*POV Luca*
Ich kam der Innenstadt immer näher. Nach und nach verschwanden Max' Spuren unter tausenden von anderen Fußabdrücken. Wie konnte es sein, dass ich ihn nicht schon längst eingeholt hatte? Verzweifelt schlängelte ich mich durch die Menschenmengen und hielt Ausschau nach Max. Viele Leute schauten mich komisch an. Naja, kein Wunder. Ich lief ja auch nur in einem Shirt herum. Ein kurzärmeliges. Doch es war mir egal. So, so egal. Ich wusste nicht genau warum Max weggerannt war, aber ich wusste, dass ich ihn finden musste. Nachdem ich mindestens eineinhalb Stunden nach Max gesucht hatte, gab ich auf. Ich hatte auch versucht ihn anzurufen, ihm zu schreiben, doch er reagierte nicht. Mittlerweile fror ich schon. Mein ganzer Körper zitterte, woraufhin ich meine Arme verschränkte und versuchte mich selbst zu wärmen. Meine Zähne klapperten stark. Mein Schritt verlangsamte sich. 'Komm Luca. Geh weiter' Meine Füße waren wie angewurzelt. Ich blieb an Ort und Stelle stehen und schloss die Augen. Ich dachte an schöne Dinge. An Max. An den Max der weggerannt war und ich nicht wusste wo er war, was er machte, was mit ihm war. Schuldgefühle kamen in mir auf. 'Was wenn er sich was angetan hat?' Obwohl es sinnlos war sich solche Sorgen zu machen, machte ich sie mir trotzdem. Ich war noch ein paar Straßen von meiner Wohnung entfernt. Ich wollte in die Wärme. Mit Max. In Max' Armen zu liegen, war das Einzige an das ich denken konnte. Ich öffnete die Augen wieder und merkte wie einzelne schwarze Punkte vor meinem inneren Auge tanzten. Es wurden immer mehr. Ich versuchte weiter zu gehen, doch meine Beine bewegten sich nicht. Meine Arme waren von Gänsehaut übersät, wie der Rest meines Körpers. 'Luca! Reiß dich zusammen und geh jetzt weiter!' Ehe ich mich versah, wurde meine Sicht komplett schwarz und ich konnte spüren, wie ich nach hinten kippte.
Langsam öffnete ich meine Augen. Das fiel mir echt schwer. Mein Kopf schmerzte furchtbar und generell mein ganzer Körper auch. Ein Vertrauter Geruch stieg mir in die Nase. Max' Geruch. Ich drehte meinen Kopf leicht zur Seite und stellte fest, dass ich in Max Wohnung lag. Um meinen Körper lag eine warme, kuschelige Decke und um meinen Kopf war ein Tuch gewickelt. Ich wollte mich aufsetzten, doch ich war wie gelähmt. Mein Körper reagierte nicht. Aus der Küche konnte ich ein Geräusch hören. Es schien weit weg, doch ich konnte es trotzdem hören. Mein Blick war auf die Küchentür fixiert. Als ich sah wie die Klinke nach unten gedrückt wurde, schlossen sich meine Augen wieder wie von selbst. Ich hörte wie die Tür geöffnet und geschlossen wurde und vernahm dann das Geräusch von leisen Schritten. Die Schritte wurden lauter bis sie vor der Couch stoppten. Die Couch senkte sich neben mir und eine weiche, warme Hand strich über meine Wange. Sofort wusste ich, dass es Max' Hand war. Wie aus dem nichts bekam ich die Kontrolle über meinen Körper wieder und griff nach dieser Hand. Meine Augen öffneten sich und ich sah in Max' Gesicht. Seine Augen waren rot unterlaufen, seine Haare verstrubbelt und an seinen Wangen liefen einzelne Tränen herunter.
L: "Max"
Ich sprach es nicht richtig aus. Es war eher ein Hauchen.
M: "Luca!"
Er zog mich vorsichtig hoch und umarmte mich. Hätte Max mich nicht so in seinen Armen festgehalten wäre ich einfach wieder nach hinten gefallen. Ich fühlte mich zu schwach um die Umarmung zu erwidern. Max wiegte mich sanft hin und her. Ich war etwas durch den Wind und wusste eigentlich gar nicht warum ich hier war, doch ich freute mich darüber und lächelte schwach. Ich konnte Max, direkt neben meinem Ohr, schluchzen hören. Langsam hob ich meine zitternde Hand und streichelte Max Kopf. Er lockerte seinen Griff und legte mich wieder sanft nach hinten. Seine Hand lag auf meiner Brust und strich leicht darüber. Wärme breitete sich in mir aus.
L: "wieso bist du weggerannt?"
Alles was ich sagte, sagte ich mit schwacher, brüchiger Stimme. Max wischte sich die Tränen weg.
M: "i-ich war so ver-verwirrt u-und"
Seine Sätze wurden durch sein ständiges Schluchzen unterbrochen.
M: "wusste nicht was ich t-t-tun soll und... ich w-weis nicht"
Er begann stärker zu weinen. Ich öffnete meine Arme, woraufhin er sich zu mir legte.
M: "es tut mir so leid Luca"
L: "is ja gut"
Ich versuchte ihn zu beruhigen und streichelte seinen Rücken.
L: "wie bin ich eigentlich hier her gekommen?"
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Fml.
Hoffe der Teil gefällt euch :)
eure Flora :3
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snowflakes | MAUZ
Fanfiction'Da ich plötzlich fror, kuschelte ich mich noch enger an Max woraufhin er seinen Arm um mich legte. Wir saßen wieder einfach still da. Meine Augen waren geschlossen, als mich plötzlich etwas feuchtes auf meiner Nase kitzelte. Ich öffnete meine Augen...
