~When I look into your eyes it's like watching the night sky~
- I won't give up, MrazIch wollte ihn hassen. Das wollte ich wirklich, aber dieser Idiot machte es einem wirklich schwer. Warum konnte er nicht einfach ein Arschloch bleiben? Warum konnte ich ihn nicht einfach hassen? Diese und noch einige andere Fragen stellte ich mir, während ich Lily und Luna nach Hause fuhr.
Als wir ankamen, deckte Luke gerade unter großem Genörgel den Tisch. Seine Haare waren verwuschelt und er sah aus, als sei er gerade erst aufgestanden. Sehnsüchtig dachte ich an mein Bett. Es war so nah und doch so fern. Wenn ich mich jetzt einfach wegschlich und ein, mit einem T-Shirt bezogenes Kissen auf meinen Stuhl setzte, würde vielleicht niemand merken, dass ich nicht mehr da war. Leider wurde aus diesem grandiosen Plan nichts, aber ich beschloss ihn mir für ein anderes Mal aufzuheben. 'Und El', fragt ihr euch bestimmt gerade, 'wer hat so hinterlistig deine Pläne durchkreuzt?' Mein großer Bruder natürlich, die haben immerhin den ganzen Tag nichts besseres zu tun, als gemein zu einem zu sein, diese Brüder. Meiner brachte dies fertig, indem er mir einen Stapel Teller in die Hände drückte und sagte: „Mach mal." Nicht das da jetzt sowas kommen würde wie: 'Ach, allerliebste Schwester, wärst du so freundlich und würdest mir helfen den Tisch zu decken.' Als ich ihn einfach nur mit hochgezogenen Augenbrauen anschaute, erläuterte er: „Tischdecken", und fuchtelte mit den Händen in Richtung Küchentisch. Was? Nein, hätte ich jetzt nicht gedacht, dass ich den Tisch decken soll. Danke, dass du mir das gesagt hast. Ich hätte die Teller jetzt einen nach dem anderen aus dem Fenster geschmissen. Da Luke in seinem halbwachenZustand vermutlich keinen Sarkasmus verstehen würde, sagte ich jedoch: „Ich hab heute schon Lily und Luna in die integrative Lerngruppe für Kinder bis zum Vorschulalter gebracht. Da kannst du ja wohl noch alleine den Tisch decken."
„Was fürn Schrott?"
„integrative Gruppe für... ach, ist auch egal. Jedenfalls bin ich heute schon Auto gefahren und du hast es nicht mal geschafft dir eine Hose anzuziehen." Ich deutete anklagend auf seine Fröschchen Boxershorts, wobei mir fast die Teller runtergefallen wären.
„Du bist doch selbst Schuld, wenn du abends noch so lange bei deinen Freunden warst. Wahrscheinlich bist du eh zu spät, weil du mit einem von denen rumgemacht hast."
„Ich bin mit keinem von ihnen zusammen und ich hab auch noch keinen von ihnen geküsst." Unwillkürlich schoss mir ein Bild von Pauls Lippen durch den Kopf und wie sie sich wohl anfühlen würden, was natürlich nicht unbedingt zu gesteigerter Konzentration führte. Aber ich hasste ihn ja, also war es gar nicht wichtig wie seine Lippen schmeckten oder wie braun seine Augen waren. Okay, STOP. Ich blinzelte leicht, um diese Bilder von Paul aus meinem Kopf zu kriegen. Während ich mit meinen Gedanken nicht ganz da gewesen war, hatte Luke irgendetwas gesagt, aber bevor ich nachfragen konnte kam meine Mutter herein. „Ellie du hast einen Freund? Hoffentlich keinen von diesen Raufbolden. Wegen denen hast du doch schon genug Ärger am Hals."
„Mum, kein Mensch sagt heutzutage mehr Raufbold."
„Aber ich bin doch ein Mensch und ich sage es."
„Ja, also ich meine kein normaler Mensch. Und Halunke sagt man übrigens auch nicht mehr und auch nicht Spitzbub."
„Aber Halunke sag ich doch so gern..."
„Ja, dann sag das doch bitte einfach nicht mehr in meiner Anwesenheit, okay?"
Und so liebe Leute bringt man seine Eltern vom Thema Jungs ab. Das Copyright für diesen Lifehack geht an Eleanor Susen Blackwood.
„Und was ist jetzt mit den Halunken von Gestern?" Okay vergesst, was ich gesagt habe.
„Bist du mit einem von ihnen zusammen? Jake vielleicht? Mit dem hätte ich kein Problem. Oder Christian, Jake von den Blacks? Der ist doch echt nett."

DU LIEST GERADE
I just wanna hate you
Hayran Kurgu"Die letzten paar Jahre hast du mich wie sonst was behandelt und zu Tode genervt, aber das war okay und weißt du auch warum? Weil du mir egal warst, Paul." Elenor Blackwood kennt Paul Lahote beinahe schon ihr ganzes Leben. Oder es kommt ihr zumindes...