Neue Aspekte

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Mit einem Tinnitus auf zu wachen hatte Gavin nicht erwartet. Es dauerte ein paar Sekunden bis er sich wieder daran erinnerte wo er war. "Au au Au..." Catelin war mit Recht viel Schwung aus dem Bett gefallen und dabei gehörig mit dem Kopf gegen das Bücherregal gestoßen. "Alles ok?" "Nichts ist ok!! Was zum Teufel tust du hier?!" Völlig aufgebracht stand Catelin endlich auf. Gavin hingegen kratzte sich verlegen am Kopf. "Dein Bruder wollte das ich her komme. Er meinte du benimmst dich etwas daneben." Jetzt wo sie daran zurück dachte wie sie sich die letzten Tage benommen hat war ihr das doch ganz schön peinlich. Zaghaft ließ sich Catelin zu nächst wieder auf das Bett sinken. "Ich kann mich schon wieder nicht erinnern wie ich ins Bett gekommen bin." "Das wird langsam zur Gewohnheit." Genervt verzog die junge Frau das Gesicht. Das muss endlich aufhören. "Ja schon klar. Zumindest bin ich diesmal in menschlicher Begleitung aufgewacht." "Die du halb Taub gebrüllt hast." Für die Bemerkung kassierte er einen kräftigen Schlag gegen die Schulter. "Ich wache nicht oft neben jemandem auf der mich bei der letzten Begegnung nur geküsst hat ohne was zu sagen." Kaum spürbar zuckte Gavin bei ihrer Bemerkung. Er musste leider zugeben das sie Recht hatte. "Wird Zeit das du mit der Wahrheit raus rückst." Auffordernd sahen blaue Augen in seine. Jetzt war es eh schon zu spät. Da konnte er es endlich sagen, auch wenn ihm die Antwort ganz und gar nicht gefiel. Ungeduldig rutschte Catelin näher an ihn heran. "Catelin ich.." Ein sanftes Klopfen an der Tür lenkte die Aufmerksamkeit von dem Gespräch weg. Die Hübsche Rothaarige streckte ihren Kopf in das Zimmer. "Hallo ihr beiden. Wenn ihr wach genug seid wartet unten das Abendessen auf euch." "Danke Mama." Bevor die Mutter verschwand lächelte sie beide noch einmal lieb an. "Sie hat sich gut gehalten für ihr Alter." "Und dabei lag sie nicht ein Mal unter dem Messer." Manche Menschen haben eben diese Gene. Gavin hingegen sah man an das er auf die 40 zu ging. Und jetzt saß er hier um einer Frau ,die fast eine ganze Dekade Jünger war als er, dass wohl schwerste in seinem Leben zu sagen. "Ich liebe dich." Catelin begann sanft zu lächeln. Dem Polizisten hingegen war überhaupt nicht wohl. Sie rutschte von ihrer sitzenden Position auf alle Viere wobei Catelin ihm ziemlich nahe kam. "Was hast du vor?" "Was glaubst du denn? Ich will einen Kuss." Etwas verwirrt drückte Gavin seine Hände gegen ihre Schultern. "Warte Mal. Was soll das heißen?" "Du bist heut aber schwer von Begriff. Ich kann dir nicht mit exakt dem gleichen Satz Antworten aber ich will es versuchen. Ich hab dich wirklich gern Gavin." Diese Antwort hätte er nie im Leben erwartet. Glücklich und auch irgendwie zu tiefst dankbar zog der Detektiv sein Gegenüber in eine feste Umarmung.

"Bring mich Mal auf dem laufenden Stand." "Hach wo fang ich da an? Edward und Eric haben vor zwei Monaten ein Baby adoptiert. Ein Mädchen, 7 Monate alt und sie heißt Audrey. Richard und Maria erwarten jetzt ihr zweites Kind und Jamie wird nächstes Jahr eingeschult, er hat sich super entwickelt dafür das er viel zu früh auf die Welt kam. Der Wintergarten ist vor ein paar Wochen fertig geworden und meine Mutter wird Ende dieses Jahres noch ein neues Album raus bringen." Für das Abendessen hatte sich das frische Paar in der Küche verschanzt. Die Kinder lagen in ihren Betten während die anderen Erwachsenen es sich irgendwo im Haus gemütlich gemacht haben. Ganz vorsichtig lehnte sich Gavin an seine Freundin. "Wie war die Beerdigung?" "Das übliche. Viele Tränen." Was hätte man dazu auch schon sagen sollen? "Hast du Kippen dabei? Ich könnt grad eine brauchen."

