Differenz zwischen glauben und verzeihen

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,,Du bist keine Eroberung für mich! Ich bin dich mit zu mir nach Hause genommen, dich meiner Familie vorgestellt, du warst mit bei flora im Krankenhaus und hast in meinem Bett übernachtet! Noch nie hat ein Mädchen in meinem Bett zuhause geschlafen! Welche Zeichen soll ich dir noch geben? Ich werde mich ändern. Ich weiss das ich es kann. Bitte gib mir noch eine Chance!"
Wie in Dauerschleife spielt mein Kopf die Wörter immer und immer wieder vor meinem inneren Auge ab.

Du bist keine Eroberung für mich.
Noch nie hat ein Mädchen in meinem Bett geschlafen.
Noch nie.
Keine Eroberung.

Meint er das Ernst? Mein Verstand sagt mir das ich nicht auf diesen Schwachsinn reinfallen soll, aber mein Herz glaubt von Sekunde und Sekunde mehr an seine Worte. An ihn. Ich weiss das es falsch ist. Oder wieso ich es überhaupt? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass Ich es nicht ertragen werde wenn er mich nochmal verletzt.
Andererseits sieht er so ehrlich aus. Seine Worte scheinen aus tiefsten Herzen zu stammen. Er sieht fertig und nervös aus. Mit seinen großen Händen streicht er immer wieder nervös, seine schwarzen Haare aus der Stirn. Seine blauen Augen starren mich nervös an. Mit seiner linken Hand spielt er an dem kleinen Lederarmband. Sofort schiesen mir Bilder in den Kopf. Von meiner Übernachtung bei ihn zuhause. Er eruählte mir das, das Armband seinem Bruder gehört hat und er es seit seinem Tod trägt.
Ich muss mich konzentrieren. Nicht ablenken lassrn! Kann ich ihm glauben? Bin ich für ihn wirklich etwas besonderes oder ist das nur ein weiterer Trick um mich rumzukriegen. Und selbst wenn. Ich sollte ihm nicht vergeben. Zumindest vorerst. Wenn ich jetzt sofort nachgebe, gebe ich ihm das Gefühl manipulativ und abhängig von ihm zu sein. ,,Cecilia?" Meinen Namen aus seinem Mund zu hören, bringt die Schmetterlinge in meinem Bauch zum tanzen. Es erstaunt mich jedes Mal aufs neue welche Wirkung er auf mich hat. ,,Glaubst du mir?" Seine Augen sehen mich flehend an. Seine Unterlippe bebt, genauso wie sein ganzer Körper. Ich würde gerne antworten, ich will antworten und und viel anderes. Ich will ihn anschreien, ihm verzeihen, ihm glauben,ihn zappel lassen, aber vorallem umarmen. Doch ich mache nichts von all dem. Wie erstarrt stehe ich vor ihm. Schnell erinner ich meinen Körper ans Atmen.
Und dann Stück für Stück verändert sich sein Gesichtsausdruck. Er fällt In sich zusammen. ,,Du glaubst mir nicht, oder? Dein Gesichtsausdruck sagt alles du glaubst mir nicht." Sein Körper sackt in sich zusammen. Es sieht aus als würde er um 5 cm schrumpfen. Die Bilder bewirken etwas in mir. Die Art wie er in sich zusammen fällt, und nahezu aufgibt.  Und dann endlich schaffe ich es etwas zu sagen.

,, Ich..Ich glaube dir." Erstaunt über meine Worte starre ich auf den Boden. Ganz langsam, als müßte er die Worte erst verdauen, hebt er seinen Kopf. Der verwirrte, traurige Gesichtsausdruck wird immer weicher. Sein Mundwinkel bewegen sich nach oben und entblößen seine Schneeweißen Zähne. Das funkeln in seinen Augen, nach dem ich mich mich sehne, erscheint wieder und bringt seine wunderschönen eisblauen Augen zum strahlen. Sein Lächeln bringt mich fast um den Verstand. Meine Beine fühlen sich gefährlich wackelig an. Am liebsten würde ich sein Lächeln erwidern, aber stattdessen muss ich es ihm sagen. Ich muss es für mich, für ihn und für uns tun.
,,Aber ich verzeihe dir nicht. Ich brauche Abstand."

Hellooo, sehhhhhr kurzes Kapitel aber ich wollte unbedingt die Spannung aufrecht erhalten:)))🌻
Was sagt ihr zu dem Kapitel?
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