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Grinsend steckte Alexander sein Handy weg

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Grinsend steckte Alexander sein Handy weg. Er hatte gerade eine Nachricht von Fjodor erhalten, der verlangte zu wissen, in welcher Scheiße er schon wieder steckte. Wenn es nur einen Tag dauerte, dass die Nachricht von seiner blutbefleckten Rückkehr ins Blue Moon bis zu Fjodor drang, konnte ihm das nur recht sein. Er hoffte, dass derjenige, der ihm den Killer auf den Hals gehetzt hatte, seine Entscheidung bereits bereute.

Gut gelaunte stieg er die Treppen von seiner Suite hinunter in den Clubraum. Es war weit nach Mitternacht und er hatte vor, Lily nach ihrer Schicht abzufangen. Es war riskant, sie so schnell nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht wieder in sein Bett zu holen, insbesondere in seiner derzeitigen Situation, doch ihm stand der Sinn danach. Außerdem war es nicht so unüblich, dass er Phasen hatte, in denen er eine Frau anderen bevorzugte.

Mit einem Glas Whiskey in der Hand schlenderte er die Tische, die direkt vor der Bühne standen, entlang. Alle waren besetzt, wie immer, wenn Lily ihren Auftritt hatte. Wo andere Tänzerinnen einfach nur suggestive ihren Körper bewegten, lieferte sie eine Show, die nicht nur erotisch, sondern auch abwechslungsreich war.

Aus einiger Entfernung sah er, dass an einem der Tische ein paar seiner Türsteher, die heute frei hatten, saßen, und so steuerte er darauf zu. Er musste nichts sagen. Als er am Tisch ankam und eine Augenbraue hochzog, sprangen alle drei sofort auf und verzogen sich. Sie wussten es besser, als ihren Boss herauszufordern, wenn er mal seine Tänzerinnen genießen wollte.

Aufmerksam verfolgte er alle ihre Bewegungen. Heute war Lily in einem Lilaton gekleidet, der sich auf interessante Weise mit der Farbe ihrer Haare biss und sie noch mehr zum Leuchten brachte. Gerade zog sie sich nur an ihren Armen die Stange hoch, während ihr Blick schüchtern gesenkt dem Boden galt. Irrte er sich, oder zitterten ihre Arme? In der nächsten Sekunde rutschte sie die Stange nach unten und wickelte sich auf dem Boden sitzend darum.

Nachdenklich legte er den Kopf schief. Wann immer er sie hatte tanzen gesehen in den letzten Wochen, hatte sie den Anschein erweckt, als wäre es leicht und ginge mühelos. Obwohl ihre Performance heute genauso stark war wie sonst, meinte er, eine gewisse Schwerfälligkeit darin entdecken zu können. Er nahm den letzten Schluck Whiskey und stellte das Glas zurück auf den Tisch. Ob sie sich beim Tanzen verletzt hatte? Er hoffte, dass es sie nicht davon abhielt, ihn auf ein Zimmer zu begleiten.

Das Licht ging aus und die Musik verklang. Während er darauf wartete, dass sie ihre Trinkgeldrunde machte, erschienen vier andere Frauen auf der Bühne, die eine einstudierte Choreografie an den Stangen zeigten.

»Guten Abend, der Herr«, hörte er plötzlich eine gurrende Stimme hinter sich. »Haben Sie meinen Auftritt genossen?«

Er drehte sich um und entdeckte Lily, die vornübergebeugt hinter seiner Sitznische stand und gerade dabei war, ihm mit den Fingern durchs Haar zu fahren. Ihre Berührung sandte Blitze durch seinen Körper. Lächelnd ergriff er ihre Hand und presste ihr einen Kuss auf den Puls an ihrem Handgelenk. »Sehr genossen. War das dein letzter Auftritt für heute?«

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