"Seit wann rauchst du so leichte?" "Tu ich gar nicht. Hab mich vergriffen." Nach dem kleinen Rundgang im Garten saßen beide am Pool und ließen die Füße im Wasser hängen. "Wann wolltest du wieder zurück?" "Eigentlich in einer Woche." So sehr sie ihr Elternhaus auch liebte so fehlte ihr Detroit mehr als sie dachte. " 'Lacie, Pass auf das Mama dich nicht erwischt.' " Überrascht blickte die Polizistin in Richtung Küche. Dort stand unter einem strengen Blick ihr Bruder Eric. " 'Sie weiß es doch schon längst. Die Standpauke hättest du miterleben müssen.' " Zu ihrer linken bemerkte die junge Frau Das Gavin ziemlich ratlos war. "Oh entschuldige. Wir sprechen hauptsächlich Deutsch wenn wir zu Hause sind. Er warnte mich davor das ich aufpassen soll damit unsere Mutter mich nicht beim Rauchen erwischt. Dabei weiß sie schon längst das ich zu einem rauchenden Koffeeinjunkie mutiert bin." "So viel Kaffee trinkst du doch gar nicht." Über diese süße und Naive Antwort musste Catelin etwas lachen. "Gehen wir hoch. Wird langsam frisch."

"Lacie willst du wirklich schon fahren?" Unter besorgten Blicken ihrer Mutter legte Catelin ganz gewissenhaft ihre Motorrad Montur an. Schon den ganzen Morgen über Versuchte ihre Familie sie dazu zu bringen noch ein paar Tage zu bleiben. "Mama bitte. Die Woche war wirklich schön, auch wenn ich zu wenig geschlafen und gegessen habe. Ich muss zurück und das weißt du auch. Meine Arbeit ruft mich." Ganz brav brachte der Kopf der Familie sein Sprössling noch zur Tür. Auf der Einfahrt standen Catelins liebste Männer. "Papa lass Gavin in Ruhe!" "Ich habe gar nichts gemacht mein Schatz." " 'Lüg mich nicht an Papa. Genau deswegen hatte ich kaum Freunde.' Können wir los Gavin?" Bevor sie ihren Helm aufsetzte drückte das Mädchen ihrem Vater einen Kuss auf die Wange auf. Dank der speziellen Funktion ihres Helmes konnten Gavin und Catelin während der Fahrt miteinander reden. "Zu dir oder zu mir?" "Zu dir. Meine Wohnung besteht Momentan nur noch aus Umzugskartons. Und da will ich jetzt nicht hin." "Wieso das?" Da beide erst jetzt, nach fast einem Jahr Pause, wieder ihre Leben miteinander teilten musste Catelin für diese Erklärung etwas weiter ausholen. "Naja, und jetzt bin ich alleine in der Wohnung. Sie ist zu groß für mich alleine. Ich habe noch nichts gefunden mit dem ich zufrieden bin aber wenn es soweit ist kann ich sofort los." "Verstehe, so ist das. Essen wir noch was?" Kurz vor Detroit, in einem Diner genossen beide ein schnelles Abendessen. Die Fahrt war durch aus ermüdend. Kurz vor 11 konnte die Polizistin sich endlich in ein Bett fallen lassen. Als Gavin aus dem Bad kam war seine Freundin bereits von seinen Katzen belagert. "Catelin? Hey, runter von ihr." Der Frau in seinem Bett war das bereits egal. Denn diese schlief tief und fest.

Only one Second - Detroit Become Human FfWo Geschichten leben. Entdecke jetzt