Y/N

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Irgendwie verspürte ich ein Kloß im Hals, als er mir das sagte und ich fragte mich, wie er wohl die ganzen anderen Frauen, die er bisher hatte, geküsst hatte? Doch weiter machte ich mir keine Gedanken und schloss meine Augen, als seine Lippen sich auf meine legten. Es war ein wirklich sehr sanfter und angenehmer Kuss und ich musste zugeben, dass ich wieder Herzklopfen bekam.

So etwas hatte ich bei Yujis Kuss nicht verspürt.

Satoru nahm wieder Abstand und wir drehten uns zu der Menge, die aufstand und anfing zu klatschen. Danach gab es unzählige Glückwünsche und wir wurden kurz darauf zu einem riesigen Saal geführt, der für die ganzen Gäste genug Platz hatte. Es standen viele runde Tische, die sehr schön dekoriert waren, hier wurden die Farben Weiß-Gold gewählt. In der Mitte vom Saal und direkt vor den Plätzen des Brautpaares gab es eine freie Fläche, um zu tanzen.

Da fiel mir ein, dass ich mit Satoru noch meinen ersten Tanz haben würde. Bei dem Gedanken wurde ich nervös und ließ mich von Satoru zu unseren Plätzen führen. Wir hatten von uns aus einen perfekten Blick über alle Gäste, die sich ebenfalls zu ihren Plätzen begaben. Ich nahm mein Champagnerglas und zwang mich zu einem Lächeln.

»Vielen Dank, dass ihr alle zu unserer Hochzeit erschienen seid. Bitte genießt das Essen«, läutete ich somit die Feier ein und die Kellner begannen die Gäste zu bedienen. Als ein Kellner bei uns ankam, sah ich kurz Satoru an und dann wieder zum Kellner. »Sie bekommen eine ganz besondere Aufgabe«, begann ich zu sprechen und zeigte auf unsere Gläser »Sorgen sie immer für Nachschub, sobald die Gläser leer sind«, fuhr ich fort.

»Selbstverständlich, Lady Gojo« sagte er und ging wieder. Ich sah zu Satoru und setzte mich hin.

»Du brauchst auch Alkohol, um diesen Tag zu überstehen, oder?«, fragte ich und trank mein Glas leer.

»Wir mir scheint, hast du vor, alle unsere Gäste binnen kürzester Zeit abzufüllen«, stellte er fest und nahm sein Glas in die Hand und nahm einen großen Schluck vom Champagner.

Ich lehnte mich zurück und zog etwas an meiner Corsage, die mir immer noch die halbe Luft weg schnürte.

»Dann können wir wenigstens schneller von hier verschwinden«, erwiderte ich und hob mein Glas an, sodass der Kellner mein leeres Glas bemerkte und dieses sofort wieder auffüllte. Im selben Moment wurde das Essen serviert und die Gäste begannen zu essen. Es gab natürlich nur das Beste vom Besten und wie ich bereits sagte, wollte ich echt nicht wissen, wie teuer die gesamte Hochzeit war. Ich fing ebenfalls neben Satoru an etwas zu essen, aber da ich heute noch nichts gegessen hatte und auch normalerweise nicht viel aß, schaffte ich auch hier nur ein wenig. Mein Teller war noch voll, als ich schon wieder aufhörte zu essen.

»Iss«, forderte Satoru mich auf und sah auf meinen Teller.

»Ich kann nicht mehr«, sagte ich und trank mein zweites Glas halb leer. Ich sah schon den Blick meiner Mutter, er war wie immer erdrückend, wenn sie mich beim Essen beobachtete.

»Iss!«, bestimmte Satoru etwas brüsker und sah ebenfalls zu meiner Mutter. Im Augenwinkel sah ich seinen verachtenswerten Blick, den er meiner Mutter schenkte und dann wie er sich zu mir wandte »Du kannst mir nicht weismachen wollen, dass du keinen Hunger mehr hast. Das ist Schwachsinn. Du hast kaum was gegessen heute. Du bist hungrig. Du bist jetzt meine Frau, und wenn du Hunger hast, isst du, so viel du willst und wann du willst«, sprach er bestimmend und sah auf mein halb leeres Glas. »Außerdem, wenn du nicht in zwanzig Minuten unter dem Tisch liegen willst, und das nicht aus dem guten Grund, brauchst du Grundlage, um den Alkohol aufzusaugen«, fügte er hinzu.

Ich sah Satoru verwundert an.

»Ja, ich bin deine Frau, aber tue bitte nicht so, als würde dich das interessieren«, gab ich zurück, weil mich das nervte. Ich wollte nicht, dass er wusste, dass ich ein Problem hatte. Als er aber nicht nachgab, stach ich mit der Gabel in das Stück Steak und schob es mir vor seinen Augen in den Mund. »Zufrieden?«, fragte ich und sah im Augenwinkel Yuji. Weshalb ich von meinem Platz aufstand »Entschuldige mich bitte«, nuschelte ich mit vollem Mund und begab mich zu ihm.

Satoru x Reader --- Set Me Free ---Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt