Hook

54 6 0
                                        

Colin O'Donoghue-James Hook

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.

Colin O'Donoghue-James Hook

Mit bewusst langsamen Schritten ging ich den leeren Flur entlang. Der Unterricht hatte schon lange begonnen, aber ich versuchte die Zeit noch weiter hinauszuzögern. Als ich schließlich vor der Tür stand, erwägte ich kurz zu klopfen, stieß die Tür dann aber ohne Ankündigung auf und betrat den Raum. Professor Slughorn verstummte und lächelte starr. „Ah, Mister Hook. Gesellen Sie sich auch noch zu uns?"

„Ich will doch Ihren Unterricht nicht verpassen, Professor." Ich grinste ihm zu und ging zu meinem Platz neben Smee. Er stand bereits mit zerzausten Haaren über dem dampfenden Kessel gebeugt, richtete sich aber auf, als er mich bemerkte. „Oh, James! Du wirst es nicht glauben, aber ich bin fertig. Ich bin mir sicher, dass ich alles richtig gemacht habe."
Ich warf einen Blick in den Kessel und auf unseren „gemeinsamen« Trank. „Ich weiß nicht... Soll das so aussehen?" Ich sah durch den Raum um einen Blick auf die Tränke der anderen zu erhaschen, bemerkte stattdessen jedoch, wie mich Will Turner kritisch beäugte.
„Ist was, Turner? Neidisch weil ich Freunde habe, die in meinem Haus sind?", fragte ich höhnisch.
„Nein, ich frage mich nur nach über sechs Jahren immer noch, wie jemand wie du nach Hufflepuff kommen konnte. Slytherin hätte wohl eher gepasst." Er schlug die Hand vor den Mund und schien diesen Satz schon wieder zu bereuen. Kein Wunder, schließlich war es allgemein bekannt, dass die Freundesgruppe von Will praktisch nur aus Slytherins bestand. Dadurch war er ein richtiger Außenseiter in seinem Haus. Tatsächlich hatte ich, wie ich zugeben musste, vor ein paar Jahren schon versucht mich mit ihm anzufreunden, aber er war – typisch Gryffindor – zu eitel um Hilfe anzunehmen.

„Ich möchte doch sehr bitten.", ertönte die Stimme von Slughorn nach Wills letztem Satz.
„Genau, Will", betonte ich die Aussage des Lehrers. Will warf mir einen wütenden Blick zu.
„Bitte Jungs", hörte ich auf einmal die Stimme von Kenai hinter mir. „Wir wollen uns doch nicht streiten." Er stand auf und kam zu mir und Smee. „Ihr solltet euch lieber auf euren Trank konzentrieren." Nach einem Blick, den er in unseren Kessel geworfen hatte, nickte er. „Das sieht doch ganz gut aus. Nur solltet ihr vielleicht alle Zutaten benutzen." Kenai deutete auf ein paar Aalaugen, die noch unberührt auf dem Tisch lagen.
„Smee!" Fassungslos drehte ich mich zu meinem Freund um. „Wie konntest du das vergessen?" Im Raum ertönte vereinzeltes Gelächter, das ich gekonnt ignorierte.
„Äh... tut mir leid, ich... ich habe das wohl übersehen."
„Offensichtlich." Frustriert ließ ich mich auf meinem Stuhl nieder und verschränkte die Arme.

Ich war froh als die Stunde endlich vorbei war. Eigentlich hatte ich keine Lust mehr gehabt den Trank noch fertig zu brauen, aber Kenai war der Meinung, dass er mich ermutigen musste und ist deswegen die ganze Zeit lang neben mir geblieben.
Jetzt drückte ich mich mit Smee durch das Gedränge im Gang mit dem Ziel zur nächsten Unterrichtsstunde bei Professor Flitwick zu kommen. Ich konnte diese Pausen nicht ausstehen. Die Luft war erfüllt von lautstarken Gesprächen und es ließ sich gar nicht verhindern, dass man mit anderen zusammenstieß. Ich spürte wie ich auf einen Fuß trat und kurz danach hörte ich eine empörte Stimme aufschreien. „Du Trottel! Wegen dir habe ich meinen Schuh verloren!"
Ich sah zurück, nur um in Cinderellas wütendes Gesicht zu schauen. Noch bevor ich etwas sagen konnte, kam ihr Freund dazu mit dem Schuh in der Hand. „Cindy, mach dir daraus, ich habe ihn schon."
„Oh vielen Dank! Du bist doch wirklich mein Prinz Charming." Mit diesen Worten stürzte sich auf ihn und begann ihn küssen. Kopfschüttelnd wandte ich mich ab und ging weiter.

„Hey Smee", begann ich. „Du hast doch diesen Freund in Gryffindor."
„Ja, warum?" Smee sah mich verwundert an.
„Kennst du zufällig den Jüngling Peter Pan?" Wir hatten den überfüllten Flur mittlerweile verlassen und waren fast beim Klassenzimmer.
„Pan? Warum?", fragte er erneut.
„Ist doch egal warum. Kennst du ihn oder nicht?"
„Ich kenne ihn aber ich habe nicht viel mit ihm zu tun." Smee griff nach Griff der Zimmertür, hielt dann aber inne. „sagst du mir jetzt den Grund?"
Kurz überlegte ich, aber warum eigentlich nicht? Wenn ich jemanden vertraute, dann Smee. „Ich habe sowas gehört. Anscheinend denkt Pan nicht besonders gut von mir."
Smee sah mich an. „Aber ihr zwei habt doch gar nichts miteinander zu tun. Ich weiß nicht ob er dich überhaupt kennt. Wo hast du das denn gehört?"
Ich winkte ab. „Nicht so wichtig. Aber ich werde Pan auf jeden Fall im Auge behalten." Bevor Smee etwas erwidern konnnte, öffnete ich die Tür und ging ins Klassenzimmer. Ich nickte Hector Barbossa, Elizabeth Swan und Jack Sparrow zu, welche ironischerweise nicht nur meine sondern auch Wills Freunde waren. Es hatte sich herausgestellt, dass die drei in ihrer Freizeit den selben Interessen nachgingen wie ich, deswegen verstand ich mich sehr gut mit ihnen.
Wie in jedem Fach saß ich neben Smee fast in der letzten Reihe. Am Tisch neben uns saß Honey, die uns zulächelte. „Na James? Dieses Mal pünktlich?", fragte sie freundlich.
„Ich darf ja meine Bildung nicht vernachlässigen.", antwortete ich spitz.
Dann wandte ich mich der anderen Seite zu, wo GK saß. Er war Vertrauensschüler von Slytherin und gerade saß er noch hinten gelehnt auf seinem Stuhl und drehte einen Stift in der Hand. Als er meinen Blick bemerkte, schaute er zu mir und grinste breit. „Alles klar?"
„Klar.", sagte ich. „Können wir später reden?"
Rechts von mir sah mich Smee neugierig an.
„Du bist doch gut in Zaubertränke hab ich gehört. Ich bräuchte etwas Hilfe."
„Was immer du brauchst." GK grinste noch breiter und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf den Stift in seiner Hand.
Ich stieß Smee verschwörerisch an. „Ich muss doch auch mal was für unser Team tun. Damit wir das nächste Mal den Zaubertrank richtig machen."
Smee nickte zustimmend und ich lehnte mich zufrieden zurück.

Hogwarts-A New Year BeginsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt