*POV Luca*
Obwohl Max neben mir lag und ich in zwei Decken eingewickelt war, fror ich trotzdem. Mein ganzer Körper zitterte und meine Finger kamen mir schon blauangelaufen vor. Ich beobachtete Max ein bisschen während er schlief und strich sanft durch seine Haare. Ich spürte wie Schweißperlen über meine Stirn kullerten. Es kam mir vor als hätte ich jegliche Kontrolle über meinen Körper verloren. Meine Augenlider begannen zu flattern, bis sie wieder ruhig waren und meine Augen sich geschlossen hatten. Ein starkes Schwindelgefühl ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.
*POV Max*
Dieses Mal wurde ich nicht von leichten Atemzügen an meinem Ohr geweckt. Alles war ruhig. Zu ruhig. Ich lag immer noch mit Luca auf der Couch und setzte mich langsam auf. Ich schaute zu Luca und hielt den Atem an, als sich sein Oberkörper nicht bewegte. Er senkte und hob sich nicht regenmäßig, nein. Luca lag reglos da. Fast wie... wie tot. Mit meiner, mittlerweile zitternder, Hand strich ich über Lucas Brust. Immer noch ruhig und reglos. Als ich schon anfing Panik zu schieben und zu meinem Handy rennen wollte, hörte ich ein leises Husten. Mit Tränen in den Augen schaute ich zu Luca, der seine Hand leicht hob. Erleichterung stieg in mir auf.
M: "oh mein Gott Luca!"
Ich wollte ihm um den Hals fallen, doch ließ es, um ihn nicht zu verletzen. Langsam ließ ich mich wieder auf die Couch sinken und nahm Lucas Hand. Sie war eiskalt und zitterte mindestens so wie meine. Tränen fanden ihren Weg über meine Wange und liefen an ihr herunter.
L: "Max was hast du?"
Sein Blick war sorgenvoll. Luca, meinen Luca, so zu sehen tat mir im Herzen weh. Seine müden Augen funkelten nicht, wie sie es sonst taten, sein Gesicht war blass, sein Gesamtbild so zerbrechlich.
M: "wie fühlst du dich?"
Ich legte meine Hand an seine Stirn und dachte sie mir zu verbrennen. Ich konnte sehen wie einzelne Schweißperlen auf Lucas Stirn saßen und nacheinander hinunterliefen.
L: "m-mir ist kalt"
Instinktiv wickelte ich die Decke fester um ihn und küsste sanft seine Nasenspitze. Mit meiner Hand strich ich vorsichtig über seinen Kopf.
M: "kann ich was für dich tun? Soll ich einen Arzt rufen?"
L: "nein kein Arzt!"
Luca wollte sich stark hustend aufsetzen, doch ich drückte ihn zart wieder zurück.
M: "aber das wär vielleicht gut"
Luca schüttelte gezielt den Kopf.
L: "ich brauch keinen Arzt. Mir geht's gut"
Leicht kopfschüttelnd erhob ich mich und ging in die Küche.
M: "ich mach dir einen Tee"
In der Küche kochte ich Wasser ab und während es kochte, holte ich mein Handy. Ich würde den Arzt rufen, ob er wollte oder nicht. Wieder in der Küche, wählte ich die Nummer des Arztes und bat ihn, vorbei zu kommen. Als der Termin ausgemacht war, in einer Stunde (ist das logisch? Nein? Okay), war auch schon Lucas Tee fertig. Aus dem Schrank holte ich noch Kekse, die ich auf einen kleinen Teller legte und ging zurück zu Luca. Mein Freund lag seelenruhig auf der Couch, wodurch ich wieder etwas Angst bekam. Ich stellte den Tee und die Kekse auf den Tisch.
M: "Luca?"
Er machte die Augen auf und schaute mich an.
L: "hm?"
'Puh'
M: "nichts, nichts"
Beruhigt setzte ich mich neben ihn und streichelte seinen Arm. Er lächelte mich schwach an. Ich lächelte zurück.
Meine Hand wanderte von seinem Arm, über seine Schulter zu seiner Wange. Luca schloss die Augen. Das sah so herzzerreißend aus.
M: "setz dich auf, dann kannst du deinen Tee trinken"
Ich stand auf und stützte seinen Rücken, während er sich anstrengte aufzukommen.
L: "ich kann das schon, Max"
Ich ignorierte seine Aussage und stopfte Kissen hinter seinen Rücken.
M: "Vorsicht heiß"
Ich gab ihm seinen Tee und stellte die Kekse auf seinen Schoß.
L: "danke Mama"
Ich lachte. Luca wollte auch lachen, doch stattdessen hustete er und sein Tee schwabbte gefährlich in der Tasse hin und her. Um zu vermeiden, dass er alles ausschüttete, nahm ich ihm die Tasse schnell aus der Hand. Nachdem er sich beruhigt hatte, griff er nach der Tasse, doch zog, bevor er sie in der Hand hatte, seine Hand wieder weg. Er sprang von der Couch auf und ich wunderte mich, warum er plötzlich wieder so fit war. Verwirrt schaute ich ihm hinterher, als er zum Bad rannte. 'Oh scheiße'
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War heute den ganzen Tag in München und hab den Teil am Tag verteilt geschrieben :)
Hoffe es gefällt euch
eure Flora :3
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snowflakes | MAUZ
Fanfiction'Da ich plötzlich fror, kuschelte ich mich noch enger an Max woraufhin er seinen Arm um mich legte. Wir saßen wieder einfach still da. Meine Augen waren geschlossen, als mich plötzlich etwas feuchtes auf meiner Nase kitzelte. Ich öffnete meine Augen...
