Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachten..hier war es super stressig und ich bin zu nichts gekommen. Deswegen geht es jetzt etwas verspätet weiter :)
In der Konzerthalle herrschte eine ziemliche Lautstärke und emsiges Treiben, obwohl noch gar kein Einlass war. Nina war schon auf einigen Konzerten gewesen, aber noch nie hatte sie die viele Arbeit wahrgenommen, die im Vorfeld geschah.
Die Tontechniker gestikulierten wild und riefen sich Sachen zu, während die Beleuchtung immer wieder aufblitzte und verändert wurde. John stand mit einem Mikro auf der Bühne und gab klare Anweisungen. Ein kleines Kamerateam verfolgte ihn bei jeder seiner Bewegungen.
"Ganz schön viel los, was?", fragte Marten sie. Er hatte sie dabei beobachtet, wie sie sich staunend umsah.
"Erstaunlich.", meinte sie schlicht und strich sich die Locken aus dem Gesicht. Ihr Blick fiel auf Jonas, der mit großen Schritten auf sie zukam. In seinem Gesicht trug er das gleiche breite, spitzbübische Grinsen wie jedes Mal, wenn sie ihn sah. Ehe sie sich versah, hatte er sie gepackt und an sich gedrückt.
"Da ist ja meine Lieblingsnina.", grinste er sie an und begrüßte dann auch Marten.
"Wie viele kennst du denn? Eine?", fragte sie und runzelte die Stirn. Jonas lachte.
"Ja, tatsächlich nur dich.. zumindest soweit ich mich daran erinnern kann.", belustigt zuckte er mit den Schultern und wackelte mit den Augenbrauen.
"Wo sind denn die ganzen Weiber, he?", fragte Nina und schaute sich noch einmal um. Tatsächlich waren kaum Frauen hier. Und diese, die hier waren, arbeiteten eindeutig und waren vernünftig angezogen. Den Geschichten nach zu urteilen, passte das nicht so richtig zusammen.
"Was für Weiber denn?", fragte Jonas und blickte fragend zu Marten. Der lachte rau.
"Sie ist eifersüchtig wegen den Frauen, die oft nach dem Konzert hinten abhängen.", Martens Augen funkelten vergnügt auf. Es schien ihm zu gefallen.
"Ach, die. Bist du deswegen so aufgestylt? Keine Sorge, die kommen meistens erst während des Konzerts. Werden speziell ausgesucht.", Jonas zog die Augenbrauen belustigt hoch und Marten lachte rau auf. Nina hingegen verzog den Mund.
"Ich bin nicht aufgestylt.", stellte sie richtig, aber die Männer lachten nur noch lauter.
"Klar, bist du das, Babe. Aber das ist in Ordnung - ich steh drauf, wenn du so eifersüchtig bist.", Marten griff nach ihrer Hüfte und zog sie an sich. Nina verdrehte die Augen. Jetzt machten sie sich noch über sie lustig. Jonas schien das auch zu bemerken und warf Marten ein fieses Grinsen zu.
"Aber eifersüchtig musst du wirklich nicht sein, Nina. Unser Marten hier hat seit dem ersten Mal Sex mit dir keine andere Frau mehr angeguckt.", Jonas grinste breit. Hinter Jonas tauchte ein weiterer Mann auf. Er war dunkelhäutiger und schlaksig, obwohl er durchtrainiert wirkte. Er schien die letzten Worte mitgehört zu haben und musterte Nina kurz, dann grinste er breit.
"Und was hat er rumgeheult, weil du nicht sofort wieder etwas mit ihm angefangen hast. Oh, sie will mich nicht - mein Leben hat keinen Sinn mehr!", sagte der Fremde und äffte dabei erstaunlich gut Martens Stimme nach. Nina zog die Augenbrauen hoch und warf Marten einen Seitenblick zu. Sein Mund hatte sich ärgerlich verzogen.
"Das habe ich sicherlich so nie gesagt.", presste er hervor, aber nun war es an Nina zu grinsen.
"Und du bist?", fragte sie den anderen Mann, der ihr breit grinsend die Hand hinhielt. Es machte ihm offenbar Spaß, Marten zu ärgern, auch wenn Nina sich sicher war, dass er dies wirklich so nie gesagt hatte.
"Maxwell. Schön dich kennenzulernen, habe schon viel von dir gehört.", gab er von sich. Nina fiel ein, dass sie ihn bereits ein oder zweimal gesehen hatte, aber ihn nicht weiter beachtet hatte. Dennoch gehörte er wohl zu den engeren Freunden von Marten und er hatte ihn bereits einige Male erwähnt, bevor er für das Jahr verschwunden war.
"Offenbar wie jeder.", brummte Nina schlicht und Maxwell zuckte mit den Schultern.
"Ne Frau, die so ist wie du, treffen wir halt nicht so oft.", gab er zu Bedenken und bevor Nina weiter nachhaken konnte, war er schon wortlos verschwunden. Sie schaute ihm fragend nach.
"Wunder dich nicht. So ist er eben. Kann keine Sekunde still sitzen und labert nur Scheiße!", brummte Marten.
"Also so wie alle deine Freunde?", fragte Nina trocken und Jonas lachte auf.
"Du hast nur die schlimmsten bis jetzt kennengelernt.", stellte er fest und verabschiedete sich dann auch, um John auf der Bühne zu unterstützen.
"Es gibt die ein oder anderen, die vielleicht das Bild meiner Freunde noch etwas verbessern könnten. Raphael zum Beispiel - ich glaub, der wird nachher auch hier sein.", Marten grinste sie leicht an und griff nach ihrer Hand. Ninas Herz fing wild an zu schlagen. Es war erstaunlich, was er mit so einer einfachen Berührung alles in ihr auslösen konnte. Sie fand es spannend hier, dennoch wäre sie auch gerne jetzt alleine mit ihm zuhause und würde andere Sachen tun. Dinge, die sonst keiner so wie er konnte.
"Ich muss mal kurz darüber, okay? Bin gleich wieder da.", sagte Marten und zeigte auf mehrere bullige Securitymänner. Nina nickte.
"Ich komm schon klar, keine Sorge.", meinte sie lächelnd. Marten brummte leise, aber grinste sie an. Er drückte ihr einen sanften Kuss auf den Mund und marschierte dann auf die fremden Männer zu. Nina schaute ihm hinterher. Würde sie sich jemals an ihm sattsehen können? Die breiten Schultern, die tätowierten Arme...
"Ey.", ein Ruck an ihrer Schulter riss sie aus ihren Gedanken. Dieser Anton stand neben ihr und schaute sie finster an. Er hatte schon ein etwas gruseliges Auftreten, wenn er so genervt oder böse schaute.
"Hey.", gab sie von sich und versuchte ein freundliches Gesicht aufzusetzen. Er hingegen sah sie nicht besonders nett an und Nina fragte sich, ob er extra gewartet hatte, bis Marten gegangen war, bevor er sie ansprach.
"Hast du mein Zeug?"
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Calm after the storm
FanfictionNina und Marten - es war wie ein Sturm gewesen. Unerwartet und heftig. Sie waren nie ein richtiges Paar gewesen. Er brauchte seine Freiheit und sie hatte gewusst, dass er am Ende des Tages eh wieder zu ihr kommen würde. Doch dann hatte Marten Nina...
