A new year Begins...
Es war einmal...
Vor gar nicht allzu langer Zeit. Da waren ein paar außergewöhnlichen Leute auf einer Schule namens HOGWARTS. Doch dieses Jahr schien interessanter zu werden, als sie es sich gedacht hatten...
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Liam Hemsworth-Kristoff
Ich legte ein weiteres Buch auf den Stapel vor mir, der schon eine beachtliche Größe erreicht hatte. Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen mit dem Aufsatz erst am Tag vorher zu beginnen. Um ehrlich zu sein, hatte ich die Hausaufgaben einfach unterschätzt und jetzt, da ich sah wie komplex dieses Thema war, über das wir schreiben sollten, überkam mich eine Art der Verzweiflung. Ich zog noch ein Buch aus dem Regal. Doch bevor ich es aufschlagen konnte, wurde es mir aus den Händen gezogen. „Was liest du da?"
Das durfte doch nicht wahr sein. Ich schlug die Hände vors Gesicht. „Nein, Taffnuss, nicht jetzt, bitte." „Ach, das ist nur langweiliges Zeug." Raffnuss tauchte neben ihrem Bruder auf, riss ihm das Buch aus den Händen und schmiss es hinter sich. „Ich kann jetzt wirklich nicht, ich habe zu tun." Ich hob meinen Bücherstapel und balancierte ihn durch den Raum zu Madam Pince, der Bibliothekarin. „Was hast du denn schon zu tun?" Die Zwillinge folgten mir dicht auf den Fersen. „Hausaufgaben?" „Werden überbewertet."
Ich legte meine Bücher vor Madam Pince ab. Sie zog den Stapel zu sich hin. „Die willst du alle mitnehmen?" „Ja bitte", sagte ich nickend. „Okay, und ihr zwei wollt nichts ausleihen?" Sie wandte sich an Raffnuss und Taffnuss. „Doch eigentlich schon." Taffnuss nahm das oberste Buch von meinem Stapel. „Eigentlich wollte ich auch dieses Buch." Raffnuss nahm das nächste Buch. „Und ich möchte das hier." „Was?" Fassungslosstarrte ich sie an. „Die hab aber ich schon. Außerdem lest ihr doch sowieso nicht." „Das ist eine Lüge!" Taffnuss riss entrüstet die Augen auf. „Bitte, Madam Pince. Kristoff hat schon so viele andere Bücher." Die Bibliothekarin seufzte. „Das stimmt, Kristoff, Tut mir leid, aber du kannst nicht alle Bücher haben." „Aber ich brauche sie für meine Hausaufgaben!" „Zu spät." Raffnuss nahm mein Buch in die Hand. Taffnuss tat es ihr gleich und gemeinsam verließen sie die Bibliothek so schnell wie möglich.
Verzweifelt sah ich ihnen hinterher. „Sie können mich doch nicht im Stich lassen Madam Pince." „Zieh mich da nicht mit rein. Ich bin sicher, dass du in diesen Büchern genug Informationen findest." Sie schob den Bücherstapel zu mir. Ich nahm ihn entgegen und machte mich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum.
Eigentlich sollte ich es langsam gewohnt sein, dass Raffnuss und Taffnuss mir ständig auf die Nerven gingen. Aus welchem Grund auch immer, schienen sie in mir das perfekte Opfer gefunden zu haben. Um das ganze noch schlimmer zu machen, schien sich das herumgesprochen zu haben. Denn innerhalb kürzester Zeit hatte sich eine Gruppe aufdringlicher Verrückter um mich gebildet.
Ich ging gerade die Treppe hoch, als mir urplötzlich die Trickstufe einfiel. Die musste genau jetzt kommen. Schnell machte ich einen Sprung; als ich wiederaufkam, fielen mir die oberen Bücher vom Stapel. Ich ging vorsichtig in die Hocke, um sie wieder aufzuheben, da verlor ich das Gleichgewicht und die restlichen Bücher verteilten sich auch auf der Treppe.
„Brauchst du Hilfe?" Das durfte doch nicht wahr sein! „Nein! Nein, ich komme zurecht." Einige Stufen über mir stand der Hutmacher und strahlte mich an. „Lass mich einem guten Freund wie dir helfen." Er kam auf mich zu und begann mir ein Buch nach dem anderen zu reichen. „Wir sind keine Freunde", versuchte ich klar zu stellen. „Ich kenne nicht mal deinen richtigen Namen." „Sind wir mal wieder ein bisschen schlecht gelaunt, Kristoff?" Er legte das letzte Buch auf den Stapel, der sich wieder in meinen Händen befand. Dann legte er mir eine Hand auf die Schulter. „Komm mit, einen Tee trinken, dann wirst du dich bestimmt besser fühlen." „Nein danke, ich habe es wirklich eilig. Ich bin gerade ein bisschen im Stress." „Oh, du bist im Stress?" Der Hutmacher riss die Augen auf. „Komm mit mir einen Tee trinken, dann wirst du dich besser fühlen." „Ich brauche keinen Tee, ich brauche einen fertigen Aufsatz, bis morgen früh!" Ohne auf eine Antwort zu warten, lief ich die Treppen weiter hoch. Ich musste mich nicht umdrehen, um zu wissen, dass mir der Hutmacher folgte. „Einen Aufsatz! Fantastisch! Soll ich dir helfen?" „Nein, bitte nicht." Ich versuchte mit aller Kraft ruhig zu bleiben. „Keine Sorge, dass macht mir keine Umstände." Er nahm ein Buch von meinem Stapel und klappte es auf. Kurz darauf ließ er es schlagartig fallen, als hätte er sich verbrannt. „Ich habe es mir überlegt. Mach es allein." „Das hatte ich auch vor. Danke. Auf Wiedersehen." Vorsichtig hob ich das Buch wieder auf-dieses Mal fiel mir zum Glück kein Anderes herunter und machte mich daran schnellst möglich vom Hutmacher wegzukommen, der mir fröhlich nachwinkte.
Ich war im ersten Moment so erleichtert, dass ich ihn endlich abgewimmelt hatte, dass ich mich erst später wunderte, wie mir das gelingen konnte. Warum hatte der Hutmacher plötzlich seine Meinung geändert?