Satoru

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Sie folgte mir mit meinem Blick und sah dann auf den Zettel.

»W... was ist das?«

Y/N trat näher und ich schmunzelte, weil es sie so verwirrt aussah. Ich zwang mich dazu, mein Lächeln aufzugeben und versuchte möglichst ernst zu sein. Ich räuspert mich. »Scheidungspapiere.«

Ihre Augen weiteten sich.

»Hääää!?«, fragte ich geschockt und riss ihm den Zettel vom Tisch »Rosell! Bring mir den Vorschlaghammer!«, rief ich laut.

Ich blieb ernst und schob die Zettel in ihre Richtung. »Du denkst, ich scherze? Sieh selbst.«

»Miss, sie haben gerufen?«, fragte Rosell und stand in der Tür. Y/N starrte auf den Zettel. »Du kannst wieder gehen«, erklärte sie mit ernster Miene und ihre Zofe verschwand wieder. Dann sah sie zu mir hoch. »Wieso?«

Ich musste an mich halten, ernst zu bleiben, denn ihr Gesicht siegelte so viele Emotionen wieder, dass ich sie kaum zählen konnte. Wut, Trauer, Enttäuschung.

»Weil diese Ehe von Anfang an falsch war. Du wolltest das nicht und ich auch nicht und ich denke, wenn wir etwas weiterführen, was so angefangen hat, werden wir scheitern. Also beenden wir das Ganze doch jetzt.«

Sie starrte mich an und die Fassungslosigkeit war deutlich zu erkennen. Dann sah Y/N wieder auf den Zettel. Sie hob die Hände und wollte das Blattpapier offensichtlich zerreißen, aber ich bremste sie und packte ihre Handgelenke. Ich nahm ihr den Zettel ab und legte ihn wieder auf den Tisch.

Okay, ich konnte nicht mehr und das Grinsen zuckte an meinen Mundwinkeln. Sie musste denken, ich sei der größte Arsch.

Dennoch sagte ich todernst: »Unterschreib den Zettel. Los. Ich will, dass hinter uns bringen. Und wenn du es nicht freiwillig machst, zwinge ich dich dazu.« Mein Lächeln wurde wölfisch. »Wir wissen beide, dass du gegen mich keine Chance hast. Ich will die Scheidung. Jetzt.« Ich tippte mit dem Finger auf eine leere Linie auf dem Papier. »Hier kommt dein Name hin.« Dann deutete ich auf zwei andere. »Dort habe ich unterschrieben und der Notar hier. Sobald du das getan hast, sind wir ab diesem Moment nicht mehr verheiratete.«

»Ist mir scheiß egal! Ich unterschreib hier gar nichts!«, fauchte sie aufgebracht und ging paar Schritte zurück. »Satoru! Wenn du das wirklich ernst meinst, bring ich dich diesmal zu tausend Prozent um!« Sie ging rückwärts, langsam Richtung Tür. »Ich werde einen Teufel tun und diesen Haufen scheiße unterzeichnen!« Ihre Hand auf der Türklinke funkelte sie mich an. »Versuch doch, mich zu zwingen! Verdammter Penner!«

Mein Gott, ich liebte sie.

Einen Schritt auf sie zu rennend, packte ich Y/N von hinten und fasste sie an den Armen.

»Unterschreib!« Gott, ich zwang mich, das Lachen in meinen Worten zu unterdrücken. »Ich. Will. Die. Scheidung. Was ist daran so unverständlich?« Ich zog sie mit mir, löste eine Hand nur gerade so lange, damit ich ihr den Kulli in die Hand drücken und auf das Papier setzen konnte. »Los! Oder willst du mit einem Mann eine Ehe führen, der es SO nicht will?«

»Lass mich los! Wieso bist du auf einmal so!!!«, schrie Y/N mich an und jetzt fing sie an zu weinen. »Ich dachte, wir wären glücklich! Du Arsch! Hast du mich angelogen? Ich verstehe das nicht«, schluchze sie. Ich hielt sie stumm weiter fest, weshalb sie heulend und mit zittriger Hand ihren Namen drunter schrieb. »Du bist so ein Arschloch!«

Ich drehte sie zu mir herum und lächelte sie an. Genau in dem Moment kam Toji herein. Ich nickte ihm zu und er sah Y/N mit gezogener Braue an.

»Bisschen viel, oder? Sie ist schwanger, du Arschloch. Das wäre doch bestimmt auch anders gegangen, oder?«

Satoru x Reader --- Set Me Free ---Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt