A new year Begins...
Es war einmal...
Vor gar nicht allzu langer Zeit. Da waren ein paar außergewöhnlichen Leute auf einer Schule namens HOGWARTS. Doch dieses Jahr schien interessanter zu werden, als sie es sich gedacht hatten...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
John-Chris Evans
„Wir haben ein Problem", sagten John und ich gleichzeitig zueinander.
„Oh nein du auch?" Das klang gar nicht gut. Ich wollte ihm eigentlich gerade von dem Brief meiner Eltern erzählen, doch jetzt wollte ich erst sein Problem klären. Seit dieses Turnier angekündigt worden war, war es für uns einfacher geworden uns zu treffen. Die meisten Schüler verbrachten ihre Freizeit beim Feuerkelch und somit waren die Gänge fast die ganze Zeit leer. Gerade saßen wir an die Wand gelehnt auf dem Flur dicht nebeneinander und ich wartete ungeduldig auf eine genaue Beschreibung seines Problems. „Nun ja, also ich weiß nicht ob man es direkt als Problem bezeichnen kann. Ich wollte erst einmal hören, was du dazu sagst." „Ja?" Leicht verunsichert sah ich ihn an.
„Es könnte sein", begann John, „dass vielleicht...also ich bin mir nicht sicher, aber eventuell weiß...also er hat nur eine Andeutung gemacht, aber ich glaube Herkules weiß Bescheid über uns." Er wirkte so unsicher, dass er mir fast schon Leid tat. „Oh." Ich merkte, dass ich kaum überrascht war. „Okay, ich denke das macht nicht. Schließlich ist er dein Freund und wenn du es nicht willst, würde er es bestimmt nicht weiter sagen." „Bestimmt nicht." Nachdenklich sah er auf den Boden und ich fragte ich ob es das war, da sprach er weiter. „Ich fürchte Flynn weiß es auch. Zumindest hat er auf die Andeutung von Herkules reagiert." Ich zog die Augenbrauen hoch. „Flynn. Ah, okay." Ich kannte Johns Freunde nicht besonders gut, aber ich wusste, dass Flynn eine sehr gesprächige Freundin hatte, vor der er bestimmt keine Geheimnisse hatte. Aber andererseits galt wieder das gleiche wie bei Herkules. „Das macht nichts", sagte ich „Wirklich." „Ich sage es dir nur, weil ich weiß, dass du es eigentlich nicht willst." Ich konnte hören, dass er sich deswegen schlecht fühlte. „Es ist wirklich in Ordnung. Was sind schon zwei Leute?" „Adam weiß es vermutlich auch."
Ein Schweigen entstand. Adam kannte ich am schlechtesten von Johns Freunden und ich konnte ihn kein bisschen einschätzen. „Du weißt schon", fügte John hinzu. „Wenn es einer weiß, dann wissen es alle." „Du kannst nichts dafür.", sagte ich mit voller Überzeugung. „Eben doch. Sie können es ja nur von mir wissen." Es war wirklich traurig John so niedergeschlagen zu sehen.
„Du kannst nichts dafür", wiederholte ich. Es war meine Idee es geheim zu halten und ich kann von dir nicht verlangen deine Freunde anzulügen. Außerdem gibt es schlimmeres. Womit wir bei meinem Problem wären." Tatsächlich hatte ich den Brief während des Gesprächs eben fast verdrängt, doch jetzt wo ich kurz davor stand es John zu erzählen wurde ich schrecklich nervös.
„Also." Ich atmete tief durch. „Ich habe diesen Brief." Der Brief war komplett zerknittert als ich ihn aus meiner Tasche zog, so oft hatte ich ihn schon gelesen. Vielleicht hätte ich ihn lieber verbrennen sollen. Meine Hand zitterte als ich John den Brief reichte. Natürlich merkte er es sofort. Er nahm den Brief und fasst nach meiner Hand. „Hey ganz ruhig." Er strich mit dem Daumen über meinen Handrücken. „Du machst mich auch nervös." „Tut mir leid", sagte ich und beobachtete wie er mit der freien Hand den Brief auffaltete. „Alles gut", meinte er und begann die Zeilen durchzulesen. Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und schloss die Augen. Ich wollte seine Reaktion nicht sehen. Den Brief konnte ich schon so gut wie auswendig, weswegen ich ungefähr einschätzen konnte, an welcher Stelle John ungefähr war. Er solle mittlerweile am Ende sein, doch ich konnte keine Reaktion bei ihm bemerken. Ich setzte mich auf und öffnete die Augen. Er las immer noch. Seinem starren Gesichtsausdruck noch zu beurteilen bereits das zweite Mal. „John...", begann ich, doch er unterbrach mich mit einer Handbewegung, stand dann auf und las weiter. Ich beobachtete wie seine Augen von einer Zeile zur nächsten sprangen. Es war unmöglich für mich seine Gedanken zu erraten. Schließlich senkte er den Brief und sah mich an.
