Die Poledancerin und der Gangster.
Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt im Studium mit Poledance in einem Hamburger Club.
Er arbeitet für die Mafia und hat große Pläne für die Organisation, der er sein Leben zu verdanken hat.
Während Alexander zu...
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Mit angehaltenem Atem lauschte er auf jede Bewegung, während er seine Pistole zurücksteckte und stattdessen ein Messer zog. Ein Rascheln erklang zu seiner Rechten und dann löste sich ein weiterer gedämpfter Schuss. Mit angehaltenem Atem schob Alex sich um Hinterseite des Autos, darauf bedacht, in gehockter Stellung zu bleiben. Mit dem Rücken lehnte er sich an den Kofferraum der Limousine und spähte um die Ecke.
Dort, im Gebüsch eine Autolänge entfernt, lag ein vollständig in schwarz gekleideter Mann mit einem aufgebauten Gewehr am Boden und schaute abwechselnd durch sein Zielfernrohr und auf die Umgebung um ihn herum.
Alexanders Blick wanderte zu dem Messer in seiner Hand. Es wäre einfacher, dem Kerl auch eine Kugel in den Kopf zu jagen, doch hier ging es darum, eine Nachricht zu senden. Wer auch immer hinter diesem Mordversuch stand, musste ganz klar und deutlich verstehen, dass mit ihm nicht zu spaßen war.
Harte presste er seine Kiefer aufeinander. Er war bekannt dafür, sich von den alten Wegen abwenden zu wollen. Manche hielten ihn deswegen für weich oder feige. Sie schienen zu vergessen, dass man nicht in der Organisation aufstieg, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Vielleicht würde der heutige Tag ihnen allen eine Lehre sein.
Er nahm einen tiefen Atemzug, spannte alle seine Muskeln an, fixierte sein Ziel – und dann sprang er hoch, machte einen langen Schritt und warf sich vorwärts. Ehe der andere reagieren konnte, hatte er sich von der Seite auf ihn geworfen, seinen Kopf in den Dreck gepresst und das Messer an die Kehle gedrückt.
»Willst du noch was beichten, ehe du ins Gras beißt?«, raunte er dem Mann ins Ohr.
»Fick dich!«
Mit einem kalten Lachen packte Alex das Haar des Mannes und riss seinen Kopf hoch. »Das hab ich mir gedacht.« Ohne ihm noch eine weitere Chance zu lassen, schnitt er ihm die Kehle durch.
Röchelnd und Blut spuckend zuckte der Mann, doch Alex hielt ihn unerbittlich auf den Boden gepresst, bis das Leben aus ihm wich. Als er sich erhob, stellte er fest, dass sein weißes Hemd unter dem Mantel mit Blut verschmiert war. Ohne die Miene zu verziehen trat er aus dem Gebüsch hervor, ohne sich die Mühe zu machen, das Blut zu verbergen.
»Was geht in deinem verschissenen Kopf vor?« Fluchend kam Konstantin über die Straße auf ihn zu. »Wem willste denn hier was beweisen? Fuck, Sascha! Mach das nie wieder!«
Genervt lief Alex an seinem Freund vorbei in die Richtung des geparkten Autos. »Komm runter, Kostja. Ich hab keinen Bock auf dein dummes Beschützergehabe. Du weißt genau, was ich drauf hab. Wir haben sowas hier früher doch ständig gemacht.«
Mit langen Schritten stapfte Konstantin neben ihm her durch die Dunkelheit. Sie mussten zusehen, von hier zu verschwinden, ehe irgendein Anwohner doch mal auf die Idee kam nachzusehen, ob der Lärm wirklich Schüsse gewesen war.
Erst, als sie im Auto saßen und auf dem Rückweg zum Club waren, schien die Anspannung aus Konstantin zu weichen. »Du kannst sowas nicht mehr bringen. Ganz ehrlich. Dein Leben gehört nicht mehr nur dir. Krieg das gefälligst in deinen Kopf rein. Was sollen Gina, Brigitte und Hilge machen, wenn du wegen so einem dummen Scheiß draufgehst? Denkst du, der nächste Besitzer führt deinen Weg einfach fort?«