Erfreuliche Entwicklung

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Einige Sekunden lang sagte niemand etwas. Dann krächzte Kreacher: "Der Meister hat es geschafft! Meister Sirius hat es geschafft, den letzten Befehl von Meiser Regulus zu erfüllen! Wie kann Kreacher dem Meister nur jemals danken?"
Sirius reagierte nicht, sondern blickte mit leerem Blick geradeaus hinüber zu James, Remus und Lily.
"Du glaubst doch nicht das, was Voldemort dir eben erzählt hat oder, Tatze?", fragte James vorsichtig. "Du weißt doch, wir alle würden dir unser Leben anvertrauen. Lily und ich vertrauen dir das Leben unseres Sohnes an, weil wir wissen, dass du eher sterben würdest, als uns zu verraten! Genauso wie wir es für dich tun würden."
Ruckartig nickte Sirius mit dem Kopf. "Ja!", stieß er hervor. "Ja, du hast recht. Das war nur Voldemort! Wäre doch gelacht, wenn wir uns von dem entzweien lassen würden!"


Er ging auf die drei zu und schloss sie fest in die Arme. "Ich habe meinen Bruder gerächt!", schluchzte er. "Ich habe mich an diesem Bastard gerächt! Und wir werden ihn ein für allemal vernichten!" Die letzten Worte schrie er heraus und alle anderen stimmten ihm zu. Dann wandte er sich wieder Kreacher zu. "Ich danke dir, Kreacher. Du warst sehr mutig, das alles zu erzählen. Regulus wäre sehr stolz auf dich."
Wieder brach der alte Elf in Tränen aus. "Der Meister ist so gut zu Kreacher, dabei hat Kreacher das gar nicht verdient. Was soll Kreacher jetzt tun, Meister Sirius?"

Sirius überlegte eine Weile. "Bis auf Weiteres verbiete ich dir, dieses Haus zu verlassen, Kreacher", sagte er schließlich. "Auch wenn meine Mutter nach dir ruft, reagiere nicht darauf. Bleib hier. Und ich verbiete dir, dich deswegen selbst zu bestrafen."
Kracher sah ihn mit großen Augen an. "Aber Kreacher muss zu seiner Herrin kommen, wenn die Herrin nach Kreacher verlangt."
Doch Sirius schüttelte den Kopf. "Wenn du zwei Befehle bekommst, die sich widersprechen, dann liegt es in deiner Entscheidung, welchem du folgst. Also kannst du selbst entscheiden, ob du meiner Mutter oder mir folgst."
Sirius kniete sich jetzt hin und legte dem Elfen die Hände auf die Schultern. "Und ich bitte dich, hier zu bleiben und meiner Mutter keinen Hinweis darauf zu geben, wo du dich aufhältst. Das wird helfen, die Mission meines Bruders zu vollenden."
Kreacher schaute ihn immer noch ungläubig an. "Meister Regulus hatte eine Mission?"
Sirius nickte. "Ja, die hatte er. Das Medaillon zu zerstören, war ein Teil dieser Mission. Aber noch ist die Mission nicht vollendet. Du kannst helfen, Regulus' Mission zu vollenden, indem du hier in diesem Haus bleibst."

Kreacher nickte überwältigt. "Kreacher wird alles tun, um die Mission des Herrn Regulus zu erfüllen! Kreacher wird dieses Haus nicht verlassen, bis Meister Sirius es ihm befiehlt."
"Danke, Kreacher", sagte Sirius und richtete sich auf. "Auf dem Dachboden ist eine Kammer. Dort kannst du wohnen." Wieder liefen dem Elfen Freudentränen über die Wangen, er bedankte sich schluchzend bei Sirus und verschwand über die Treppen nach oben.
"Siehst du?", wandte sich Hermine an Sirius, "Was habe ich dir gesagt? Wenn du ihn gut behandelst, dann ist er auch sofort freundlich zu dir."
"Ja, du hast ja recht, Hermine", antwortete Sirius. "Inzwischen habe ich das auch gemerkt."
Nun mischte sich Albus in das Gespräch ein. "Wir sollten uns jetzt überlegen, wie wir weiter vorgehen wollen. Es bleiben jetzt noch zwei Horkruxe, das Tagebuch im Hause von Lucius Malfoy und der Trinkpokal irgendwo in der Mysteriumsabteilung des Zaubereiministeriums. Die Frage ist, welchen versuchen wir zuerst zu erlangen?"

"Das Problem ist", meldete sich nun James zu Wort, "wenn wir mit einer offiziellen Hausdurchsuchung zu Malfoy kommen und das Tagebuch mitnehmen, dann wird Voldemort umgehend davon erfahren. Erst recht, wenn wir ein Duplikat dort lassen, wird er wissen, dass wir auf seine Horkruxe aus sind. Eventuell würde er auch sofort persönlich dort auftauchen."
Albus nickte beifällig. "Ich sehe, du hast die Tragweite des Problems verstanden. Ich denke, wir sollten zunächst Informationen einholen, sowohl zu dem einen als auch zu dem anderen Horkrux. Und wir sollten auch in Betracht ziehen, zunächst den aus dem Ministerium zu holen. Ich werde Severus beauftragen, in dieser Hinsicht unauffällig nachzuforschen."

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