Hallo zusammen, neue Woche und ein neues Kapitel.
15. Kapitel fremde Spuren
Das Wasser wurde nicht wirklich heiss und das lauwarme Wasser liess mich nach einiger Zeit frieren, ich stellte das Wasser ab und griff mir schnell ein neues Handtuch, dass ich schnell um meinen Körper schlang. Danach stieg ich aus der Dusche und nahm das zweite Tuch vom Boden auf um mir damit die Haare zu trocknen. Schon wieder hörte ich das Telefon klingeln, meine Haare immer noch reibend ging ich in mein Zimmer und sah mir den geöffneten halb leeren Schrank an. Ich hatte damals nur das nötigste mitgenommen, da mein Auto ein paar Wochen vor meinem Weggang endgültig den Geist aufgegeben hatte und ich mich auch nicht überwinden konnte die Dinge, welche mir wichtig gewesen wären aus diesem Haus zu entfernen. Deswegen war das ganze Haus noch komplett eingerichtet und mein Kleiderschrank zur Hälfte gefüllt. Ich nahm mir eine Jeans und ein langärmliges blaues Shirt und streifte sie mir schnell über, nachdem ich mir noch Unterwäsche zusammen gesucht hatte. Das Klingeln unten begann schon wieder und es setzte mich unter Druck. Nicht dass es mein Bedürfnis bestärkt hätte es endlich abzunehmen, nein es trieb mich zur Eile an, weil jeden Moment jemand vorbei kommen könnte um nach dem Rechten zu sehen. Und ich war immer noch sauer auf Jake und das Rudel und wollte im Moment meine Ruhe haben, ich wollte mit niemandem reden, einfach nur einen Moment für mich haben um meine Gedanken zu ordnen und nachzudenken. Ich gab meine Bemühungen auf mein Haar zu trocknen und band sie zu einem Pferdeschwanz zusammen. Ich nahm meine alte Regenjacke, die ich damals hinter der Tür vergessen hatte und beim schliessen meiner Zimmertür, sah ich automatisch an die Tür von Charlies Schlafzimmer. Mein Hals zog sich zusammen und schnell polterte ich die Stufen hinunter und rannte zur Haustür, ich blickte durch das kleine Fenster und als ich niemanden sah nahm ich den Schlüssel vom Hacken, zog die Tür auf und ging nach draussen. Während ich den Schlüssel ins Schloss steckte und abschloss hörte ich das mir so vertraute klingeln. Ich legte den Schlüssel in das Versteck, zog meine Kapuze über den Kopf und machte mich auf um meinen Vater zu besuchen.
Der Forks Verhältnisse regnete es fast nicht mehr, dennoch war fast kein Verkehr unterwegs und die wenigen Menschen welche mir unterwegs begegneten ignorierte ich einfach. Es kam mir wie wenige Augenblicke vor, bis das eiserne Tor vor mir aufragte, mit einem Kloss im Hals drückte ich dagegen und es schwang leise knarzend auf. Ich blickte mich noch einmal um, ging durch das Tor, zog es hinter mir wieder zu und machte mich mit zittrigen Schritten auf zu meinem Vater. Vor seinem Grab ging ich in die Hocke und strich leicht mit meinen Fingern über seinen Namen, sein Grabstein war schön, ich hatte ihn damals ausgefällt, allerdings nie gesehen, da ich direkt nach der Beerdigung die Stadt verlassen hatte. Er war schlicht und einfach, genau wie er, es zierte kein Spruch oder Schnörkel den glatten grauen Stein. Dass hatte für mich nicht zu seinem Charakter gepasst, Charlie war ein ruhiger, einfacher Mann gewesen, der lieber zu wenig als zu viel sprach. Tränen quollen aus meinen geschlossenen Lieder und ich zitterte etwas, aber nach einem Moment hatte ich mich so weit gefasst, dass ich für einen Augenblick die Augen schloss und tief durchatmete.
Als ich sie wieder öffnete, erzählte ich ihm alles was ich ihm nie erzählen konnte als er noch lebte. Ich erzählte ihm, von meiner Begegnung mit Edward, die Sache mit James und Victoria, wie Edward mich verlassen hatte, die Sache mit Jake und den Motorrädern und schliesslich erzählte ich ihm von New York und was ich alles im letzten Jahr erlebt hatte. Bis ich wieder bei meinem aktuellen Problem angekommen bin, Edward und die Cullens. Als ich ihm diese Geschichte von meiner letzten Woche erzähle lasse ich auch nichts aus, ich weiss, dass mein Vater über die Aktion, welche meine Hand demoliert hatte sicher nicht erfreut gewesen wäre und doch erzähle ich es ihm. Und dann komme ich zu dem Streit von vorhin mit Jacob und Leah, ich erzähle ihm, dass ich mich von ihnen hintergangen fühlte, sie hatten nie ein gutes Haar an den Cullens gelassen und jetzt redeten sie mit ihnen über mich und wollten mir Beziehungstipps für ihren Erzfeind geben und ich solle das ihnen einfach so glauben. Als ich geendet habe, bleibe ich einfach so sitzen und starre den Stein an. Ich erwartete keine Antwort, mir war klar, dass mein Vater mir nie mehr einen Rat geben konnte und doch konnte ich nicht anders, als den Stein anzustarren und auf irgendetwas zu warten.
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neue Orte, alte Augen
Любовные романыEdward hat Bella verlassen. Zwei Jahre später zieht Sie nach New York um endlich vergessen zu können. Doch dann holt ihre Vergangenheit sie in ihrem Abendkurs an der Uni wieder ein...