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»Sie ist echt gut, oder?«

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»Sie ist echt gut, oder?«

Alexander folgte Konstantins Blick und nickte augenblicklich. Sein Freund und Bodyguard starrte mit unverhohlener Bewunderung zur Bühne, wo Lily gerade ihren vierten Tanz des Abends absolvierte. Alex war sich sicher, dass inzwischen alle Männer, die in diesem Club arbeiteten, von der neuen Tänzerin fasziniert waren, und es machte ihn ein wenig stolz, dass er der einzige war, der wusste, dass sie nicht nur vorspielte, leidenschaftlich zu sein.

»Gelenkig und ausdauernd, würde ich sagen«, stimmte er Kostja zu.

Sein Freund brummte nur etwas Unverständliches, während er sich mit vor der Brust verschränkten Armen an die Wand lehnte. Eigentlich hätte er gerade am Eingang stehen sollen, doch wie Alex inzwischen bemerkt hatte, kam Konstantin immer für ein paar Minuten rein, wenn Lily ihren Auftritt hatte. Er konnte es ihm nicht verdenken.

»Wusstest du, dass sie nie Schwarz trägt?«

Für den Bruchteil einer Sekunde schielte Konstantin zu ihm, ehe er wieder auf die Bühne schaute. »Ne. Hätte sie nicht so eingeschätzt. Sie wirkt, als wäre sie ziemlich offen.«

Nun war es Alex, der seinen Freund schräg von der Seite ansah. »Das liest du aus ihrem Tanz ab oder was?«

Doch Konstantin zuckte nur mit den Schultern, ohne darauf einzugehen. Kopfschüttelnd stieß Alex sich von der Wand ab, um vor der Bühne Platz zu nehmen, ehe Lily ihren Auftritt beendete. Es müsste der letzte für sie heute sein, wenn er ihren Freitagsplan korrekt im Sinn hatte, und er war fest entschlossen, sie noch einmal in seine Suite zu entführen. Er hatte dafür extra alle seine Sachen im Schrank verstaut und die Putzfrau angewiesen, den Raum wie üblich herzurichten.

Genau als das Licht auf der Bühne ausging, ließ er sich auf eine der Polsterbänke sinken und lehnte sich entspannt zurück. Ein Blick nach hinten sagte ihm, dass Konstantin wieder draußen verschwunden war. Er wusste nicht genau, wieso, aber er wollte vermeiden, dass Konstantin ihn mit Lily sah. Vielleicht lag es daran, dass sie nicht wusste, dass er der Besitzer war, aber leicht eins und eins zusammen zählen konnte, wenn sie bemerkte, dass er Konstantin kannte. Vielleicht lag es an dem intensiven Blick, mit dem Konstantin sie gemustert hatte. Was auch immer es war, er war erleichtert.

»Hey, schöner Mann.« Die leise, samtige Stimme ließ ihn beinahe zusammenzucken.

Da war er so vertieft in seinen Gedanken über Kostja gewesen, dass er nicht einmal bemerkt hatte, dass Lily sich von hinten an ihn angeschlichen hatte. Er drehte sich um und lächelte sie an. »Hey, schöne Frau. Leistest du mir etwas Gesellschaft?«

Sie umrundete die Lehne und ließ sich wie inzwischen schon so oft direkt neben ihn auf das Polster gleiten. Ihre Haare waren heute offen und fielen in leichten Wellen über ihre Schultern. Sie trug wieder dieses weiße Outfit, das sie so unschuldig und so verrucht zugleich wirken ließ. Er spürte, wie sich ihre Brüste gegen seinen Oberarm presste, als sie ihm eine Hand auf die Brust legte und sich etwas reckte, um ihm einen Kuss auf die Wange zu geben. Sein Herzschlag beschleunigte sich.

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