"Seungmin?"
"Ich bekomme keine Luft... K-Kannst du kommen? I-Ich..I-Ich.."
"Min.. atme. Atme tief durch.", ertönt es am anderen Ende der Leitung. "Ich bin sofort auf dem Weg zu dir, okay? Ich bin in zehn Minuten bei dir. Bist du Zuhause?"
"J-Ja?", schluchzt Seungmin, an seinem Haustelefon, bekommt immer weniger Luft.
"Minnie..Minnie hör auf meine Stimme und versuch dich auf deine Atmung zu konzentrieren."
"O-Okay..I-Ich versuchs."
"Atme tief ein Minnie..achte auf meine Atmung...Versuche mir nach zu machen, bis ich bei dir bin.", haucht der ältere, während er über das Handy versucht den jüngeren zu beruhigen, was ziemlich schwer ist.
"Ich bin gleich bei dir, Minnie...Komm..tief ein atmen.."
Seungmin atmet tief durch, hält den Atem ein paar Sekunden an, eh er wieder tief durch atmet.
"Hyung..."
"Ich bin gleich da, Minnie. Dann kuscheln wir uns reden über alles. Oder wir gucken einfach nur einen Film, okay?"
"J-Ja."
"Was mache ich nur mit dir, Minnie, mhm?"
"Du.. du k-kannst mich u-umbringen."
"Nein. Vergiss es. Niemals."
"S-Schade...D-Dann tue i-ich e-es h-halt s-selbst."
"Seungmin. Du wirst dich nicht umbringen..ich bin da. Soll ich klingeln?"
"Nein! Mein Vater ist da. Spinnst du? Komm durch den Garten..Bin eh im Gartenhaus."
"Okay."
"Minnie."
Seungmin sieht ihn an, weswegen der ältere zu ihm geht, sich neben ihm auf das Bett fallen lässt, ihn fest in seine Arme zieht.
"E-Es tut so w-weh."
"Ich weiß, Minnie..ich weiß. Ich wünschte ich könnte dir das alles nehmen." haucht der braunhaarige, drückt ihm ein Kuss auf dem Kopf.
"Wir wollen dir alle nichts böses, Puppy. Wir lieben dich alle...Nur stößt du uns alle von dir weg, wenn du in diesem tief bist."
"Ich stoße jeden von mir weg. Jeden der mir gut tut...Ich hasse es. Ich hasse mich so sehr dafür, Hyung...Warum bin ich nur so?"
"Weil du eine Krankheit hast, Min. Du wirst trotz allem geliebt. Von jedem von uns. Du bist nicht alleine. Niemals."
"W-Warum fühlt e-es sich d-dann immer so an?"
"Weil es da oben drin passiert."
Der braunhaarige tippt ihm vorsichtig an die Stirn. "Du lässt das da oben immer wieder gewinnen. Solange du diesen Gedanken die Kontrolle über dich selbst gibst, wird es sich niemals ändern."
Seungmin sieht den braunhaarigen weinend an, weshalb dieser ihn fester in seine Arme zieht, an sich drückt.
"Was möchtest du machen, Seungmin?"
"Ich würde so gerne sterben, Hyung...so gerne.", schluchzt Seungmin, klammert sich an ihm.
"Würdest du es wollen, hättest du mich nicht angerufen, Min. Du willst dieses Leben nicht mehr, ja, aber du möchtest nicht sterben. Du hast mich angerufen, weil du nicht mehr alleine sein wolltest, aus Angst dir wirklich was an zu tun."
Darauf sagt Seungmin nichts mehr, kuschelt sich mehr an die Brust des älteren, genießt die Nähe und Wärme.
Schließt dann seine Augen.
"Schlaf ein wenig...ich bin bei dir, Puppy. Die ganze Zeit."
"Sicher?"
"Natürlich. Ich lasse dich nicht alleine. Das weißt du ganz genau."
Seungmin brummt nur. "Tut mir leid, dass ich deinen Tag versaut habe."
"Ach wo. Auf Schule hatte ich eh keinen Bock mehr. Du hast mich also somit gerettet."
Seungmin lächelt kurz, sieht zu seinem Hyung hoch.
"Glaubst du er liebt mich noch?"
"Er liebt dich über alles, Seungmin... Natürlich ist er verletzt und wütend, aber er liebt dich mehr als alles andere in seinem Leben. Mach dir deswegen keinen Kopf."
"Ich habe es absolut verschissen mit ihm."
"Ich weiß...aber ihr bekommt es wieder hin, wenn du um ihm kämpfst, ihm zeigst wie sehr du ihn liebst. Denn ich denke, mehr möchte der Muskelprotz nicht."
"Denken ist nicht Wissen", sagt Seungmin, spielt mit seiner Kette.
Diese hat Changbin ihn Mal geschenkt und seid dem trägt er sie ununterbrochen.
"Ich weiß das er dich liebt. Reicht das nicht?"
"Nein."
"Schlaf ein wenig. Du siehst so aus als würdest du diesen dringend benötigen."
"Und du benötigst dringend eine Dusche. Du stinkst."
"So nett wie eh und je...Hab diese Seite von dir schon vermisst."
Darauf ist es ruhig zwischen den beiden.
Jeder hängt seinen eigenen Gedanken nach.
Doch genießen sie diese Stille.
"Seungmin?"
"Mhm?"
Der jüngere sieht zum braunhaarigen hoch, schaut ihn fragend an.
"Willst du wirklich sterben?"
"Ich weiß es nicht, Hyung...Ich weiß es einfach nicht...Ich habe das Gefühl nie irgendwas zu wissen. Nichts auf die Reihe zu bekommen..."
"Du bekommst so vieles auf die Reihe, Min. Du musst nur mehr an dich glauben und nicht immer diese Gedanken die Oberhand gewinnen lassen."
"Ich weiß..aber es ist so schwer...Ich vermisse ihn so sehr...bei ihm war es nie so. Bei ihm konnte ich glücklich sein.."
"Dann sage es ihm, Min. So wird er es doch niemals erfahren.."
Der braunhaarige blickt auf sein Handy.
"Wenn man vom Teufel spricht.."
"Changbin?", fragt Seungmin, greift nach Hyunjin seinem Handy.
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Silence (Minsung)
Fanfiction!! Triggerwarnung!! (Gewalt, Trauma, Panikattacken, Depressionen, Selbstverletzung, PTBS, Social Anxiety) "Wenn du auch nur noch ein einziges Mal redest, werde ich dich raus werfen, hast du mich verstanden? Du bist unerträglich. Deine Stimme ist un...
