11. Kapitel eine Entscheidung

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Hallo zusammen, da ich heute so gute Laune habe, bekommt ihr heute bereits wieder ein Kapitel :-) ich hoffe es gefällt euch. wir sind jetzt ziemlich genau in der Hälfte der Geschichte


11. Kapitel eine Entscheidung

Als ich das nächste die Augen öffnete war das Zimmer dunkel und ich lag alleine im Bett. Jake hatte meine Decke über mich gelegt und die Schlafzimmertür war nur angelehnt. Langsam und benommen kam ich etwas orientierungslos zu mir, mein Wecker zeigte kurz nach 3 Uhr an. Dann hörte ich ein leises Klirren aus der Küche und Gemurmel. Vor Schreck blieb ich regungslos liegen und lauschte angestrengt, ich wusste, egal wer in meiner Küche war, Jake oder die Cullens, wenn ich lauschen wollte durfte ich sie nicht bemerken lassen, dass ich wach war. Also atmete ich bewusst langsam und bewegte mich nicht, während ich angestrengt in die Stille meiner Wohnung lauschte. Es wurde etwas aus den Schränken genommen und ich hörte ein Brummen, dass ich eindeutig als Jake identifizieren konnte. Gut er war also noch da. ,,... niemals. Da kannst du dich auf den Kopf stellen.... Würde sich liebend gerne... Emmet könnte ihn festhalten... aber... Bella...müsstest Du auch wissen... so ein Idiot..." aber die Stimme gehörte eindeutig zu Alice.

Alice war bei Jake in der Küche, so wie es sich anhörte waren sie sich noch nicht an die Gurgel gegangen, aber das könnte sich jederzeit ändern, so sehr wie sich die Vampire und die Werwölfe hassten. Mein Herz begann zu rasen und mit einem Satz war ich aus dem Bett und stand im Gang. Es war totenstill in der Wohnung. Sie hatten beide bemerkt, dass ich wach war, hoffentlich hatte sich Alice nicht aus dem Staub gemacht, aber dann hätte sie an mir vorbei müssen. Oder war sie wirklich so schnell, dass sie das in einer Sekunde geschafft hätte, aus der Küche an meinem Zimmer vorbei zur Wohnungstür zu kommen? Ich wankte etwas panisch in die Küche. Jake sass an einem Hocker, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und sah zu mir als ich in die Küche trat. Sonst war niemand hier, nur das kleine Fenster war geöffnet und verhöhnte meine vorherigen Überlegungen.

Natürlich, das Küchenfenster, daran hatte ich nicht gedacht. ,,habe ich dich geweckt?" fragte Jake und nahm einen Schluck vom Kaffee um unbeteiligt zu wirken. ,,Der Wasserkocher" sagte ich und ging zum Fenster, als ich mich darüber lehnte und in die Gasse unten starrte war diese natürlich leer. Genau wie die Fenstersimse links und rechts von meinem. Ich seufzte leise und drehte mich dann zu Jake um. ,,wollte Alice nicht bleiben?" fragte ich dann unschuldig und sein verdatterter Gesichtsausdruck tröstete mich fast über die Tatsache hinweg, dass Er und Sie sich anscheinend heimlich trafen und Alice einfach gegangen war. ,,wir wollten dich nicht wecken und eigentlich sollte ich ja gar nicht hier sein, da du ja Besuch hast." Sagte da eine Stimme hinter mir und ich konnte mir einen kurzen Schrei nicht unterdrücken. Alice sass hinter mir auf dem Fensterbank und lächelte mich entschuldigend an. ,,und wieso trefft ihr euch heimlich in meiner Küche?" fragte ich etwas atemlos und versuchte mit einer Hand auf der Brust mein Herz zu beruhigen. Alice zuckte mit den Schultern und Jake antwortete ,,anscheinend hatte sie sich Sorgen gemacht weil du Besuch von einem bösen Werwolf hast und ist mit samt der Kavallerie hier aufgetaucht." Brummte er etwas gereizt. ,,also genau so, wie du dich verhalten hättest?" fragte ich, um ihm den Wind aus den Segeln zu nehmen, was auch funktionierte. Sein grimmiger Blick wurde nachdenklich und dann zuckte auch er mit den Schultern.

Aber dafür zischte Alice etwas das klang wie ,,uns mit diesen Hunden zu vergleichen." Schaute jedoch ganz unschuldig und unbeteiligt als ich ihr einen warnenden Blick zu warf. Erst da wurde mir bewusst, was Jake vorhin gemeint hatte. ,,was meintest du mit Kavallerie?" fragte ich dann und er schnaubte nur, Alice interessierte sich sehr für meine Figurensammlung und spielte mit einer Plastikfigur herum. Ich beantwortete mir meine Frage selbst. Jasper hätte sie sicher niemals alleine hier her gelassen wenn Gefahr vorhanden war. Emmet würde sich diesen Spass mit einem Werwolf zu kämpfen sicher nicht entgehen lassen. Rosalie würde sich sicher nicht in Angelegenheiten einmischen die mich betrafen. Esme war wahrscheinlich Zuhause geblieben, da sie Kämpfe nicht mochte, aber Charlise war wahrscheinlich mitgekommen. Was war mit Edward? War er etwa auch gekommen? Mein Herz zog sich wieder schmerzhaft zusammen und dieses Mal war ich es die davon abzulenken versuchte und holte mir eine Tasse aus dem Schrank und goss mir heisses Wasser ein. Nach kurzer Suche in meinem Kühlschrank fand ich was ich benötigte und schnitt eine Zitrone auseinander. ,,Also? Redetet ihr jetzt beide nicht mehr mit mir?" fragte ich danach, drückte die Zitronenhälfte über der Tasse aus und süsste meinen Zitronentee mit Zucker nach. Es war für mich viel zu spät um Kaffee zu trinken und die Zitrone würde meine Nerven etwas beruhigen.

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