Die Poledancerin und der Gangster.
Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt im Studium mit Poledance in einem Hamburger Club.
Er arbeitet für die Mafia und hat große Pläne für die Organisation, der er sein Leben zu verdanken hat.
Während Alexander zu...
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Ein Klopfen ertönte, doch bevor Elisabeth eine Chance hatte, aufzustehen oder etwas zu erwidern, ging die Tür bereits auf. Hinein trat ein mindestens zwei Meter großer Mann, dessen breite Schultern beinahe nicht durch den Türrahmen passten. Ihr Mund wurde trocken. Sie war sowieso schon klein, aber neben Männern wie ihm fühlte sie sich noch winziger. Und dass er mit seinen langen dunklen Haaren, dem perfekt gepflegtem Vollbart und den unfassbar hellen Augen auch noch unverschämt gut aussah, machte es nicht besser.
Sie leckte sich über die Lippen und stand auf. »Gäste haben hier keinen Zutritt.« Sie merkte selbst, dass ihre Stimme zitterte – als ob sie diesem Mann irgendetwas befehlen könnte, wenn er ihr nicht gehorchen wollte. Sie betete, dass er keinen Ärger machen würde. Wie war er überhaupt ungesehen hierher gelangt? Wo waren die Leute von der Security?
Ein raues Lachen ertönte, während der Hüne ungeniert weiter in den Raum trat. »Keine Sorge, Schätzchen, ich will nichts von dir. Ich gehöre zur Security. Du musst neu sein, hab dich hier noch nie gesehen.«
Misstrauisch kniff Elisabeth die Augen zusammen. Sie hatte bereits ihr Bühnenoutfit an und sie sah, wie sein Blick mehrmals über ihren Körper wanderte. Konnte sie seinen Worten wirklich Glauben schenken? »Ich hab dich auch noch nie gesehen und ich bin mir sicher, inzwischen alle vom Personal zu kennen.«
Der Blick ihres Gegenübers wanderte durch den Raum, bis er am Dienstplan hängen blieb. Er trat einen Schritt näher an den Kalender heran, dann tippte er drauf und drehte sich wieder zu ihr rum. »Sieht so aus, als ob du nur freitags und samstags hier bist. Und ich arbeite freitags und samstags nicht.«
Immer noch skeptisch verschränkte sie ihre Arme vor der Brust. »Heute ist Freitag.«
Ein beinahe wölfisches Grinsen erschien auf seinen Lippen. »Gut erkannt, Kätzchen. Ich bin hier, weil ich was für den Boss erledigen muss. Außerhalb der Arbeitszeiten, stell dir das mal vor.«
Gegen ihren Willen musste Elisabeth ebenfalls schmunzeln. So riesig der Kerl auch war, seine lockere Art hatte etwas Entwaffnendes. »Kevin und Max hätten dich vermutlich eh nicht reingelassen, wenn du nicht dazu gehören würdest. Vielleicht sollte ich dir also glauben.«
Er nickte darauf bloß und begann, unendlich langsam eine Runde durch den Raum zu drehen und dabei alles ganz genau anzuschauen. Unwillkürlich fragte Elisabeth sich, ob sie sich Sorgen machen sollte, dass einer der Securitymänner außerhalb seiner Arbeitszeit auftauchte und die Umkleide so genau untersuchte. »Suchst du was Bestimmtes?«
Er schüttelte zur Antwort bloß den Kopf. Nachdem er seine Runde vollendet hatte, baute er sich direkt vor ihr auf. Mit in die Seiten gestützten Fäusten starrte er auf sie hinab. Augenblicklich musste Lily erneut schlucken. Sie ging diesem Mann gerade mal bis zur Brust und er war mindestens doppelt so breit wie sie. Warum musste sie auch so klein sein? Sie wünschte mit einem Mal, sie hätte bereits ihre High Heels für den Auftritt an – die würden sie wenigstens nochmal zehn Zentimeter größer machen.