Kapitel 1
"Oh Gott Baby." haucht Lia, als Jisung seine Augen geöffnet hat und sie nun müde und mit höllischen Kopfschmerzen ansieht.
Wo ist er?
Was ist überhaupt passiert?
Sie streicht über seinen Kopf, haucht ihm ein Kuss auf die Stirn.
"Was mache ich nur mit dir, mhm?"
"Wo bin ich?", fragt er leise, während er die schmerzen am gesamten Körper immer mehr mitbekommt.
"Du bist im Krankenhaus, Engel...du wurdest auf der Straße verprügelt. Erinnerst du dich nicht mehr?"
Jisung sieht sie an, während alles in seinem Kopf wieder zu vor kommt, ihn sich an alles erinnern lässt.
"Ich wurde verprügelt...Wo ist Minho..? Er war doch da...oder?"
Lia nickt, lächelt ihn sanft an.
"Ich habe ihn nach Hause geschickt, damit er etwas schlafen kann. Er war die letzten zwei Tage hier."
"Zwei Tage?"
"Ja Engel..du warst die letzten zwei Tage mehr bewusstlos als hier. Du warst zwar immer für ein paar Sekunden kurz anwesend, aber dann wieder weg. Minho ist dir nicht von der Seite gewichen." haucht Lia.
"Weißt du wer dich verprügelt hat? Die Polizei wird dir nämlich auch demnächst ein paar Fragen dazu stellen."
Jisung sieht sie an.
"P-Polizei? Mom, ich kann doch nicht...Ich.."
Seine Atmung wird immer hektischer, weshalb sie ihn versucht wieder zu beruhigen.
"Engel.."
"K-Keine P-Polizei! I-Ich...Nein..."
Er hält sich die Ohren zu, während er die Schüsse wieder hört, dann die Schreie.
Alles ist so laut...
Es soll aufhören...
"Schatz.", flüstert Lia, greift nach seinen Händen, doch reißt er sich panisch los.
"Yeosang..", haucht er immer wieder, weshalb sie seufzt, Tränen in den Augen bekommt.
Wieso kann sie ihrem Sohn eigentlich nie helfen?
Auch wenn sie es nicht möchte, drückt sie den roten Knopf.
Er muss beruhigt werden...
"Engel.."
Eine Schwester kommt herein, nimmt Jisungs Arm, welcher panisch aufschreit, den Tag des Amoklaufes wieder wiederholt in seinem Kopf.
Er ist zurück in der Vergangenheit, in diesem Tag, gefangen.
Sie spritzt Jisung ein Beruhigungsmittel, während Lia ihren Sohn weinend ansieht.
Sie hasst es, dass er so leiden muss.
Sie wünscht sich wirklich, dass sie ihm das alles nehmen kann.
Vorsichtig streicht sie durch seine Haare, während er sich beruhigt, sie müde und erschöpft ansieht.
"K-Keine P-Polizei."
"Versprochen Engel...keine Polizei.", flüstert sie, lächelt schwach.
Er greift nach ihrer Hand, umklammert diese.
Dann schließt er seine Augen und schläft ein.
Sie streicht beruhigend über seine Hand, beobachtet ihren Jungen.
"Hay.", hört sie Shownu sagen, weshalb sie zu ihrem Freund hoch sieht.
"Hay.", flüstert sie.
"Du hast ihn gerade verpasst. Er ist gerade wieder eingeschlafen.", flüstert sie, als er die Blumen auf dem Tisch abstellt, ihr ein Kuss auf den Hinterkopf drückt.
"Wie geht's ihm?"
"Ich weiß es nicht...Er scheint schmerzen zu haben, aber gerade ist sein Trauma mit ihm durchgegangen. Es war keine gute Idee ihn zur Schule zu schicken. Er war noch nicht bereit dazu."
"Engel, du meintest selbst, dass er mehr draußen ist, endlich Freunde hat."
"Und? Er ist verprügelt wurden. Ein Junge in seiner Schule macht ihn fertig und er musste seine Medikamente wieder erhöhen...Es war einfach noch zu früh."
"Dein Kind hat jemanden gefunden, der ihn auch ohne Tabletten glücklich macht."
"Wie bitte?"
"Er hat die Tabletten nicht genommen..Weißt du das nicht?"
Sie schüttelt den Kopf, sieht wieder zu ihrem Sohn.
"Er hat sie einfach abgesetzt?"
"Scheint so..tut mir leid, dass ich es dir nicht gesagt habe."
"Schon okay..", haucht sie.
"Wie soll ich ein Baby bekommen, wenn mein Baby so viele Probleme hat? Ich muss meine gesamte Aufmerksamkeit auf Jisung richten."
"Baby..", flüstert Shownu, legt eine Hand auf ihren Bauch.
"Er wird sein Geschwisterchen lieben."
"Und wenn nicht? Er ist Krank und braucht unglaublich viel Aufmerksamkeit, Shownu..Ich...Ich kann das nicht.", schluchzt sie.
"Ich kann das alles nicht mehr mit ansehen...er leidet so sehr unter allem..Er leidet so sehr unter diesem Amoklauf vor zwei Jahren...Die Therapie scheint auch nichts zu bringen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter."
Die Tür geht auf, weswegen Lia sich schnell die Tränen weg wischt, Felix ein schwaches Lächeln schenkt.
"Er schläft schon wieder, Lix. Tut mir leid."
"Schon okay, Noona." sagt Felix, lächelt sie sanft an und reicht beiden ein Becher Kaffee.
"Du bist ein Schatz, danke." haucht sie.
"Gerne."
Felix setzt sich, sieht zu seinem besten Freund, welcher im Schlaf mit weinen begonnen hat.
"Sungie.", haucht er, nimmt seine Hand, haucht dort ein Kuss drauf.
"Es ist alles in Ordnung, hörst du? Du bist in Sicherheit."
Lia beobachtet die zwei, beißt sich auf die Innenwange um nicht in noch mehr Tränen aus zu brechen.
Warum kann es nicht einfach einmal normal sein?
DU LIEST GERADE
Silence (Minsung)
Fiksyen Peminat!! Triggerwarnung!! (Gewalt, Trauma, Panikattacken, Depressionen, Selbstverletzung, PTBS, Social Anxiety) "Wenn du auch nur noch ein einziges Mal redest, werde ich dich raus werfen, hast du mich verstanden? Du bist unerträglich. Deine Stimme ist un...
