9. Kapitel Der Tag danach
,,Jetzt lass sie um Herrgotts willen noch schlafen. Du weisst wann die Jungs zurückgekommen sind. Sie muss noch völlig müde sein." Ein Grummeln war zu hören und dann eine Tür die zugezogen wurde. Ich drehte mich verschlafen und blinzelte in die Helligkeit meines Zimmers. Hatte ich mir das gerade eingebildet? Ein Blick zu meiner Zimmertür zeigte mir, dass diese geschlossen war und ich anscheinend nicht geträumt hatte. während sich mein Geist aus der Umnachtung löste machte sich mein Körper bemerkbar. Ein leichter Hunger befiel mich, meine Hand pochte noch dumpf und meine Blase begann unangenehm zu drücken. Mit einem Seufzen rappelte ich mich auf und schlurfte zur meiner Schlafzimmertür. Leichtes Herzrasen befiel mich, doch nach einem tiefen Atemzug öffnete sie vorsichtig und schielte in den Gang. Leer und sicher lag er vor mir. Ich überbrückte die 3 Schritte und schloss gleich darauf die Badezimmertür. Ich hoffte, welcher Vampir auch immer mir einen frühmorgendlichen Besuch abstattete hatte genug Anstand mir meine Morgenrutine zu lassen.
Als ich in den Spiegel sah erkannte ich die Person darin fast nicht wieder, so sehr hatten meine Augen schon lange nicht mehr gestrahlt. Auch wenn ich immer noch etwas blass war, sah ich schon viel besser aus als vor ein paar Tagen.
Beim öffnen der Badezimmertür schlug mir der Geruch von frischem Kaffee und Brötchen entgegen. Angelockt schlich ich zu meiner Küche und linste um die Ecke. Natürlich war den Vampiren mein Aufstehen nicht verborgen geblieben und so sahen mich Alice ungeduldig und Esme entschuldigend an. ,,Guten Morgen Liebes. Entschuldige unser Eindringen, doch wir dachten du hast vielleicht Hunger und du gestern nichts im Haus hattest dachten wir.." verwirrt legte ich den Kopf schief. ,,Hat Emmett nichts erzählt?" fragte ich irritiert. Alice schnaubte. ,,nein die drei sind gestern nach Hause gekommen, Jasper und Emmett voller Freude und haben erzählt sie wären mit dir etwas trinken gewesen. Mehr nicht. War den sonst noch was?" fragte sie neugierig.
,,wir sind auf dem Rückweg Einkaufen gewesen." Sagte ich und verstand nicht ganz wieso sie ihnen das nicht erzählt hatten. ,,was du warst ohne mich shoppen?? Das geht doch nicht!" schmollte Alice.
Ich musste Lächeln. ,, Wir waren Essen einkaufen Alice, das ist nichts für dich, das ist eher Emmetts Ding." Sagte ich und grinste bei der Erinnerung von Emmetts Gesicht vor dem Schokoladenregal. Alice legte den Kopf irritiert schräg und sah einen Moment sehr verwirrt aus.
Ich setzte mich auf den freien Stuhl und sah sie verschwörerisch an. ,,wenn ich das nächste Mal Kleider shoppen gehe nehme ich natürlich dich mit" sie strahlte und war sichtlich beruhigt.
Esme lächelte mütterlich und beobachtete uns. ,,du kommst doch sicher auch mit?" fragte ich sie. Sie wirkte überrascht schien sich aber sichtlich zu freuen. ,,Dann können wir auch noch Rosalie fragen und die Jungs zum Taschen schleppen mitnehmen." Freute sich Alice und klatschte in die Hände.
,,Meinst du sie würde den überhaupt mitkommen wollen wenn ich dabei bin?" fragte ich unsicher.
Ich hatte mir zwar gehofft Rose auch wieder zusehen und doch hatte ich etwas Angst davor.
,,Ihr tut die Sache von damals sehr leid und hat sich oft gewünscht, dass sie dich anders behandelt hätte. Sie möchte sich gerne einmal mit dir aussprechen und dir ihre Gründe erklären." beruhigte mich Esme.
Mein Hunger war nun vollständig erwacht und ich machte mich über die vielen verschiedenen Brötchen her. Alice versuchte noch mehr über gestern zu erfahren, doch ich beschloss, dass alles was sich gestern zwischen den Jungs und mir abgespielt hatte für mich zu behalten. Alice schmollte zwar, wurde aber dann von Esme abgelenkt und so kicherten wir wenige Minuten später ausgelassen und erzählten uns gegenseitig von verschiedenen Ereignissen aus den letzten zwei Jahren.
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neue Orte, alte Augen
RomanceEdward hat Bella verlassen. Zwei Jahre später zieht Sie nach New York um endlich vergessen zu können. Doch dann holt ihre Vergangenheit sie in ihrem Abendkurs an der Uni wieder ein...