Peter Pan

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Thomas Brodie Sangstar-Peter Pan

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Thomas Brodie Sangstar-Peter Pan

Ich schlenderte durch den Gang auf dem Weg zur Theaterprobe. Ich war schon zwanzig Minuten zu spät, doch den guten Genie interessiert das erstens nicht und zweitens war ich der beste Schauspieler, den Hogwarts jemals gesehen hatte, also konnten sie mich sowieso nicht rausschmeißen.

„Peter, wir warten schon auf dich. Wir haben schon zwei Stücke ausgewählt, aber wir brauchen deine Stimme um ein klares Ergebnis zu bekommen.", rief Wendy, die mich anscheinend gesucht hatte.
Ich verdrehte die Augen. „Ich kann es kaum erwarten."
Sie zog mich in eines der Klassenzimmer in denen wir die Theaterstunden abhielten. Alle standen in Richtung der Tafel gewandt und waren heftig am Diskutieren. Genie, der zweite Hausgeist von Ravenclaw, stand, naja, flog hilflos in der Mitte und versuchte die Schüler zu beruhigen. Ich wurde von Wendy durch die streitenden Schüler zu unserem guten Genie gezogen, der erleichtert aufatmete, als er mich sah.

„Da bist du ja endlich, Peter. Ich hatte schon gedacht du kommst nicht."
Ich schüttelte den Kopf. „Aber, aber, ich würde doch niemals die Theaterprobe verpassen. Ich hatte nur noch etwas Wichtiges zu erledigen.", sagte ich und lächelte bei dem Gedanken an den Gesichtsausdruck von Merida, als sie bemerkte, dass ihre Hausaufgaben unbrauchbar waren, da Tinte „ausversehen" auf das Pergament gekommen war.
„Ach ja, was war denn wichtiger als die Probe, dass du zu spät kommst?", fragte mich plötzlich jemand.
Ich drehte mich um und sah Esmeralda. Sie hatte sich zu der Leiterin ernannt, wenn Genie nicht da war und sie mochte es so gar nicht, wenn man zu spät kam.
„Ich versichere dir, dass es wichtig war, sonst hätte ich es nicht erledigt." Ich zwinkerte ihr zu, sah dann auf die Tafel und erkannte das Problem, das Wendy Darling vorhin angesprochen hatte.

Genie hatte für dieses Jahr zwei Theaterstücke ausgesucht und da wir 13 Leute waren, unseren Leiter mit eingeschlossen, stand es jetzt sechs zu sechs. Ich sah mir nicht einmal an welche Stücke zur Auswahl waren, sondern entschied mich für das, welches nicht von Esmeralda gewählt worden war, dafür jedoch von Wendy und Genie.
Alle, die dasselbe ausgesucht hatten brachen in Jubel aus, während Esmeralda mich mit ihren stechend grünen Augen zu töten versuchte . Als ich entschied den Titel zu lesen, wurde mir auch bewusst wieso.
„Die Prinzessin und das Dorfmädchen". Ich riss erschrocken die Augen auf. Das konnte doch nicht Genies Ernst sein?! In dem Stück gibt es wahrscheinlich noch nicht einmal eine richtige, männliche Hauptrolle! Doch ich würde mich nicht umentscheiden, denn das würde Esmeralda nur ihre Genugtuung geben und das musste ich unbedingt verhindern.
„Dann wäre das geklärt. Ich habe mir in den Ferien auch schon Gedanken gemacht, wie das funktioniert, da es ja musikalisch unterstützt werden sollte.", ergriff der Geist das Wort.
Wovon redete der eigentlich? Was für eine musikalische Unterstützung?
„Wenn ich fragen darf, warum brauchen wir musikalische Unterstützung? Und bei allem Respekt, doch wie kommen sie auf die Idee ein solches Stück aufzuführen?", fragte Jack Frost, der aus der Ecke trat.

Ich rieb meine Augen. War das wirklich Jack Forst? Ich meine Jack Frost, der Schnatzklauer und der ach so tolle Slytherin? Was hatte der bitte in der Theatergruppe verloren?
„Das ist eine witzige Geschichte: Also meine Lieben, ihr wisst ja, dass meine Verwandten noch leben und ich sie manchmal besuche. Meine kleine Nichte ist gerade fünf Jahre alt geworden und liebt, ...wie heißt dieses Muggelding doch gleich... Ach ja Filme. Da gibt es diese wunderschönen, wie heißen sie nochmal..."
„Barbie-Filme.", half Esmeralda ihm auf die Sprünge und erinnerte damit alle an ihre Herkunft.
„Ja, genau. Danke, meine Liebe. Auf jeden Fall habe ich natürlich so viele wie ich konnte zu Theaterstücken umgeschrieben und dieses finde ich besonders schön. In der Version, die ich dort in dem Zauberkasten gesehen habe, hatten die Figuren gesungen und deshalb brauchen wir  mein Lieber, musikalische Unterstützung."
Ich bewunderte Genie, denn er konnte ohne Punkt und Komma reden. Vielleicht hatte er es einfacher als Geist, da er nicht Luft holen musste? Müssen Geister atmen? Ich zuckte mit den Schultern. Ich hatte einfach keine Ahnung, wie er das anstellte.
Frost nickte jetzt, als hätte er es verstanden.

Genie klatschte in die Hände, was jedoch kein Geräusch von sich gab.
„Ich bin so aufgeregt. Das wird ein großer Spaß mit dem Chor zusammen zu arbeiten. Außerdem habe ich euch alle um das Stück perfekt auf die Bühne zu bringen. Hab ich Recht?"
Ein zustimmendes Murren ging durch die Reihen.

„Na dann lasst mich doch schon einmal eure Rollen verteilen."
Die Spannung im Raum stieg, denn jeder von uns hoffte auf eine gute Rolle. Das Einzige was jedoch für mich zählte, war die beste männliche Rolle zu bekommen denn die stand mir als bester männlicher Schauspieler, ach was sag ich denn da, als bester Schauspieler der Gruppe auch zu, obwohl ich aus dem Titel schloss, dass die Hauptrollen weiblich waren.
„ Für die weiblichen Hauptrollen brauche ich zwei Personen, wie der Titel schon sagt, eine Prinzessin und ein Dorfmädchen. Für diese Rollen fallen mir sofort zwei Personen ins Auge.
Liebe Elsa, würdest du meine Prinzessin sein und du liebe Esmeralda, würdest du die Rolle der Erika übernehmen?", fragte er die Beiden. Sie nickten freudig und fielen sich in die Arme.
„Dann brauche ich noch eine Königin. Meine liebe Kida, dies wäre deine Rolle." Sie nickte ebenfalls euphorisch.
Meine Vorfreude wuchs. Wenn es eine Königin gab, musste es auch einen König geben. Das wäre dann wohl meine Bestimmung.
„Dann wäre da noch die Rolle des Bösewichts Prevenger, die ich gerne unserem guten GK anvertrauen würde und seine zwei Komplizen, die Olaf und Fred spielen werden."
Alle nickten dankend, während ich einen inneren Konflikt ausfocht. Es gab keinen König. Hätte ich dann nicht wenigstens die Rolle des Bösewichts verdient?
„Als die Madame Karpfen und ihre Angestellte würde ich unsere Königin der Herzen, Cora, auswählen ihre Angestellte wird Rapunzel." Auch diese akzeptierten seine Wahl.
„Aladdin und Wendy, für euch beide bleibt dieses Jahr leider nur das Bühnenbild und kleine Nebenrollen. Doch mit euch steht und fällt das Theater."
Ja, ja, wer es glaubt wird seelig. Ohne den Hauptdarsteller geht wohl gar nichts.
„So bleiben noch zwei Rollen übrig: Die des guten Dominiks, der König und der Verlobte von Annelise, der Prinzessin, und diese Rolle kommt unserem Neuling Jack zu Teil."

Mir klappte der Mund auf, das war dann doch zu viel des Guten. Ein Anfänger klaute mir erst den Schnatz und jetzt auch noch diese wichtige Rolle. Ein Typ den keiner kannte?!
„Dem lieben Peter gebe ich die Rolle des Lehrers Julian, der mit der Prinzessin sowohl auch mit der lieben Erika interagiert."
Ich starrte ihn mit offenem Mund an. Ich sollte mit Esmeralda zusammenarbeiten? Und dazu wurde ich nur der langweilige Lehrer, während Jack König wurde? Das war doch wohl ein schlechter Scherz!


Hogwarts-A New Year BeginsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt