Severus brachte Antonia wie an jedem Abend ins Bett und kehrte nach wenigen Minuten zu Hermine zurück, die ihn etwas zögernd ansah. Als er die Tür hinter sich geschlossen hatte ging auch er nur zögerlich ein paar Schritte auf sie zu. Nach einem Blick in seine schwarzen, treuen Augen verlor Hermine jedoch ihre Nervosität und warf sich ihm um den Hals. Er erwiderte die Umarmung und drückte sie fest an sich.
"Wir werden morgen früh gleich anfangen zu suchen", sagte er und vergrub sein Gesicht sanft in ihren Haaren. Er nahm ihren Duft in sich auf und spürte, dass er zuhause war.
"Und ich verspreche dir, dass wir es schaffen werden."
Hermine nickte sanft und blinzelte ein paar Tränen weg. Für einen Moment hatte sie den Schicksalsschlag, der ihr wiederfahren war, völlig vergessen. "Was ist mit deiner Mutter?", fragte sie dann. "Wirst du auch versuchen ihr Leben zu retten?"
Er löste sich von ihr und nahm ihre Hand sanft in seine. Dann führte er sie zur Couch und setzte sich sanft mit ihr. "Sie ist schwach und schon alt. Ich glaube nicht, dass wir sie retten können", sagte er mit einer gewissen Bitterkeit in der Stimme.
"Wie kannst du das sagen? Es handelt sich hier immerhin um deine Mutter", sagte sie völlig verständnislos.
Er konnte ihre Reaktion nachvollziehen und versuchte es ihr so gut es ihm möglich war zu erklären. "Auch wenn es sehr grausam klingt, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass meine Mutter den nächsten Sommer wahrscheinlich nicht erleben wird", sagte er langsam. "Dafür ist sie einfach zu schwer krank. Ihre Eltern haben dafür einfach zu akribisch ihre Experimente an ihr durchgeführt."
Hermine nickte mit hängendem Kopf. "Und was wollt ihr tun?"
"Wir müssen die Aufzeichnungen meiner Großeltern genauer untersuchen."
"Aber das ist schwarze Magie, Severus", sagte Hermine alarmiert. "Eure Versuche könnten fehlschlagen und es noch mehr verschlimmern."
Er nahm ihr Gesicht sanft in seine Hände. "Wir müssen es versuchen", sagte er und küsste sanft ihre Stirn.
Hermine nickte leicht und gähnte. "Ich bin todmüde...", sagte sie leise und sah ihn dann noch nervöser an als zuvor. "Severus? Würdest du...vielleicht...Wirst du heute Nacht bei mir bleiben?", fragte sie und nahm seine Hand in ihre schmalere.
Er wusste nicht was er sagen sollte und führte es einfach auf ihre Sorgen und ihre derzeitige Angst zurück. Schließlich nickte er.
Sie lächelte erleichtert und zog ihn an der Hand ins Schlafzimmer, wo ihr großes Doppelbett stand. Er sah sich kurz um und entdeckte einen Sessel, einen kleinen Tisch, eine weitere Tür, die vermutlich ins Badezimmer führte und wie könnte es anders sein, ein großes, vollbepacktes Bücherregal.
Nachdem Hermine mit einem Lächeln im Bad verschwunden war verwandelte Severus seine schwarze Hose in eine ebenso dunkle, aber bequemere Schlafanzughose.
Hermine stand im Bad vor dem Spiegel und sah sich an. Ihre Haare waren eine Katastrophe, sie waren völlig zerwühlt und wirr. Mit einer Haarbürste attackierte sie ihre Locken, doch nachdem sie jede Strähne entknotet hatte, sahen ihre Haare wie eine Löwenmähne aus. Sie seufzte und versuchte die Strähnen hin und her zu biegen und zu ziehen, damit ihre Haare etwas besser lagen. 'Fast wie vorher', dachte sie, nach einem erneuten Blick in den Spiegel.
Sie beschloss ihre unbändigen Haare zu vergessen und zog sich rasch um. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass der Vater ihres Kindes in ihrem Schlafzimmer stand.
