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Mit meinen Schuhen in der Hand lief ich neben Kyle durch den warmen Sand des Strandes. Die orangerote Sonne kam dem Horizont langsam nahe und ich genoss das sanfte Rauschen der Wellen.
Der Sonnenuntergang war beinahe so zauberhaft anzusehen wie der Sonnenaufgang. Nur irgendwie hatte der Aufgang früh am Morgen einen noch bezaubernderes Strahlen.

Kyle hatte meine linke Hand fest umschlossen und spazierte langsam neben mir her. Auch er hatte seine Schuhe und Socken ausgezogen, damit sie nicht vom feinen Strandsand infiltriert wurden.

"Der Sonnenuntergang ist wirklich schön heute Abend", raunte er mir zu und blickte mich mit einem weichen Blick an.

"Ja, es ist wirklich schön hier", erwiderte ich zufrieden und starrte gebannt zu der immer weiter sinkenden Sonne. Wie konnte es sein, dass die untergehende Sonne im Stande war, ein solches Kunstwerk an den Himmel zu zaubern.

Zufrieden darüber, dass mein Leben zur Zeit ganz angenehm verlief, sog ich den frischen Duft von Kyles After Shave durch die Nase und verlangsamte meine Schritte. Dieser wurde ebenfalls langsamer und warf mir einen fragenden Blick zu.

Trotz seiner Verwirrung darüber, weshalb ich das Tempo drosselte, mit dem ich den Strand entlang schritt, blieb er stumm. Ich lächelte ihn an, als ich endgültig im warmen Sand stehen blieb.
Seine sonst so harten Gesichtszüge waren weich und einladend, weshalb ich der Einladung nachging und meine Lippen vorsichtig auf seine drückte.

Auf Zehenspitzen stehend ließ ich meine Schuhe in den Sand fallen und schlang meine Arme um seinen Nacken. Kyle reagierte erst etwas perplex auf meinen Kuss, doch kurz darauf griff er fest nach meiner Taille und zog mich näher an sich heran.

Meine Lippen verschmolzen fast mit den seinen, die Kraft in meinen Beinen drohte nachzulassen und mich von den Zehenspitzen zu holen.

Kyle löste sich aus dem wirklich intensiven Kuss und sah mich mit Augen, so groß wie Tellern an.
"Womit habe ich das verdient?", flüsterte er und bevor ich in der Lage war zu antworten, zog er mich erneut an sich und wir führten den Kuss von dort aus weiter, wo wir ihn unterbrochen hatten.

Solch einen Kuss konnte kein Film nachstellen. Weder Kyles starken Griff um meine Taille, noch die Gefühle die das aneinander pressen unserer Lippen in meinem Bauch verursachte. Das war womöglich niemals in Worte zu fassen was Kyle in mir auslöste.

Die Gefühle wurden nur stärker, ja intensiver der Kuss wurde.

Verflixt nochmal!

Kyle Everstone hatte mich wirklich um seinen Finger gewickelt, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte. Obwohl mich das mittlerweile nicht mehr so sehr störte wie einige Wochen zuvor.

"Mae", raunte mir mein Verlobter zu, nachdem wir bestimmt Minuten lang küssend im Sand standen.

Seine Augen bohrten sich fast in meine eigenen hinein und ich versuchte dem intensiven Blick standzuhalten. Das war gar nicht so einfach, da sein Blick wie ein Speer war.

Ich hätte noch Stunden lang so stehen bleiben können mit ihm, doch Kyle brach nach einigen Minuten den Augenkontakt ab und sein Blick zuckte von meinem Gesicht zu meinen Füßen und zurück zu meinem Gesicht.

"Mae, du machst mich wahnsinnig. Auf die Gute Weise. Und das habe ich nie für möglich gehalten", sagte er und zum Ende des Satzes hin schwand seine Stimme immer mehr, bis er nur noch ein Hauchen hervorbrachte.

Ich lies meine Hände aus seinem Nacken sinken und legte den Kopf schief. Er lockerte den festen Griff um meine Taille um mich etwas von ihm zurückweichen zu lassen.

"Wieso? Ich hatte schon immer das Gefühl, dass du etwas mehr als nur Neckereien für mich übrig hattest, Everstone", grinste ich frech und hob meine Schuhe vom sandigen Boden auf.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Feb 06, 2025 ⏰

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