Luke P.O.V.:
Um 20 Uhr entscheide ich mich nach Hause zu gehen. Als ich zuhause bin gehe ich zuerst in die Küche und mache mir etwas zu essen. Auf dem Küchentisch liegt ein sauber gefalteter Zettel, auf dem steht:
Hallo mein Schatz
Die Polizei meinte, dass ich so schnell wie möglich
auf das Präsidium kommen soll. Claire und Simon
sind auch da. Wenn etwas ist ruf mich an und wenn
du willst, kann auch Jason übernachten. Warte nicht auf
mich, denn ich komme erst sehr spät wieder.
Hab dich lieb
Mum<3
Schnell schreibe ich Jason, dass er vorbeikommen soll. Er kommt schnell her und wir essen etwas zusammen. Nach einer langen Diskussion entscheiden wir, als nächstes den Film Fast and Furious 7 zu schauen.
,,Glaubst du die Polizei hat etwas herausgefunden", fragt Jason mich plötzlich ein bisschen besorgt.
,,Ich weiß nicht, kann aber sein. Sonst hätten sie meine Mum nicht gebeten zu kommen", antworte ich ihm.
Wir schauen den Film weiter und schon nach kurzer Zeit, merke ich, wie meine Augen zufallen.
Mitten in der Nacht:
Durch ein Geräusch werde ich wach. Jason liegt immer noch neben mir und seine Augen sind geschlossen, woran ich erkenne, dass er schläft. Möglichst leise stehe ich auf, darauf bedacht, dass Jason nicht aufwacht. Ich gehe in die Küche, wo ich Mum sehe, wie sie am Tisch sitzt und den Kopf auf ihren Armen abstützt. Ich setze mich neben sie, woraufhin sie mich für zwei Sekunden aufschaut und ihren Kopf gleich wieder auf die Arme fallen lässt.
,,Gibt es etwas neues", frage ich sie hoffnungsvoll.
Sie schüttelt leicht mit dem Kopf und ich atme bemerkbar aus. Dann nicke ich noch zur Bestätigung, obwohl sie es nicht sehen kann. Für einige Minuten ist es still und man kann nur das leise Atmen von uns hören. Wieso haben sie meine Mum dann gebeten zur Polizei zu gehen? Ich meine es ergibt doch keinen Sinn, oder verheimlicht Mum etwas vor mir. Diesen Gedanken verwerfe ich schnell und beschließe Mum einfach zu fragen.
,,Wieso haben sie dich dann gebeten zu ihnen zu kommen?"
Mum schaut mich, nachdem ich die Frage ausgesprochen habe, leicht geschockt an, als ob sie genau überlegt was sie sagen soll.
,,Sie haben das übliche gesagt, wie dass wenn wir etwas wissen uns an sie wenden sollen und dass sie versuchen werden Alexa überall zu finden."
Wieder nicke ich und gehe dann zurück ins Wohnzimmer, wo ich mich auf das Sofa fallen lasse und nach kurzer Zeit einschlafe.
Alexa P.O.V.:
Sobald ich aufwache, spüre ich sofort wieder den Schmerz an meinen Arm. Zuerst traue ich mich nicht die Wunde anzusehen, tue es aber letztendlich doch, da ich wissen muss, wie schlimm die Wunde ist. Also setzte ich mich auf, bereue es aber gleich wieder, da mir total schwindlig wird und ein brennender Schmerz meinen ganzen Körper umgibt. Leider erinnere ich mich nur schwach daran was passiert ist und habe somit keine Ahnung, wer mir das angetan hat. Ich weiß aber noch, dass ich von meinen Eltern geträumt habe, wie ich mit ihnen auf einer Blumenwiese bin, aber dann plötzlich zusammenbrechen. Danach kann ich mich an nichts mehr erinnern.
Anstatt mehr Zeit mit der Frage zu verbringen, was alles passiert ist, will ich aufstehen und nach etwas suchen womit ich meine Wunde verbinden kann. Angeschaut habe ich sie mir noch nicht, aber wegen dem großen Schmerz gehe ich davon aus, dass es mehr als nur ein kleiner Kratzer ist.
Ich stehe schwankend auf und suche etwas geeignetes zu verbinden. Im ganzem Raum finde ich nichts womit ich mir meinen Arm verbinden könnte. Wieso war ich auch so dumm und habe niemanden etwas erzählt? Ich hätte es Luke sagen sollen. Er hätte niemandem etwas gesagt und versucht mich so gut wie möglich zu unterstützen.
Plötzlich wird mir wieder extrem schwindlig und bevor ich noch zusammenbreche, gehe ich stark taumelnd zurück zu der Matratze. Sobald ich da bin, falle ich schon hin, weil meine Beine mich nicht mehr tragen können.
Ich bleibe lange liegen, da ich Angst habe, dass mir wieder schwindlig wird, wenn ich aufstehe. Irgendwann entscheide ich mich doch wieder aufzusetzen und mir meine Wunde anzuschauen.
Was ich da sehe, lässt mein Herz für einen Moment still stehen. Mein ganzer Arm ist blutüberströmt und es fließt ununterbrochen weiter. Die Wunde ist aber nicht so groß, aber sehr tief. Ich muss mich zusammenreißen nicht gleich umzukippen bei dem Anblick. Leider ist es nicht zu einfach, weil selbst eine kleine, harmlose Schnittwunde ist für mich der größte Albtraum, aber dass ist unbegreiflich schlimm für mich.
Schnell versuche ich ohne auf meinen Arm zu schauen, mit dem Ärmel meines Shirts einen Druckverband zu machen, was ich aber ziemlich schnell aufgebe, weil ich es nicht kann. Dann kommt das Schwindelgefühl wieder zurück und ich breche zusammen.
Luke P.O.V.:
Gerade ist es 11 Uhr morgens. Heute morgen haben wir noch mit meiner Mum gefrühstückt und ihr beim Abwasch geholfen. Jetzt wollen Jason und ich rausgehen.
,,Mum wir sind weg", schreie ich durch die Wohnung.
,,Ok! Aber du bist spätestens um 20 Uhr wieder hier", schreit sie zurück.
Ich antworte Mum noch kurz und folge Jason aus dem Haus. Wir wollen heute in die Stadt gehen und danach uns noch mit unseren Freunden treffen. Also laufen Jason und ich in Richtung Bushaltestelle, die nicht sehr weit von meiner Wohnung entfernt liegt. Wir sprechen kaum auf unserem Weg und deswegen bin ich nicht gerade traurig. Ich muss nämlich die ganze Zeit an das Gespräch mit Mum heute Nacht denken, weil ich glaube, dass Mum mir etwas verschwiegen hat. Früher haben wir uns gegenseitig immer alles gesagt, aber seitdem Dad vor 4 Jahren einfach abgehauen ist hat sich alles geändert. Es war eine sehr schwierige Zeit für mich und Mum, aber Alexa hat es geschafft mich immer wieder zum Lachen zu bringen. Dafür bin ich ihr immer noch unendlich dankbar.
Jason und ich sind an der Bushaltestelle angekommen und warten noch auf den Bus, der nach 2 Minuten da ist. Wir steigen ein und beschließen erstmal zum Empire State Building zu fahren.
Alexa P.O.V.:
So langsam komme ich wieder zu Bewusstsein. Mein Arm schmerzt höllisch und allein bei dem Gedanken an das viele Blut wird mir schlecht. Ich will versuchen mich aufzusetzen, aber schaffe es nicht. Dann höre ich wie jemand die Tür aufmacht und Angst macht sich auf meinem ganzen Körper breit. Plötzlich höre ich Stimmen, die diskutieren. Anhand der Stimmen kann ich erkennen, dass es sich um zwei Männer handelt. Der eine mit dem Messer und jemand anderen, den ich noch nicht gesehen habe.
Ich versuche meine Augen zu öffnen um die Männer zu erkennen, aber ich schaffe es nicht. Dass zeigt mal wieder wie schwach ich bin. Ich bringe es noch nicht mal zustande meine eigenen Augen zu öffnen! Ich beschließe einfach bei dem Gespräch mitzuhören und weil die Männer nicht wissen, dass ich halb wach bin gelingt es mir auch.
,,Bist du verrückt geworden?! Du solltest sie doch nicht verletzten. Was ist wenn sie wegen dir verblutet oder sich die Wunde entzündet! Wir müssen sie ins Krankenhaus bringen", schreit die Stimme von dem unbekannten aufgebracht.
,,Wir können sie nicht ins Krankenhaus bringen! Dann fliegen wir auf", schreit die andere zurück. Dass war die Stimme von dem Mann mit dem Messer.
,,Willst du sie etwa sterben lassen", schreit die andere wieder.
,,Nein, aber wir können einen der Ärzte nehmen, die wir gefangen halten. Dann bringen sie uns endlich etwas", sagt der Messertyp in einer normalen Lautstärke.
,,Ok", antwortet der andere auch normal.
Als er dies ausgesprochen hat durchfährt mich ein kalter Schauer.
Ich kenne diese Stimme!!!
Habt ihr eine Idee wer die Person sein kann?
Vielen, vielen Dank für 400 Reads❤️
LOVEuLEA
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Vermisst
Mystery / ThrillerSchreie in der Nacht und das Verschwinden von Menschen. So hat Alexa ihre Eltern verloren, doch sie ist fest entschlossen ihre Eltern und die anderen verschwundenen Menschen wiederzufinden. Doch dabei muss sie feststellen, dass es schwieriger wird a...
