Always and forever

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(Johns POV)

Sherlock und ich sind zusammen. Ein Paar. Und wenn man den Zeitungen und unseren Freunden Glauben schenkt, das süßeste Londons. Ich denke, dabei sprechen sie viel mehr von Sherlock als von mir. Denn auch, wenn ich es nie für möglich gehalten hätte - Sherlock Holmes ist wahnsinnig gut darin, mein Freund zu sein. Nicht, dass ich dachte, er wäre es nicht, ich habe nur nie geglaubt, er wäre für eine Beziehung auch nur ansatzweise geeignet. Aber das ist er. Auch, wenn er es selbst anders sieht.

In den letzten zwei Monaten habe ich viel gelernt. Ich weiß jetzt, dass Sherlock nicht nur distanziert und kalt, sondern vor allem ziemlich anhänglich und fürsorglich sein kann, und dass er mich nie aufstehen lässt, ohne mich nicht noch einmal an sich zu ziehen und sein Gesicht in meinen Haaren zu vergraben. Ich weiß, dass duschen zu zweit noch viel schöner und deutlich unbequemer ist und dass man sich in unserer Dusche nirgendwo festhalten kann. Ich weiß, dass Sherlocks Hand perfekt in meine passt und wie gut es sich anfühlt, wenn er sie hält. Und dass man besser nicht mit einer wilden Knutscherei auf dem Klo die Beziehung bekannt gibt. Schon gar nicht auf einer Hochzeit und wenn der Vater des Freundes dabei zu sieht.

Ich habe viel über Sherlock gelernt und mindestens genauso viel über mich. Mir ist klar geworden, dass es in Ordnung ist, Angst vor dem anders sein zu haben und dass es okay ist, genau das zu sein. Ich bin nicht wie die anderen. Ich bin kompliziert und ich bin einfach. Ich bin verschlossen und ich bin loyal. Ich bin unsicher und mutig. Ich bin ein Freund, ein Sohn, ein bester Freund, ein Vertrauter. Ich gehöre zu meiner und jetzt auch zu Sherlocks Familie. Und ich bin ein bisschen schwul. Und auch das ist jetzt okay für mich.

Wenn Sherlock und ich uns küssen und ich die blöden Blicke der anderen bemerke, stört mich das noch immer. Aber dann zieht Sherlock mich an sich und küsst mich wieder und wir müssen lachen und mir ist es plötzlich doch nicht mehr wichtig, was andere von mir denken. Weil es Wichtigeres gibt. Zum Beispiel Sherlocks Körper gerade neben mir. Ich weiß, dass ich morgen neben ihm aufwachen werde. Und übermorgen auch. Und überübermorgen. Gerne für immer.

Ich schlage die Decke zurück und will aufstehen, habe schon fast das Bett verlassen, als Sherlock sich hinter mir regt und träge meine Hand packt.

„John", höre ich ihn leise murren. Seine Stimme ist verschlafen und kratzig und so, wie man sie nur hört, wenn man neben jemanden aufwacht. „Komm wieder zurück ins Bett."

Ich muss lachen, lege mich wieder hin und drehe mich zu ihm um. Sherlocks Gesicht ist dicht vor meinem und ich liebe es, dass ich ihn jeden Morgen so sehen kann. Mit diesem verliebten, schiefen Grinsen und den zerzausten Locken. Er hat einen Kissenabdruck an der Wange und das Funkeln in seinen Augen, was mich jedes Mal zum glücklichsten Menschen der Welt macht, wenn er mich ansieht.

Er beugt sich zu mir, stützt beide Arme neben meinem Kopf ab und haucht mir einen zarten Kuss auf die Lippen. Ich muss lächeln, ziehe ihn an und auf mich, küsse ihn wieder, fahre durch seine verwuschelten Haare. Ich spüre seine weiche, nackte Haut auf meiner und wie sein Herz über meinem schlägt. Dumpf und schnell und in einem Rhythmus. Sherlock küsst meinen Hals und mein Schlüsselbein, dann meine Brust und meinen Bauch. Die Gänsehaut folgt seinen Lippen und ich kralle meine Finger fester in seine Haare.

Sherlock hebt den Kopf und sieht zu mir hoch und bei diesem Anblick fühlt sich mein Herz an, als wollte es explodieren. Ich sehe die Worte in seinem Blick, bevor er sie ausspricht.

„Ich liebe dich, John."

Ich muss lächeln und setze mich auf, um sein Gesicht in beide Hände nehmen und ihn küssen zu können.

„Ich dich auch, du Dummkopf", flüstere ich und lasse mich mit ihm zurück in die weichen Laken sinken.
Eigentlich wollte ich aufstehen, Frühstück machen, meinen Blog schreiben. Aber als Sherlock mit seinen Händen zwischen unsere Körper fährt und mir damit ein leises Seufzen entlockt, will ich das plötzlich doch nicht. Vielleicht bleibe ich einfach noch ein bisschen liegen. Und genieße das, von dem ich immer geglaubt habe, es nie haben zu können.

Eine Beziehung mit Sherlock Holmes.


Ende


Heyyy!

Eine kleine Frage vorweg: Habt ihr Oneshot-Wünsche/Ideen?

Außerdem möchte ich euch allen an dieser Stelle von ganzem Herzen danken. Ganz besonderes LostMountain und ----Fuck_it------- und Just_a_whale und N22iall_Holmes, die mir regelmäßig ein dickes Grinsen aufs Gesicht gezaubert haben.
DANKE!!!

Ich hoffe, wir alle lesen uns bald wieder!
Bis dahin,

Eure Leli


When they kissedWo Geschichten leben. Entdecke jetzt