Die Poledancerin und der Gangster.
Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt im Studium mit Poledance in einem Hamburger Club.
Er arbeitet für die Mafia und hat große Pläne für die Organisation, der er sein Leben zu verdanken hat.
Während Alexander zu...
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»Ich würd gern noch mal bei deiner Wohnung vorbei.«
Demonstrativ hob Alexander sein Glas mit Wodka an die Lippen und nahm einen Schluck, ohne den Blick von der Bühne, auf der gerade Lily tanzte, abzuwenden. So sehr er Konstantin auch schätze, er würde nicht zulassen, dass sein einziger Freund in der Organisation sich an seinem freien Tag unnötig in Gefahr brachte. Also ignorierte er ihn einfach.
Breitbeinig stellte der andere Mann sich direkt in sein Sichtfeld. »Du weißt so gut wie ich, dass ich nicht deine Einwilligung brauche. Ich komm in deine Wohnung, ob du nun zustimmst oder nicht. Also hör auf, dich so anzustellen.«
Alex nahm einen weiteren Schluck und fixierte die grünen Augen des Hünen. Er erwiderte mit zusammengezogenen Augenbrauen und verschränkten Armen seinen Blick. Alexander konnte sehen, wie ernst es ihm war, doch er war nicht bereit nachzugeben. Er hatte für den heutigen Abend schon mit Arbeit abgeschlossen.
Gelassen stellte er sein Glas weg und bedeutete seinem Bodyguard, sich an den Tisch zu setzen. Für einen Moment harrte der noch in seiner Position aus, dann gab er mit einem unterdrückten Fluch nach, riss einen Stuhl zurück und ließ sich so heftig darauf fallen, dass das Holz bedenklich knarzte.
»Es bringt nichts, Kostja«, erklärte Alex mit ruhiger Stimme. »Die Wohnung wird überwacht. Alles, was ich brauche, hab ich mitgenommen. Du wirst dort nichts finden.«
Konstantin beugte sich zu ihm vor und legte eine Faust hart auf dem Tisch ab. »Ich bin kein scheiß Anfänger, Sascha. Zehn Minuten in deiner Wohnung sind alles, was ich brauche.«
Alexanders Blick wanderte zur Bühne. Er hatte den Abend damit verbringen wollen, Lily bei ihren Auftritten zuzuschauen. Stattdessen musste er sich mit seinem übereifrigen Bodyguard herumplagen. Er hatte gewusst, dass es ein Fehler war, ihn direkt über die Situation in Kenntnis zu setzen. Aber bis zum Sonntag zu warten, hätte bedeutet, sich Konstantins heftigen Zorn zuzuziehen. Darauf hatte er noch weniger Lust gehabt.
»Schön, du hast gewonnen. Zehn Minuten«, gab er schließlich nach. Konstantin wollte sich schon grinsend erheben, da fügte Alex hinzu: »Und ich komme mit.«
Sein Freund erstarrte mitten in der Bewegung und schüttelte ungläubig den Kopf. »Ganz sicher nicht. Ich bin für deinen Schutz da. Wenn du mich begleitest, bringe ich dich nur in Gefahr. Du bleibst schön hier. Schau den Mädels zu und entspann dich.«
Als Antwort zog Alex nur eine Augenbraue hoch und stand auf. Leise vor sich hin schimpfend folgte Konstantin ihm durch den gut besuchten Clubraum nach hinten, wo Alex seinen Mantel aus dem kleinen Büro holte. Keine fünf Minuten später standen sie gemeinsam in der kalten Luft auf der Straße vor dem Club. Seufzend steckte Alex sich eine Zigarette an, während Konstantin mit langen Schritten die Straßenseite wechselte, um sein Auto zu holen.
Er nahm einen tiefen Zug, ließ den Qualm durch die Nase wieder hinaus und schloss die Augen. Er hoffte, dass der Killer nicht noch in der Wohnung wartete. Konstantin und er waren ein eingespieltes Duo, um sich aus brenzligen Situationen zu befreien, aber das hieß nicht, dass er gerne sehenden Auges der Gefahr entgegen ging.