Ich saß auf der Trauerweide und sah hinauf auf den schwarzen See. Nach der Verkündung der Champions war ich hier her gegangen um meine Gedanken zu ordnen und meine nächsten Handlungen zu überdenken.
Es war als hätte eine Faust meinen Magen getroffen, als meine kleine Schwester Anna gezogen wurde. Ich dachte, dass gerade sie wüsste wie gefährlich das Ganze ist. Ich hatte schon lange nicht mehr mit ihr gesprochen, doch ich hatte es auch nicht für nötig gehalten mit ihr über das Turnier zu reden, da ich automatisch der Annahme gewesen, war sie würde das für totalen Quatsch halten. Und dann war da noch Jack Frost.
Als sein Name gezogen worden war, wunderte ich mich zuerst nicht, da ich mir schon gedacht hatte, dass er mitmacht, doch gleichzeitig fragte ich mich warum.
„Ich will ja nicht schon wieder streiten, aber warum bist du hier?", hörte ich jemanden hinter mir. Ich drehte mich um und sah in die hellblauen Augen von Jack. Er lächelte mich an. Ich stockte. Tat er das wirklich? Doch auch beim zweiten Hinsehen waren seine Mundwinkel nach oben gezogen.
Was war denn mit ihm los, dass er sogar lächelte?
Er kam auf mich zu und setzte sich neben mich.
„Ich denke nach.", meinte ich und rutschte ein bisschen zur Seite.
„Worüber?", wollte er sofort wissen. Ich wusste nicht viel über ihn, doch er war so neugierig, intelligent und ehrgeizig, dass es mich wunderte, dass er in Slytherin war.
Ich wusste nicht, ob es ihm wirklich erzählen sollte. Wir hatten bisher zwei Gespräche-okay und Theater, aber da hatten wir bis jetzt noch kein Wort gewechselt-und er schien nicht wirklich daran interessiert sich mit mir zu unterhalten, doch dann rief ich mir meine Mission wieder in den Kopf. Mein Ehrgeiz und mein Verstand standen in einem Konflikt, also entschied ich auf meinen Bauch zu hören.
„Willst du das wirklich wissen, oder geht es dir nur um Höflichkeit?"
Ich sah in sein Gesicht, um seine Reaktion besser ablesen zu können, doch es funktionierte nicht, denn er zeigte keine Regung.
„Natürlich tue ich das aus Höflichkeit und Interesse.", erklärte er. Er klang sachlich.
Ich lächelte ihn an um ihn aus seinem Schneckenhaus herauszuholen.
„Interesse an mir und meinen Gefühlen oder an der menschlichen Art und Weise zu denken?"
Jetzt bewegte sich etwas in seinem Gesicht. Seine Augenbrauen hoben sich und seine Augen wurden größer. ER war geschockt du sah mich fragend an. „Wie ist das gemeint?"
„Na ich dachte du bist ein Werwolf und weißt vielleicht nicht wie es ist menschliche Gefühle zu besitzen."
Nun sah er geschockt und beleidigt aus. Die Werwolftheorie glaubte ich nicht, doch sie war produktiv gewesen um ihn aus seiner Reserve zu locken.
„Bist du wirklich der Meinung, dass ich ein Werwolf bin?", er sah mir dabei tief in die Augen, als könne er daraus etwas lesen, „Außerdem ist die Definition eines Werwolfs, dass er halb Mensch , halb Wolf ist und nur seine menschlichen Gefühle nur verliert, wenn er an Vollmond sich unter Qualen in einen Wolf verwandelt."
Er wollte diskutieren, das konnte er haben.
„Nun ja. Du weißt schon ganz viel darüber, dafür dass du behauptest keiner zu sein."
„Du glaubst gar nicht, dass ich einer bin. Du versuchst in mir nur den Glauben zu erschaffen. Bitte versuch es gar nicht abzustreiten. Außerdem weiß ich, dass nicht aus Erfahrung, sondern aus Büchern und dem Unterricht, wenn du mal aufpassen würdest, dann wüsstest du das vielleicht.", meinte er schnippisch und wartete auf meine Antwort
„Ich pass sehr wohl im Unterricht auf. Das Einzige bei dem ich immer Probleme habe sind Wärmezauber, aber das weißt du ja schon. Und du hast Recht. Ich wollte dich glauben lassen, dass ich dich für einen Werwolf halte, doch jetzt wo du es weißt kann ich dir ja auch einfach die Wahrheit sagen Jack."
Er sah interessiert zu mir herüber. „Ach und was genau ist denn die Wahrheit?"
Ich sah auf den See und überlegte so schnell ich konnte, als ich ihm wirklich die Wahrheit sagen sollte. Sollte ich ihm sagen, dass ich hinter seine Fassade gucken wollte.
„ Um dich haben alle immer so geredet und versucht herauszufinden, was hinter dem kalten Jack Frost steckt. Dann hast du an dem Auswahlspiel teilgenommen und ich fragte mich warum? Ich bin eine Ravenclaw und neugierig, also versuchte ich mir dir zu lernen. Nicht, weil ich allen erzählen will was hinter dieser kalten Fassade, die du immer aufgesetzt hattest steckt, sondern weil mein-ach keine Ahnung wie ich das nennen soll-verlangte mit dir in Kontakt zu treten.", beendete ich meinen Satz.
Was würde jetzt wohl passieren? Was wird er jetzt von mir halten?
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Hogwarts-A New Year Begins
FanfictionA new year Begins... Es war einmal... Vor gar nicht allzu langer Zeit. Da waren ein paar außergewöhnlichen Leute auf einer Schule namens HOGWARTS. Doch dieses Jahr schien interessanter zu werden, als sie es sich gedacht hatten...
