Hopefull

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"Diese Tunnel führen zu den anderen beiden Lichtungen, welche Bunker haben, die zu weiteren mitten im Wald führen und bis in andere Regionen gehen, aber die Wege sind alle weit und sollten die Lichtungen hier in diesen beiden genauso aussehen wie unsere, müssen wir uns in der Hauptstadt verstecken. Ich habe eine ganze Menge Leute, denen ich dort vertraue und bei denen wir unterschlupf mit den Kindern finden können."
Breitete Wonho seinen Plan aus, als wir alle an den Tunnelwänden saßen und die Kinder schliefen.
Mein Bruder saß neben mir, Ailee ein wenig abseits mit den kleinen und Wonho uns gegenüber.

"Ich werde nicht in die Hauptstadt gehen." beharrte mein Bruder.
Wonho seufzte.
"Wir können aber auch nicht hier unten verweilen. Irgendwann in absehbarer Zeit werden die Armee-Wächter diese Gänge finden und nach denen suchen, die vielleicht fliehen konnten." argumentierte Wonho und behielt meine Bruder im Auge.
"In der Hauptstadt können wir uns auch einfacher darum kümmern, wie wir die anderen wieder frei bekommen. Sie wurden in Zuchthäuser gebracht. Einrichtungen, in denen ihnen die Normen dieser Welt wieder klar gemacht werden und das nicht lieb und nett und artig, sondern auf Foltertour und dass ist belastend. Körperlich und geistig." erklärte Wonho und warf mir für eine Sekunde eine Blick zu, den ich nicht deuten konnte.

Noch vor wenigen Tagen hatte ich mich hier noch so sicher wie noch nie in meinem Leben gefült und nun brach dieses Leben über mir zusammen.
Menschen starben.
Darunter mussten sich auch unwiderruflich Hyuna und Kihyun befinden.
Beide kannte ich so gut wie gar nicht und dennoch war mir bewusst, dass ich beide nie wieder sehen würde, so wie all die anderen verletzten.
Hyungwon und Minhyuk, so wie Jooheon wurden gefangen genommen und auch bei ihnen stand es in den Sternen geschrieben, ob ich sie je wiedersehen würde.
Alle drei waren mir auf gewisse Art ans Herz gewachsen, wenn auch Hyungwon mit seiner lieben und immer positiven und glücklichen Art und Weise, die ich so noch nicht in meinem Leben erlebt hatte.

"Wieso machen wir uns dann nicht sofort auf den Weg. Ich..." Mein Bruder brach seine Worte ab und sackte kraftlos in sich zusammen.
"Changkyun. Wir sind alle müde und aufgewühlt. Ich halte es für das beste, wenn wir ersteinmal eine kleine Pause machen." meinte Ailee aus der Richtung der Kinder und sah zu uns dreien herüber.
Wonho nickte.
"Ein bisschen ruhe würde uns allen gut tun" stimmte Wonho ihr im schwachen Licht zögerlich zu.

Mein Bruder knurrte, war aber der, der wenige Minuten später als erstes einschlief und schnarchte.
Auch Ailee hatte sich hingelegt.
Ich war ebenfalls müde, nur bekam ich kein Auge zu.
Zum einen, weil der Boden und die Wand hinter mir kalt und hart waren und zum anderen, weil meine Gedanken viel zu aufgewühlt waren, um zu ruhr zu kommen.

"Mauerblümchen." flüsterte Wonho.
Ich sah zu ihm herüber und er tippte mit der Hand neben sich.
Ich ignorierte seine Geste und sah wieder von ihm weg.
Wenige Sekunden später setzte er sich neben mich und zog mich zu sich.
Ich rührte mich nicht, war immernoch wütend, weil er mich so schwer angelogen hatte.
"Du kannst sauer auf mich sein klein Maestro, aber ich werde nicht zulassen, dass mein Mauerblümchen auf hartem und kalten Boden sitzt und krank wird." flüsterte er und hob mich, schneller als ich Reagieren konnte, auf seinen Schoß, so dass ich mit meinem Rücken gegen seiner Brust lehnte, die wesentlich bequemer war, als die steinige Wand.
Auch um meine Schulter wurde es warm, als er mir seine Jacke über die Schultern zog und die Arme um mich legte.
Doch ich behielt mir im Kopf was er getan hatte, während ich an ihm lehnte.

Mit seinen Fingern fuhr er mir sanft über mein Handgelenk und summte leise mit seiner weichen Stimme vor sich hin, als sei er die Ruhe selber.
Es dauerte einen Moment, bis ich die Melodie erkannte und leise vor mich hin mit sang:
"Hab keine Angst vor Deinen Schwächen.

Fürchte nie Deine Fehler aufzudecken.
Sei bedacht, beruhigt und befreit.
Sei auch verrückt von Zeit zu Zeit.
Lass Dich nicht täuschen, auch wenns aus Gold ist.
Lass Dich nicht blenden, erst recht von falschem Stolz nicht.
Lerne vergeben und verzeihen.
Lerne zu fesseln und zu befreien."

Wonho lachte leise und zog mich noch näher an sich.
Leise sang er den Refrain des Liedes, mit dem meine Mutter mich als Kind so oft zu ruhe gebracht hatte, dass ich es bis heute noch auswendig kannte.
Erst von Wonho hatte ich erfahren, dass dieses Lied eigentlich verborten wurde, dass meine Mutter es eigentlich nie gekannt haben sollte, es aber dennoch irgendwo gelernt hatte.

"Du kannt schlafen Raiee. Du bist genauso fix und fertig wie die anderen. Ich halte Wache, solange ihr euch alle Ruhe gönnt." flüsterte er mir zu und strich weiter in einem ruhigen Rhythmus über meine Handgelenke.
"Wenn wir dann in Sicherheit sind, kannst du mich in deinem vollen sein hassen, aber jetzt stehen wir alle auf der selben ebene, sind gesuchte.
Es tut mir leid, es dir sagen zu müssen, aber dein Leben wird sich ein weiteres Mal ändern mein Mauerblümchen."
Waren die letzten Worte die ich von dem, an dem ich lehnte, hörte, bevor ich in einen traumlosen und unruhigen Schlaf fiel....

....

The End

Clan X war im Vergleich zu anderen meiner Geschichten mal ziemlich kurz aber ich hoffe dass sie euch dennoch gefallen hat.
Es wird auch auf jedenfall eine Fortsetzung kommen nur noch nicht jetzt und sofort.
Wie immer das übliche Danke für Votes und Reads und Kommentare
😘😘😘

Als nächstes werde ich mich ersteinmal an Beyond Worlds setzen und Be Loud beenden. Was dann kommt werde ich mal sehen aber ich denke ich werde euch wieder die Entscheidung überlassen, da ich mich langsam überhaupt nicht mehr entscheiden kann, was ich als nächstes schreiben soll
XD

Euch allen vorläufig schon mal jetzt einen guten Rutsch in neue Jahr

Eure Dreamtaels
😘😄

Clan XWo Geschichten leben. Entdecke jetzt