du Chance zu shoppen bis der Arzt kommt." Helene lachte und sah auf die Tüten neben Ihr. „Wollen wir noch mehr?", fragte sie zwinkernd. „Immer doch", sagte Lauren lachend und zog Helene vom Stuhl hoch. Sie legte ein paar Dollar auf den Tisch und beide verschwanden lachend im nächsten Laden.

Brian schob seine Tasche wieder auf die Schulter und eilte den Terminalgang entlang. Er hatte am Morgen den ersten Flug genommen und freute sich riesig sie zu sehen. Schnell erreichte er den Ausgang und schnappte sich ein Taxi. Auch er hatte kein Glück und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis er zu Hause war. Schnell stürmte er ins Haus und noch bevor die Tür richtig geschlossen war, rief er nach Ihr. „Leni?" Doch es kam keine Antwort. Schnell eilte er ins Schlafzimmer, doch auch hier war sie nicht. Er zog das Handy aus der Tasche und wählte Ihre Nummer. „Hallo?", kam es direkt. „Leni? Wo bist du?" Helene lachte, Ihr kam die

Situation so bekannt vor. „Jetzt gerade stehe ich in der Umkleidekabine bei Marc Jacobs." Brian musste bei der Vorstellung grinsen. „Nette Vorstellung", konterte er. „Spinner. Wieso fragst du?" Brian setzte sich aufs Bett. „Weil ich zu Hause bin", sagte er und hörte wie Helene sich gestoßen haben musste. „Autsch. Was?" Er musste grinsen. „Süße, ich vermiss Dich und da bin ich ins Flugzeug gestiegen und hier bin ich. Und bevor du jetzt was sagst. Bleib wo du bist, ich komme. Die Gefahr, dass wir uns wieder verfehlen ist bei uns beiden einfach zu groß", sagte er lachend. Helene lachte. „In Ordnung." Schon klickte es in der Leitung und Brian lief in die Garage und fuhr in die Stadt.

Ein paar Fotografen hatten Ihn entdeckt und er blieb kurz stehen um ein paar Fragen zu beantworten. Innerlich war er ganz ungeduldig und wollte endlich zu Ihr. „Bye Jungs", sagte er und betrat den Laden. Er sah sich suchend um und lief auf die Umkleiden zu. „Leni?", rief er leise und lauschte an den Türen. Vorsichtig drückte er eine Tür auf und sofort kam ein Schrei. „Oh, Verzeihung." Er schloss die Tür wieder und schon schob Lauren den Kopf durch die Tür. „Hey, Lauren", kam es kleinlaut. „Ich suche Leni". Lauren grinste schief und zeigte mit dem Kopf auf die Kabine neben Ihr. „Danke", sagte er leise und er klopfte zaghaft an die Kabinentür. Helene öffnete die Tür und zog Ihn direkt herein. Sie grinste verliebt und er schlang die Arme um Ihn. „Hey", kam es leise. „Halt die Klappe", sagte sie lachend und drückte Ihm einen Kuss auf die Lippen. Er hob sie in seine Arme und setzte sie schließlich wieder auf den Boden. Er sah sie verliebt und überglücklich an. „Willkommen zu Hause."

Loved me back to lifeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt