Kapitel 4✔️

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Es war jetzt mittags und die Sonne schien mit all ihrer Kraft auf mich hinab. Ich ging in Richtung Hudson River zur Bushaltestelle. Als ich dort ankam, stand der Bus bereits dort. Ich stieg ein und setzte mich auf einen Sitz direkt neben einem Fenster, weil ich es liebte die Leute und die Natur zu beobachten während des Fahrend.Nach ungefähr 10 Minuten Fahrzeit erreichte der Bus, die Haltestelle, an der ich aussteigen musste.

Ich stieg aus und ging 3 Blocks weiter bis ich das Haus von Claire erreicht hatte. Sie saß auf der kleinen Terrasse vor der Eingangstür und arbeitete auf ihrem Laptop. Ich lächelte sie nur ganz kurz an und ging dann hoch in mein Zimmer, was sehr schön mit Sonnenlicht durchflutet war. Ich setzte mich auf den Stuhl, der vor dem kleinen Schreibtisch stand. Die Sonne schien mir jetzt direkt in mein Gesicht und ich hatte das Gefühl, dass sie mich trösten wollte, aber es half nicht. Mein Gesicht wurde mit Tränen überflutet. Ich versuchte mich zu erinnern, ob ich doch etwas gesehen oder gehört habe in jener Nacht, aber es war sinnlos. Sobald ich an diese Nacht dachte, erinnerte ich mich nur noch an den Schmerz, dass ich meine Eltern vielleicht nie wieder sehen würde. Nach einer halben Stunde kam Claire zu mir hoch.

,, Ich habe gerade einen Anruf von Mrs Fling gekriegt. Sie macht sich sehr Sorgen um dich. ", sagte sie zu mir. Ich schaute sie an und dabei sah ich den leidenden Gesichtsausdruck in ihrem Gesicht.

,, Es ist alles in Ordnung.", sagte ich zu ihr. Ihr Gesichtsausdruck hellte sich wieder auf, doch tief im inneren wusste sie, dass nichts in Ordnung war.

Ich begleitete Claire nach unten in die Küche. Das Essen war bereits gekocht worden und der Tisch gedeckt. Ich setzte mich auf den Stuhl gegenüber von Claire und es herrschte eine schweigende Stille bis Claire sie brach:,, Chloe hat angerufen. Sie kommt heute Nachmittag vorbei. Ich dachte, ihr zwei könntet etwas gemeinsam unternehmen. Vielleicht shoppen? Was hältst du davon?".

,,Das klingt gut.", sagte ich daraufhin und damit war unsere Unterhaltung beendet.

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Am Nachmittag gingen Chloe und ich in die Stadt. Es war sehr schön Chloe wieder zu sehen, weil ich sie lange nicht mehr gesehen habe, aber ich konnte an nichts anderes denken, als an das was Mrs Fling gesagt hatte. Was wäre, wenn sie keine Beweise mehr finden würden? Würden sie die Ermittlung einstellen? Dann wären meine Eltern für immer verloren. Plötzlich riss mich Chloe aus meinen Gedanken: ,,Wie findest du dieses Kleid? Alexa?? Ist alles ok?".

,,Ja, ich habe gerade nur an etwas gedacht.", antwortete ich auf Chloe's Frage.

,,Komm wir gehen jetzt erstmal etwas trinken, was hältst du davon?", fragte sie, aber anstatt meine Antwort abzuwarten, nahm sie mich am Arm und zog mich hinter sich her.

Wir saßen nun in einem Café, was wir nur wenige hundert Meter weiter gefunden haben. Ein Kellner kam auf uns zu und fragte, was wir haben wollten. Chloe bestellte sich einen Kaffee und ein Stück Blaubeerkuchen und ich bestellte mir einen Kakao. Nachdem der Kellner wegging um unsere Bestellung abzugeben, fragte Chloe: ,,Was ist los Alexa? Ich kenne dich und ich weiß das etwas mit dir nicht stimmt.".

,,Ich denke nur gerade an das, was mir Mrs Fling gesagt hat.", sagte ich.

,,Was hat sie dir denn gesagt?", fragte Chloe neugierig. Ich konnte ihr schon immer alles erzählen, weil sie nicht so viele Fragen stellte wie andere Leute und sie immer aufmerksam zuhörte.

,,Sie meinte ich wäre die einzige die bei einer der Taten in der Nähe war und sie wollte wissen ob ich etwas komisches gesehen oder gehört hab, abgesehen von den Schreien. Aber ich konnte ihr nicht weiterhelfen.".

,,Und du hast jetzt Angst, das sie die Ermittlung einstellen werden", sagte Chloe mit sanfter Stimme.

,,Ja", antwortete ich. Dann kam der Kellner mit den Getränken und dem Kuchen.

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Nachdem wir alles getrunken und aufgegessen hatten, bezahlten wir bei dem Kellner und gingen daraufhin wieder auf die Straße. Es war bereits dunkel geworden und Chloe rief Claire an, dass sie uns abholen sollte.

Wenige Minuten später war Claire schon da und wir stiegen in den Wagen ein. Auf dem Weg redeten wir nicht miteinander und ich schaute nur aus dem Fenster. Abends war immer viel los in den Straßen von New York und an allen Straßenecken leuchteten bunte Schilder und viele Leute waren noch unterwegs. Zuerst setzte Claire Chloe an ihrer Wohnung ab, die in einem sehr schönen Viertel von New York in der dritten Etage lag. Chloe bot mir noch an bei ihr zu übernachten, aber ich lehnte das Angebot dankend ab. Dann fuhr Claire uns nach Hause. Als wir am Haus ankamen war es bereits 20 Uhr und ich war sehr müde. Ich ging die Treppe hinauf in das Badezimmer und zog mir den Schlafanzug an und putzte mir die Zähne. Dann ging ich in mein Schlafzimmer, legte mich in das Bett und schlief ein.

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Hey!
Das ist nun das vierte Kapitel, welches ich überarbeitet habe. Ich hoffe ihr habt noch ein schönes Wochenende und schöne Herbstferien. ❤️

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