Dieser war gerade dabei sein Hemd aufzuknöpfen und es sich von den Schultern zu schieben, als Hermine aus dem Bad kam. Sie beobachtete ihn, als er es über den rot gepolsterten Sessel vor ihm warf. Sie konnte einen Blick auf seinen Rücken werfen und sah, wie sich seine Muskeln unter den Bewegungen anstrengten und ihr kam bei seinem Anblick der Gedanke, dass er sich in den letzten fünf Jahren vom Aussehen kaum verändert hatte.
Als er den Kopf anhob und sich umdrehte, stockte ihm der Atem.
Ihr rotes Negligé umschmeichelte ihren Körper und betonte alle Kurven die sie hatte. Er wand den Blick ab um seine Kleidung auf dem Stuhl zusammenzulegen. Er fühlte sich wie ein Teenager. Völlig unerfahren und nervös. Er wollte sich dafür ohrfeigen, er war ein Mann und kein sechzehnjähriger Schuljunge, der seine Hormone nicht unter Kotrolle hatte.
Hermine ging zu ihm und legte ihm aus reiner Intuition eine sanfte Hand auf den Rücken. Er drehte sich ruckartig um, als er ihre kalten Finger auf seiner Haut spürte und sah sie an. Sie glitt mit ihren Händen sanft um seinen Oberkörper und umschlang ihn mit ihren Armen.
Nun warf er alle Bedenken fort und küsste diese wunderschöne Frau in seinen Armen. Seine Lippen verschmolzen mit ihren und er spürte wie sie ihn dichter an sich drückte.
Viele Küsse verschmolzen wieder zu einem und schließlich mussten sie sich nach langer Zeit aus Sauerstoffmangel voneinander trennen.
Ihre Stirn lag an seiner und beide hatten die Augen geschlossen. Hermines Herz raste und sie hörte ihr Blut rauschen. Zwischen schnellen Atemzügen keuchte sie dann plötzlich leise: "Ich liebe dich, Severus..."
Er nahm den Kopf zurück und sah sie erstaunt an. Für einige Momente war er sprachlos. "Du...was?", fragte er dann wenig später immernoch ungläubig.
Sie sah ihm in die Augen und senkte dann den Blick. "Ich wollte es dir schon viel früher sagen...", murmelte sie und hob den Kopf an um ihm wieder in die Augen zu sehen.
Er sagte nichts und küsse sie einfach voller Liebe. Sie schlang die Arme um seinen Nacken und erwiederte den Kuss.
"Ich liebe dich auch, Hermine...", murmelte er gegen ihre Lippen. "Schon immer."
Ihre Augen leuchteten erstaunt auf.
"Damals...ich habe dich in deinem Ballkleid gesehen und...ich konnte nicht anders als dich zu küssen. Du und Antonia bedeutet mir alles..."
Nach einer kurz anhaltenden Starre warf sie sich ihm strahlend in die Arme. Sie küsste ihn immer wieder und lächelte ihn dazwischen immer wieder an. Sie begann ihn in Richtung des großen Bettes zu ziehen und ließ ihre Hände über seinen Oberkörper wandern.
Sie sie löste sich kurz von ihm und keuchte: "Ich will dich..."
Er knurrte leicht auf und hob sie hoch. Er trug sie zum Bett und legte sie auf die roten Laken.
Er sah die Bettwäsche an und grinste, als er sich über sie legte. "Typisch Gryffindor..."
Sie sah ihn mit einem wütenden Blick an. "Severus, tust du mir einen Gefallen?" Er sah sie abwartend an. "Halt die Klappe und nimm mich", knurrte sie und küsste ihn leidenschaftlich auf die Lippen.
Er grinste in den Kuss hinein und begann ihr Nachthemd an ihren Seiten hochzuschieben.
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The Rose
FanfictionEine verhängnisvolle Nacht hinter Hogwarts Toren, sorgt für eine vollständige Veränderung in Severus Snapes Leben. Wie wird er damit umgehen, dass es jemanden gibt, der ihn braucht und beschützt werden muss? Jemand, von dem er sich nicht abwenden ka...
