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Kirishimas POV

Ich platzte fast vor Vorfreude, als ich sah, dass Bakugou bereits auf mich wartete. Wir hatten uns eigentlich erst in einer Viertelstunde verabredet, aber ich war so nervös gewesen, dass ich viel zu früh von zuhause losgelaufen war. Und dass er auch schon hier war, liess mich noch breiter lächeln.

Auf das hatte ich monatelang hingearbeitet. Auf das hatte ich monatelang gewartet. Und endlich passierte es.

Ich atmete tief ein und aus, um mein Herzrasen ein wenig zu beruhigen, bevor ich Bakugou auf die Schulter tippte. Er zuckte leicht zusammen, drehte sich aber schliesslich zu mir um. Ich versuchte, meine Nervosität zusammen mit dem Kloss in meinem Hals runterzuschlucken. Es funktionierte nicht.

«Hey», sagte ich und er erwiderte die Begrüssung mit einem kleinen Nicken. Er sah mich nicht an, doch ich war zu unruhig, um es zu bemerken. Einen Moment lang war es still und es schien nicht so, als ob er den ersten Schritt machen würde. Dabei hatte er mich doch nach einem Treffen gefragt. Schnell verwarf ich diesen Gedanken. Dann würde ich es eben tun. «Über was wolltest du denn reden, alleine? Wirst du mich endlich fragen, ob ich–»

«Lass uns hier aufhören.»

Ich erstarrte. Er wich meinen Augen immer noch aus und ich hatte keine Chance, seinen Blick zu lesen. Hatte ich mich gerade verhört? «Was?» Ich war mir nicht einmal sicher, ob er mich verstand, so leise sprach ich. Ja, ich musste mich verhört haben. Bakugou würde das nie tun. Er war nicht so wie Akira.

Falsch.

«Lass uns hier aufhören», wiederholte er und sah mich endlich an. «Ich will nicht mehr dein Freund sein.»

Ich war mir ziemlich sicher, mein Herz hörte auf zu schlagen. Ich war so überfordert, dass ich nicht einmal meinen kleinen Finger rühren konnte. Nein, nein, nein. Ich hatte mich schon wieder verhört. Er war nicht so wie Akira.

«Was meinst du?», hauchte ich und wollte Bakugous Hand nehmen, doch er entzog sich mir. Mir traten Tränen in die Augen. «Ich meine es genauso, wie ich es gesagt habe.» Seine Stimme war hart und kalt und jedes Wort fühlte sich an wie ein Schlag in die Magengrube. «Du hast mich zu lange warten lassen. Als ich dich wiedergesehen habe, dachte ich, dass meine Gefühle wieder zurückkehren würden, wenn wir genug Zeit miteinander verbringen würden.»

Er sah mir direkt in die Augen und ich musste mich zusammenreissen, nicht zu weinen. «Aber ich lag falsch. Dass du so viel Zeit mit Isko verbracht hast, hat mich überhaupt nicht gestört. Es war fast schon eine Erleichterung.» Mir schnürte es die Kehle zu. Eine Erleichterung?

«Also, Kirishima, lass uns hier aufhören.»

Mehr sagte er nicht. Er schenkte mir noch einen letzten ausdruckslosen Blick, dann drehte er sich um und lief davon. Jede Zelle meines Körpers schrie mir zu, ich solle ihn aufhalten. Ihn um noch eine Chance bitten. Aber ich konnte mich keinen Centimeter bewegen. Und ich konnte die Tränen nicht aufhalten, die meinen Augen entkamen.

Ich war mir doch so sicher gewesen. Dass er es wert wäre, erneut an die Liebe zu glauben. Erneut mein Herz zu riskieren. Auch nach dem, was mit Akira gewesen war. Ich war mir doch so sicher gewesen...

Ich hatte mich selbst gefunden und an mir gearbeitet, damit ich für ihn bereit war. Doch Schluss und endlich hatte sich rein gar nichts geändert. Ich hatte wieder den gleichen Fehler gemacht. Ich hatte mich zu sehr zurückgelehnt, hatte mich zu sehr darauf verlassen, seine Gefühle wären von Dauer.

Es war wieder alles genauso wie bei Akira.

Obwohl ich mich geändert hatte.

Obwohl Bakugou doch so anders war wie er.

My First First Time || KiriBakuGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt