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Ich starrte das Bild an. Mein Herz pochte so laut, dass ich das Gefühl hatte, es würde gleich aus meiner Brust springen.
„Nein... das kann nicht sein..." flüsterte ich leise, während meine Hände zitterten. Ich zoomte in das Bild hinein, so nah, dass ich fast nichts mehr sah außer zwei Gesichter – Domenico... und diese Frau.

Mein Atem wurde flach. Ich spürte, wie mir Tränen in die Augen stiegen, aber ich blinzelte sie sofort weg.
„Nicht jetzt, Bianca... nicht jetzt", murmelte ich.
Ich wollte es nicht glauben, aber innerlich wusste ich, dass ich die Wahrheit längst gespürt hatte.

Ich stand langsam auf, spürte, wie sich mein Magen zusammenzog. Die Musik, das Lachen der Mädels, alles um mich herum war plötzlich weit weg. Es war, als würde die Welt um mich herum stehen bleiben.

„Bibi? Alles okay?" rief Giana, als sie merkte, dass ich länger nicht zurückgekommen war.
Ich drehte mich zu ihr um, lächelte gezwungen und nickte.
„Ja... alles gut. Ich... ich bin nur ein bisschen müde."

Niemand musste wissen, was ich gerade gesehen hatte. Nicht jetzt. Nicht hier.

Ich griff nach meiner Tasche, packte hastig meine Sachen zusammen, ohne etwas zu sagen. Mein Handy vibrierte wieder, doch ich ignorierte es. Die Nachrichten vom Unbekannten blitzten auf, aber ich konnte es nicht mehr ertragen.

Ich war wie betäubt.

„Wo willst du hin?" fragte Isabella, während ich meine Jacke überzog.
„Nach Hause", sagte ich nur leise.
„Aber... es ist mitten in der Nacht?"
Ich nickte. „Ich muss... einfach weg."

Keiner hielt mich auf. Vielleicht sahen sie in meinen Augen, dass jetzt kein Wort mich hätte zurückhalten können.

Ich ging langsam aus der Suite. Der Flur war still, nur das gedämpfte Licht über mir flackerte kurz. In meinen Ohren rauschte es. Mein Kopf war voller Gedanken, aber gleichzeitig leer. Ich drückte den Aufzugsknopf und wartete.
Es dauerte ewig, bis die Türen sich öffneten.

Als ich draußen ankam, schlug mir die kühle Nachtluft entgegen. Ich atmete tief ein. Der Wind trug den Geruch von Regen mit sich, obwohl der Himmel klar war. Ich rief mir ein Taxi und stieg ein, ohne nachzudenken.

„Wohin?" fragte der Fahrer müde, während er in den Rückspiegel sah.
„Nach Hause", antwortete ich leise und nannte ihm die Adresse meiner Eltern.

Die Straßen waren leer, nur hin und wieder fuhr ein Auto an uns vorbei. Ich lehnte meinen Kopf gegen die Scheibe und sah nach draußen. Die Stadtlichter verschwammen zu einem goldenen Nebel. Ich spürte, wie mir die Tränen über die Wangen liefen, lautlos, unbemerkt.

Ich wollte schreien, wollte weinen, wollte fragen, warum — aber alles, was aus mir herauskam, war ein leises Zittern.
Ich zog mein Handy aus der Tasche, öffnete die Nachrichten, sah wieder auf das Bild.
Domenico. Diese Frau. Sein Arm um sie.
Ich drückte den Bildschirm aus.

„Betrüger", flüsterte ich.
Das Wort brannte auf meiner Zunge.

Als wir vor dem Haus meiner Eltern hielten, bezahlte ich und stieg aus. Es war fast drei Uhr morgens. Das Haus war dunkel, nur im Flur brannte ein schwaches Licht. Ich schloss die Tür leise auf und trat ein.

Alles war so vertraut. Der Duft nach Vanille und Kaffee hing noch immer in der Luft.
Ich zog meine Schuhe aus, legte meine Tasche ab und blieb im Flur stehen.

Was soll ich sagen?
Wie soll ich erklären, dass mein Leben in einem Moment einfach zerbrochen ist?

Langsam ging ich die Treppe hoch. Im Schlafzimmer meiner Eltern brannte ein Licht. Wahrscheinlich hatten sie mich gehört. Ich klopfte leise an.

It Was Love That Brought Us BackGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt