Hicks

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Andrew Garfield-Hicks

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Andrew Garfield-Hicks


„Ich bin so aufgeregt! Glaubst du wir werden genommen? Wir werden bestimmt genommen!" Ein Stück Bacon fiel von der Gabel, die Hiro durch die Luft geschwenkt hatte.

„Beruhige dich, Hiro. Sonst kannst du dich nicht auf das Vorspiel konzentrieren." Ich war selbst schrecklich aufgeregt. Wenn ich meine Hand hob, konnte ich sehen, wie sehr sie zitterte, egal wie sehr ich versuchte mich zu entspannen.
„Du hast gut reden.", meinte Hiro, „ Du wirst bestimmt genommen. Ich verstehe nicht, warum du erst dieses Jahr zum Auswahlspiel gehst."
Das hatte er schon oft gesagt und immer wieder, hatte er mich dazu bringen wollen dem Quidditchteam beizutreten. Es stimmte, ich spielte schon lange Quidditch – wenn auch nur in meiner Freizeit – und meinen Freunden nach zu urteilen war ich auch nicht schlecht dabei. Außerdem konnte ich mir nichts schöneres vorstellen, als auf einem Besen durch die Luft zu fliegen.
„Ich habe einfach das Gefühl, dass dieses Jahr der richtige Zeitpunkt ist."
„Aber warum ausgerechnet dieses Jahr?", fragte Hiro erneut.

„Hicks!", ertönte auf einmal eine aufgeregte Stimme hinter mir und ersparte mir somit eine Antwort. Als ich mich umdrehte, sah ich wie Fischbein auf mich zu rannte. „Hicks.", sagte er erneut und blieb neben Hiro und mir stehen. „Ich habe mich dazu entschieden, doch zum Auswahltraining zu gehen. Ich möchte versuchen die Jägerposition zu bekommen."
„Das ist fantastisch Fischbein.", sagte ich. Fischbein, wie er aufgrund seiner kurzen Beine genannt wurde, sah zwar nicht so aus, doch er war ein sehr guter Quidditchspieler.
„Was?" Hiro sah uns fassungslos an. „Das ist gar nicht fantastisch. Es gibt bei Ravenclaw nur zwei freie Jägerposten."
„Oh." Fischbein schien sich leicht unwohl zu fühlen. „Das tut mir leid, aber du hast ja trotzdem eine Chance ins Team zu kommen. Es werden sich noch andere Schüler bewerben, aber letztendlich wird der gewählt werden, der für unser Quidditchteam am besten ist."
Hiro verzog das Gesicht. „Es wird der gewählt werden, der am besten ist.", ahmte er Fischbein nach. „Weißt du was? Ich versuche meinen Bruder schon seit vier Jahren dazu zu bringen mich ersthaft für das Team in Erwägung zu ziehen. Ich kann das nämlich! Ich bin gut in Quidditch! Und außerdem weiß ich, dass Alice sich auch noch bewerben wollte."
„Wenn du gut bist, hast du doch nichts zu befürchten.", versuchte ich ihn zu ermutigen. Da ich selbst Sucher werden wollte, hatte ich mir über die Jägerposition keine Gedanken gemacht.
„Nein, du verstehst nicht!" Hiro fuhr sich nervös durch die Haare. „Mein Bruder will mich nicht im Team haben! Und je mehr Alternativen er hat, desto geringer wird die sowieso schon kleine Wahrscheinlichkeit, dass er mich nimmt."
„Oh Hiro, das tut mir leid.", sagte Fischbein erneut. „Aber ich möchte es wirklich gerne ausprobieren; und so gut bin ich ja schließlich auch nicht."
Er lächelte gutmütig bevor er sich auf der Bank niederließ und sich seinem Essen widmete. Ich hingegen stand auf, verabschiedete ich von meinen Freunden nachdem ich Hiro noch einmal zu beruhigen versucht hatte – leider vergeblich – und verließ die Halle.

Ich hatte noch Zeit bevor die erste Stunde begann, also macht ich mich auf den Weg zum Gemeinschaftsraum.
Natürlich hoffte ich, dass Hiro in das Team aufgenommen werden würde, andererseits wusste ich aber, dass sein Bruder, der gleichzeitig Kapitän des Quidditichteams von Ravenclaw war, ihn nicht unbedingt dabeihaben wollte.
Was wenn er wirklich nicht genommen werden würde? Hiro tendierte nämlich dazu überzureagieren. Beinahe machte ich mir mehr Sorgen um ihn, als um mich selbst. Aber nur beinahe. Um ehrlich zu sein war ich nämlich ziemlich erleichtert gewesen, als Fischbein zu uns gekommen war, als Hiro mich gefragt hatte, warum ich ausgerechnet dieses Jahr in Team wollte. Den Grund wollte ich ihm nämlich auf gar keinen Fall sagen. Ich wusste er würde mich sonst damit aufziehen.