„Von wann ist der?", fragte er. „Letzte Woche." Stille. Ich hatte gehofft, dass John etwas Hilfreiches sagen oder irgendeine Idee haben würde; doch jetzt schien es als wäre er noch verunsicherter als ich. „Was sagst du dazu?", fragte ich also. Ich konnte ihn ja verstehen. Ich selbst hatte eine ganze Woche gebraucht um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. „Ich weiß nicht", sagte er langsam. „Vielleicht...ähm also...", er zuckte hilflos mit den Schultern. „Sag du es zuerst. Ist es nicht wichtiger was du denkst?" „Aber mir ist es wichtig was du denkst." Ich stand auf und lehnte mich gegen die Wand. „Aber wenn du nichts sagst, dann sage ich dir was ich denke." Ich hatte lange und ausführlich darüber nachgedacht, hatte sogar Mulan, meine Freundin, eingeweiht und mich mit ihr beratschlagt. John sah mich abwartend, aber sorgenvoll an. Ich machte einen Schritt auf ihn zu und riss ihm den Brief aus den Händen. „Es ist mir egal was meine Eltern von mir wollen." Ich riss den Brief in der Mitte durch. „Ich habe lange genug auf sie Rücksicht genommen und alles gemacht was sie wollen. Aber jetzt sind sie einen Schritt zu weit gegangen." Zu meiner Verwunderung sah John richtig erleichtert aus. Hatte er wirklich gedacht, ich würde ihn verlassen und dem Wunsch meiner Eltern nachkommen? „Und was willst du ihnen sagen?", fragte er leise. Ich musste nicht über eine Antwort nachdenken. „Nein. Ich werde einfach nein sagen." John sagte wieder nichts. Er schien etwas überfordert mit der Situation zu sein und ich konnte es ihnen nicht verübeln. Immerhin hatte ich die letzten Monate immer gesagt, dass ich unsere Beziehungen geheim hatte möchte um meine Eltern nicht zu enttäuschen. „Ich werde meine Eltern von uns erzählen. Dann ist Schluss mit dem Versteckspiel."
John öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Ich musste zugeben, das ging gerade sehr schnell und ich konnte seine Reaktion durchaus nachvollziehen. Ich trat noch näher an ihn heran und umarmte ihn. „Es wird schon alles gut. Meine Eltern können mich zu nichts zwingen." Er atmete tief durch und drückte mich fest an sich. Noch immer hatte er nichts zu meinen Plänen gesagt. „Was hältst du davon?", versuchte ich ihn zum Sprechen zu kriegen. Er ließ mich wieder los. „Ich habe nichts dagegen. Aber bist du dir wirklich sicher?" Ich nickte. „Ja. Ich habe lange darüber nachgedacht." Es war die richtige Entscheidung. Meinen Eltern würde ich das noch alles erklären und ich hoffte sie würden mich verstehen. Wenn nicht, war das ihr Problem. „Und Kocoum wird das auch noch akzeptieren", fügte ich hinzu. John nickte nachdenklich. Ich griff nach seiner Hand. „Ich will deine Freunde kennen lernen." „Jetzt?" Erschrocken sah er mich an. „Ich muss sie erst darauf vorbereiten!" „Du kannst ja sprechen", sagte ich scherzhaft. „Nein, nicht unbedingt jetzt. Wann es dir passt." Schon seit einer Ewigkeit wollte ich seine Freunde kennen lernen, in deren Gegenwart er zu einer völlig neuen Person wurde. Ich vermutete zumindest, dass es so war, denn alleine schon wenn John von ihnen sprach wurde er plötzlich gesprächiger. „Okay", sagte er und lächelte leicht. Ich lächelte zurück und nahm in erneut in den Arm. „Das wird schon alles." Ich drückte ihm einen Kuss auf den Mund. „Ich liebe dich." Sein Lächeln wurde breiter. „Ich liebe dich auch."