Nachdem Zoey, Terrence und Chester noch längere Zeit gesprochen hatten, hechteten die beiden Jugendlichen hoch in Zoeys Zimmer und schnappten sich augenblicklich Terrence Handy, tippte schnell eine Nachricht an Francesco.
Franco du musst spätestens morgen früh da raus!
Der Typ kommt wahrscheinlich frei, komm zu uns,
Dad ist hier falls dein Vater kommen sollte.
Aber du musst aus dem Haus, auch wenn die Polizisten meinen es sei unwahrscheinlich das er dahin zurückgeht. Aber der Typ hat Lou erschossen, also scheint irgendwas in seinem Hirn verkehrt zu sein! Schreib wenn du da raus bist!
Zoey & Terrence
„Zoey wir sollten ihn abholen. Wir können ihn nicht einfach da lassen.", wendete sich Terrence an seine Freundin nachdem er auf senden gedrückt hatte. Und obwohl sie beide besorgt um ihren Freund waren, sollten sie zwei Dinge nicht vergessen. Der Mann würde frühestens Morgen Vormittag aus dem Polizeirevier kommen und zweitens Francesco war dort vor seinem Vater sicher. Er kannte den Ort nicht und würde dort niemals nach ihm suchen.
Vom Universum konnte man durch das breite Fenster beobachten wie die beiden unruhig von einem Platz zum nächsten wechselten und immer wieder abwechselnd auf ihre Handys starrten, in der Hoffnung Francesco hätte ihnen geantwortet aber es kam nicht. Max und Callie hatten sie ebenfalls über die neuen Kenntnisse informiert und gebeten Francesco zu schreiben, doch auch sie hörten nichts von ihm. Was grundsätzlich nichts ungewöhnliches war, da er selten auf Nachrichten reagierte und es war bereits spät. Vielleicht schlief er schon. Zumindest hofften sie, dass das die gründe waren. Aber was sollte es auch sonst sein?
Mit den Blick auf Callies Haus gerichtet, dauerte es nicht lange, bis man die kleine, blonde Cheerleaderin entdecke. Denn ihre hellen Haare stachen auf dem dunklen Flachdach vor ihrem Zimmerfenster ab. Sie starrte in den Himmel. Beobachtete wie der Vollmond immer weiter wanderte und wischte sich in regelmäßigen Abständen über die feuchten Augen. Nicht nur, dass ihre Eltern sie darüber belehrt hatten, wie falsch es doch gewesen wäre allein mit den Polizisten zu reden, nein jetzt kam der Mann der Lou umgebracht hatte auch noch auf freien Fuß. Natürlich hatten ihre Eltern sie auch darüber aufgeklärt, dass ein Angeklagter nicht verurteilt werden darf, wenn dem Gericht Zweifel an seiner Schuld verblieben und da er der Polizei glaubhaft vermittelt hatte ein Alibi zu haben, mussten sie ihn früher oder später wieder entlassen. Doch sie konnte es nicht glauben. Es sprach zu viel für ihn als Täter. Die einzige Frage die sich Callie seit dem Tag jedoch stellte war: Was hatte er für ein Motiv?
Als der runde Mond hinter den dichten Buchen verschwand, senkte sie ihren Kopf und schaute hinüber zu dem hell erleuchtetem Fenster von Max. Sie konnte sehen, wie er an seinem Schreibtisch saß und auf den Bildschirm seines Laptops starrte. Aufgrund der Entfernung konnte sie jedoch nur die Überschrift lesen „Jugendeinrichtungen zum Schutz der Kinder". Gerade als sie ihm schreiben wollten, nahm Max sein Handy in die Hand und hielt es an sein Ohr. Doch nach kurzer Zeit feuerte er das Gerät auf sein Bett. Als er dann jedoch die Vibration vernahm, hechtete er schnell hinüber und las die Nachricht.
Max? Was machst du? Was ist los?
Unsicher trat Max ans Fenster und blickte hinaus. Seine Augen gewöhnten sich nur langsam an die Dunkelheit, aber dann entdeckte er Callie und winkte ihr etwas verlegen zu.
Starrst du Nachts immer in mein Zimmer?
Er stemmte spielerisch die Hände in die Hüften, was Callie ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
Haha, nein. Aber was liest du da?
Kaum hatte er die Nachricht erhalten, schloss er seinen Laptop und setzte sich in den Sessel vor seinem Fenster und antworte Callie zögernd.
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Letters To Him
TeenfikceAuf der Suche nach seiner leiblichen Mutter geraten Louis und seine fünf Freunde in die Schussbahn eines Mörders. Als einer der sechs nicht lebendig aus den Fängen des Mannes wiederkommt beginnt der Kampf um Gerechtigkeit, doch was ist, wenn es sow...