Plötzlich legten sich zwei Hände auf meine Schultern. Ich zuckte zusammen und fuhr herum. Astrid sah mir ins Gesicht und sofort musste ich lächeln. „Astrid." Ich machte einen Schritt zurück um sie besser sehen zu können. „Hey Astrid."
„Hallo Hicks." Sie grinste breit. „Du bist aber schnell mit Essen fertig. Aufgeregt wegen dem Auswahltraining?"
„Aufgeregt? Ich? Nein gar nicht." Sie wollte gerade antworten, da fügte ich schnell hinzu: „Du hörst, dass das ironisch gemeint war, oder? Ich bin nämlich so nervös, dass ich vermutlich vom Besen fallen werde."
„Ganz ruhig Hicks. Du schaffst das schon. Ich glaube an dich."
Vermutlich wusste sie gar nicht, wie viel mir diese Worte bedeuteten. Einerseits stieg mein Selbstvertrauen ein wenig an, auf der anderen Seite jedoch machte ich mir jetzt nur noch mehr Druck. Ich hatte das Gefühl, ich müsste ihr etwas beweisen, auch wenn der rationale Teil von mir wusste, dass das natürlich nicht der Fall war.
„Danke Astrid.", sagte ich trotzdem. „Wirst du da sein?"
„Natürlich. Das lasse ich mir doch nicht entgehen."

Astrid war seit letztem Jahr Treiberin des Quidditchteam von Gryffindor. Seit ich das erfahren hatte, war ich fest entschlossen ebenfalls ins Team zu kommen. Ich wusste, dass das Astrid freuen würde, auch wenn sie es geliebt hatte mich mit der Tatsache aufzuziehen, dass sie für ihr Haus spielte und ich nicht.
„Also, ich muss jetzt gehen." Sie wandte sich zum Gehen. „Glaub mir, du schaffst das. Du bist der beste Flieger, den ich kenne. Wir sehen uns." Mit diesen Worten drehte sie sich nun und ließ mich zurück.
„Wir sehen uns.", wiederholte ich, obwohl Astrid schon außer Hörweite war. Fasziniert starrte ich ihr hinterher.

„Du warst gut Hiro, wirklich.", bestätigte ich ihm zum gefühlten zwanzigsten Mal. Doch meine Aufmerksamkeit galt mal wieder nur Astrid, die mir zu grinste und beide Daumen hochhielt.
Das Testspiel war wirklich gut gelaufen. Zwar hatte ich als Jäger gespielt, doch Tadashi hatte mir versichert, dass er auch so sehen könnte, ob ich einen guten Sucher abgeben würde. Jetzt stand ich zwischen Hiro und Fischbein, die sich gar nicht unterschiedlicher hätten verhalten können.
Hiro zappelte links von mir herum und wollte alle paar Sekunden erneut bestätigt bekommen, dass er gut gespielt hatte, während Fischbein ruhig dastand und geduldig wartete.
„Weißt du, Hicks, eigentlich ist es mir egal ob ich genommen werde oder nicht." Fischbein sah nachdenklich nach oben. „Ich meine, verstehe mich nicht falsch, ich würde mich bestimmt wirklich freuen, wenn ich ins Team dürfte, aber wenn es nicht klappt, wäre das kein Problem."
„Ja.", antwortete ich nur, den Blick noch immer auf Astrid gerichtet.
„Hicks.", hörte ich Hiro erneut. „Findest du wirklich, dass ich gut genug war?"
„Auf jeden Fall." Ich betrachtete wie sich Rotzbacke zu Astrid gesellte.

Eigentlich war ich auch mit ihm befreundet, mir gefiel es nur nicht sonderlich, dass er sich hin und wieder an Astrid ranmachte.
„War ich besser als Fischbein?"
„Was?" Verwirrt sah ich zu Hiro.
„Ob ich besser als Fischbein gespielt habe?", wiederholte er und ich bemerkte, wie er Fischbein einen Blick zuwarf. Ich wollte 'ja' sagen, nur damit er sich endlich beruhigte, da drehte Fischbein seinen Kopf zu mir und sah mich neugierig auf eine Antwort wartend an.
„Ähm...", ich zögerte. „Ich würde sagen, ihr wart gleich gut.

Fischbein grinste glücklich und Hiro starrte mich fassungslos an.
Ich wollte wieder Astrid und Rotzbacke beobachten, da kamen die Teamcaptains der verschiedenen Häuser auf das Feld. Langsam wurde ich nervös. Astrid lächelte mir aufmunternd zu und ich nahm fast gar nicht mehr war, wie Hiro neben mir rumzappelte.

Wie um die Spannung zu steigern verkündete Tadashi als letztes die neuen Mitglieder für das Ravenclawteam. „Wir haben drei Plätze zu vergeben. Also, zukünftig für Ravenclaw spielen werden Hicks als Sucher..."
Eine riesige Last fiel von mir und unwillkürlich begann ich zu grinsen.
„...Alice als Jägerin und der zweite freie Jägerplatz geht an Fischbein." Neben mir engleisten Hiro alle seine Gesichtszüge.

Hogwarts-A New Year BeginsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt