Y/N

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Ich stand eine ganze Weile noch da und starrte die Tür an, hinter der Satoru verschwand.

Immer wieder war es dasselbe, er blockte ab, er schob mich weg von sich. Immer, wenn ich versuchte, ihm näherzukommen, versuchte, ihn kennenzulernen, blockte er ab. Ich fasste mir wieder an den Kopf und hielt mich am Schreibtisch feste. Auf einmal war mir schwindelig und ich stolperte leicht nach vorne.

Ich schloss meine Augen und versuchte zu atmen. Ein und wieder aus, bis es mir besser ging und das Schwindelgefühl wieder verschwand. Ich stützte mich mit beiden Händen am Schreibtisch ab und ließ mich dann in den Schreibtisch Stuhl fallen. Ich rieb mir die müden Augen und nahm mein Handy in die Hand. Ich las mir die Nachricht von Toji vor und nickte nachdenklich. Danach schrieb ich Yuji, den ich eine ganze Weile schon nicht mehr gesehen hatte.

> Hello mein Bester, hättest du vielleicht Lust shoppen zu gehen? <, fragte ich und stand langsam wieder auf und verließ ebenfalls das Büro.

> sag mir wann und wo. Es wird Zeit, dass ich meine beste Freundin wieder sehe. < antwortete er.

»Miss Y/N«, lächelte Rosell mich an, als ich zu meinem und Satorus Zimmer kam.

Ich lächelte ebenfalls, aber mehr, weil die Erinnerung, dass mich Satoru, kurz nachdem wir aus den Flitterwochen zurückgekehrt sind, mit Rosells Ankunft überrascht hat. An diesem Tag war ich wirklich glücklich.

»Rosell kannst du mir bitte beim fertig machen helfen, ich treffe mich gleich mit Yuji und wir gehen shoppen«, bat ich sie, während sie mir die Tür aufhielt, und nickte.

»Selbstverständlich, Miss Y/N«, sagte sie und schloss die Tür hinter sich wieder. Während sie mir die Haare machte, sah ich wieder auf mein Handy.

>Wie wäre es in der innen Stadt in 30 Minuten? <, fragte ich.

>ich bin in 10 da (Zwinker-Smilie) <

>Warte auf dich xoxo<

Ich schüttelte schmunzelnd den Kopf und machte mich so weit fertig.

Danach nahm ich die Black Card von Satoru und steckte sie mir in die Handtasche.

»Passen sie auf sich auf, Miss Y/N«, verabschiedete sich Rosell von mir.

Ich umarmte sie. »Kannst du bitte nach Satoru schauen und ihm vielleicht einen Kaffee machen? Er schien vorhin ziemlich müde zu sein«, flüsterte ich ihr zu und sie nickte.

Denn es war nicht das erste Mal, dass ich Rosell um so etwas bat. Auch wenn ich es nicht immer zeigte, machte ich mir sehr viele Sorgen um Satoru. Seit wir zurück waren, war er wie ausgewechselt und auch wenn ich selbst zu seinem Drogenkonsum kaum etwas sagte, so hatte ich jedes Mal Angst, dass ich irgendwann neben ihm aufwachte und er nicht mehr atmete.

»Danke schön«, flüsterte ich und verließ das Anwesen.

Plötzlich hupte jemand, als ich nach draußen lief. Ich sah zu dem Auto, das vor dem Eingang stand und lief die Treppen hinunter. Derjenige ließ das getönte Fenster runter und fragte: »Taxi gefälligst?«

Ich schaute ihn verwirrt an, bis ich begriff, dass es Yuji war. Sofort fing an zu lachen.

»Du bist echt der beste!«, rief ich und lief die letzten Meter mit schnellen Schritten zu seinem Auto. Ich beugte mich zu seinem Fenster runter. »Du bist echt ein Schatz!«, grinste ich und stieg in den Wagen ein. »Wie geht es dir?«, fragte ich, während ich mich anschnallte und danach Yuji mit einem Kuss auf die Wange begrüßte.

»Gut«, antwortete er und schob seine Sonnenbrille runter. »Und wie-«, wollte er fragen und stoppte. »Gehts dir gut? Shit, Y/N alles klar, du bist total blass!«

Satoru x Reader --- Set Me Free ---Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt