"Martens! Sofort in mein Büro." So fing ein Arbeitstag doch gut an wenn man direkt als erstes zum Chef zitiert wird. Sofort demotiviert stellte die junge Polizistin ihre geliebte Mintfarbene Tasse wieder auf den Tisch bevor sie in den kleinen Raum ging. "Was gibt's?" "Aufgrund deiner letzten Fehltritte wirst du Ende der Woche einer Schussprüfung unterzogen." Fehltritte. Über das Wort hätte Catelin gerne gelacht. Ihr war allerdings nicht zum Lachen. Sie hasste Prüfungen. "Das war alles." "Verstanden Captain." Es wunderte Catelin das dies nicht eher kam. Wirklich eine Glanzleistung war ihre Arbeit nun nicht. "Alles ok Caty?" Ihrer Kraft beraubt ließ sie sich auf ihren Stuhl fallen bevor sich Catelin seufzend über das Gesicht fuhr. "Ich soll Ende der Woche getestet werden ob ich noch für Außeneinsätze geeignet bin. Mich wundert es, das es nicht schon eher gemacht wurde." "Zugegeben, deine Arbeit ist Verbesserungswürdig." Für den Spruch erhielt Connor ein warnendes Knurren. "Aber ich denke das dieser kleine Test kein Problem sein sollte." Das machte es jetzt nicht gerade besser. "Du hast gut reden. Meine Arbeit ist eine komplette Katastrophe. Bei meinem ersten Einsatz wurde ich mit meiner eigenen Waffe angeschossen, ich habe mich entführen lassen, ich wurde abgestochen und bin mehrfach in irgendwelchen Becken mit Wasser gelandet." "Miss Martens, ich kenne da gewisse Beispiele die deutlich schlechtere Arbeit leisten, zudem ist die Rate der Aufklärung signifikant gestiegen seit sie wieder hier Arbeiten." Interessiert blickte Catelin zu Nines. Bei seiner ersten Andeutung kam er nicht umhin in Richtung Küche zu deuten wo Gavin sich seinen Lebenssaft zubereitete. "Wenn sie ihre Emotionalen Ausbrüche in den Griff kriegen sollte die Arbeit künftig kein Problem mehr sein." "Danke ihr beiden. Das hilft mir wirklich." Zumindest war ihr nicht mehr ganz so flau im Magen. Besagter Kollege der eine Weile in der Küche zugebracht hatte gesellte sich zu den Dreien. Mit dabei hatte er zwei Tassen Kaffee und 2 Teller mit Sandwiches. "Frühstückt ihr nicht?" "Wir haben verschlafen. Ich hatte nicht Mal Zeit mir die Haare zu waschen." "Steh auf." Gavins Aufforderung nachkommend verschlang sie mit zwei Happen bereits die Hälfte ihres Sandwiches. Das sie sich dabei verschluckte war zu erwarten. "Hab ich dir nicht gestern schon gesagt das du den Mund nicht zu voll nehmen sollst?" Mit ihrem vollen Gewicht ließ sich Catelin auf seinen Schoß fallen. Die Schmerzen die sie ihm dabei verursachte ließen Gavin eine Weile verstummen. "Mach nur weiter so wenn du dich kostenlos von mir kastrieren lassen willst." Die Beiden Androiden schmunzelten sich gegenseitig an. Ob es daran lag das Gavin misshandelt wurde oder Catelin entspannter wirkte konnten sie nicht so Recht sagen. "Catelin, wir müssen los. Ein neuer Fall." Bevor sie sich erhob drückte die Polizistin ihrem Freund einen schnellen Kuss auf die Wange. "Mach keinen Blödsinn." Ein Grummeln war das einzige was sie zu hören bekam.
Die Fahrt über holte Catelin ihren fehlenden Schlaf nach. Bei Hanks Fahrstil war das auch ganz einfach. Ein Nieselregen setzte ein gerade als ihr Alter Kollege das Auto zum stehen brachte. Durch die Wärme am Morgen war die Luft ganz unangenehm schwül. "Worauf wartest du Catelin?" Erstarrt wie eine Salzsäule schaute die junge Frau den Tropfen beim fallen zu. "Sorry..einen Moment bitte." Unter Blicken die deutlich machten das sie nicht verstehen würden was gerade passiert zog sich Catelin eine Jacke über und die Kapuze tief ins Gesicht. Noch heute hatte sie starke Probleme mit dem Regen. "Also, was haben wir? Wieder einen Mordfall?" "Ja richtig." Eher ungeduldig hörte die Frau dem Briefing zu. Solange die Tropfen ihre Haut nicht berührten war alles in Ordnung. Rein gehen war alles was sie jetzt wollte.
Diesen Gedanken bereute Caty allerdings fast sofort wieder. Es war nicht ihr erstes Opfer dessen Gesicht von der Katze gefressen wurde, widerwärtig fand sie dies aber alle Mal. Während sie ungewollt ihren Gedanken nachging ob ihre Katzen auch ihr Gesicht fressen würden fiel ihr auf das in der Nähe des Esstisches der Boden ein kleines bisschen nachgab. An der Stelle an der sie es zuerst bemerkte schwankte sie ein wenig hin und her um ihr Gefühl zu bestätigen. "Connor, ich glaube hier ist was." Mit seiner Hilfe schoben sie erste den Tisch samt Stühle weg, dann den Schweren Teppich. Eine Luke mit Schloss wurde darunter sichtbar. "Irgendwie kommt mir das Bekannt vor. Wir brauchen irgendwas zum Aufhebeln des Schanieres." Nach einem kurzen rundum Blick entschied Catelin das das große Küchenmesser ausreichen muss. "Die Schrauben scheinen schon älter zu sein. Dafür reicht es vielleicht." Als hätte sie das nicht zum ersten Mal gemacht war nach wenigen Versuchen das Schloss auf gebrochen. Eine ziemlich ramponierte Treppe kam darunter zum Vorschein. "Connor? Was siehst du?" "Verschiedene Thirium Spuren. Auch Blut. Es wurde versucht die Spuren weg zu wischen." "Sag Hank bescheid das wir hier unten sind." An der Wand etwas weiter unten befand sich ein Lichtschalter. Während sie runter kletterte flackerte die Birne ganz gruselig. Gitterstäbe, wie in einem Gefängnis zeigten sich ihr. In den ersten beiden Zellen befand sich nichts, die Türen standen auch weit offen. Da unten war die Luft auch ganz muffig. "Catelin sei vorsichtig." Das Licht reichte gerade Mal ein Paar Meter weit. Weit genug um ein paar Füße an zu leuchten. Mit der Taschenlampe ihres Handys leuchtete sie die Beine entlang zu einem beschädigten Oberkörper. "Ich glaube wir haben hier den der am Kampf beteiligt war. Der Schraubenzieher steckt sogar in ihm." Rechts und Links von sich waren schlurfende Geräusche zu hören. Weitere Beschädigte Androiden hielten sich an den geschlossenen Gittertüren fest. "Ganz ruhig, alles wird gut. Wir holen euch gleich da raus."
Ein Markerschüttender Schrei ging durch das ganze Haus. Einige Kollegen schauten besorgt in den Keller hinein. "Was ist los?" "Nichts, sie hat sich nur erschreckt." Als wäre nichts gewesen blickte Hank auf seinen Schützling runter. Damit das er sie zur Seite schieben wollte damit er sich den toten Androiden ansehen kann hatte sie beim besten Willen nicht gerechnet. "Los raus hier." Trotzig schüttelte die Polizistin mit dem Kopf. "Nein ich bleib hier. Sucht nach dem Schlüssel oder irgendwas womit wir die Türen auf bekommen."
Nach einer kürzeren Suche fand man besagten Schlüsselbund bei dem Menschen der schon einige Tage vor sich hin verrottete. Solange blieb Catelin bei den eingeschlossenen Androiden und redete mit ihnen.
Der Tathergang war schnell geklärt. Und nicht nur das. Eine ganze Reihe an Vermissten Fällen konnte geklärt werden. Der Mann hatte diese Androiden entführt um an ihnen rum zu schrauben. Einer konnte fliehen, es kam zum Kampf und beide ums Leben. Allerdings war die Wunde des Menschens nicht sofort tötlich. Er schaffte es noch irgendwie auf zu räumen. Wohl mit der Meinung das er mit seinem kranken Spiel weiter machen kann hatte er seine Wunden selbst versorgt und sich vor den Fernseher gesetzt. Die Inneren Blutungen taten dann deren Arbeit. Ein Widerlicher Gedanke wozu Menschen alles fähig sind. "Caty ist alles ok?" "Alles gut Connor." "Du machst nicht den Eindruck Kleines." "Ach ich verstehe nur nicht wie Menschen so was tun können, das ist alles. Gehen wir was essen."
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Only one Second - Detroit Become Human Ff
RomansaFolgende Geschichte ereignet sich knapp nach dem Geschehen im Spiel. Marcus ist das Friedenssymbol zwischen Mensch und Android. Kara, Alice und Luther leben ihr erhofftes Leben in Kanada und Hank und Connor sind immer noch Partner. Das Wetter ist ei...
