A new year Begins...
Es war einmal...
Vor gar nicht allzu langer Zeit. Da waren ein paar außergewöhnlichen Leute auf einer Schule namens HOGWARTS. Doch dieses Jahr schien interessanter zu werden, als sie es sich gedacht hatten...
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Hiro-Logan Lerman
Rechts und links von mir verschwamm meine Sicht und ich richtete meine Augen auf Tadashi. Mein Bruder hate mich seit der Verkündung keines Blickes gewürdigt. Wut stieg in mir auf und ich ballte meine Fäuste. Neben mir ertönte die Stimme von Fischbein, doch ich hörte nicht was er sagte. Ich wollte gerade auf meinen Bruder zugehen, da stellte sich mir plötzlich jemand in den Weg. „Na Hiro? Du bist bestimmt enttäuscht, dass du nicht im Team bist." „Halt den Mund Rotzbacke", zischte ich mit zusammengebissenen Zähnen. „Quidditch ist eben nicht für jeden etwas." Selbstgefällig hob er das Kinn. „Vielleicht solltest du dich weiterhin auf den Unterricht und deine Bücher konzentrieren, du Streber." Ohne darüber nachzudenken, zog ich meinen Zauberstab und richtete ihn auf mein Gegenüber. „Everte Statum!" Er flog nach hinten und landete im Gras. „Hey Hiro, beruhige dich", hörte ich Hicks hinter mir. „Er hat es verdient." Ich drehte mich zu ihm. Astrid stand dicht neben ihm und schaute mich fassungslos an. „Was glotzt du so?", fuhr ich sie an. „Hab' ich deinem Freund weh getan?", fügte ich provokant hinzu. Astrid schüttelte nur den Kopf. „Auf so was muss ich nicht antworten." Dann packte sie Hicks am Arm und zog ihn mit sich weg.
Ich wandte mich wieder Tadashi zu, der noch immer mit dem Rücken zu mir stand. Mit schnellen Schritten ging ich auf ihn zu und räusperte mich. Erschrocken drehte er sich um. „Oh, Hiro. Was gibt's?", fragte er unschuldig. „Tu nicht so, du weißt es ganz genau!" Er nahm meine Schultern und schob mich zur Seite, etwas abseits von der Menge. Die anderen Schüler schienen zum Großteil glücklich zu sein. Kein Wunder, schließlich wurden die meisten anderen ins Team aufgenommen. „Das ist nichts persönliches", sagte Tadashi. „Das glaube ich schon", konterte ich. „Ich habe das Testspiel ganz objektiv beobachtet und habe die Wahl getroffen, die für das Team am besten ist." „Und ich bin also keine gute Wahl?" Ich verschränkte die Arme. „Das habe ich nicht gesagt. Du bist ein wirklich guter Quidditchspieler. Die Sache ist nur, Quidditch ist ein sehr gefährliches Spiel und..." „Du...Ich dachte du wärst objektiv geblieben!", warf ich ihm vor. „...und du bist zu impulsiv. Das bringt Risiko mit sich."
Ich war sprachlos. Ich fand tatsächlich keine Widerworte. Einen Moment lang sahen wir uns sprachlos an. Dann trug mich die Erkenntnis: „Du hast mich nie für das Team in Betracht gezogen, oder?" Er antwortete nicht. Ich nicke langsam. „Du hast mich angelogen." „Habe ich nicht. Ich hatte gesagt du dürftest zum Vorspiel kommen, nicht, dass ich dich ins Team wähle." Ich drehte mich weg. „Danke für deine Ehrlichkeit", sagte ich sarkastisch und machte mich auf den Weg zum Schloss.
Hinter mir ertönte eine monotone Stimme: „Hiro. Du bist traurig." Ich warf einen Blick über die Schulter und sah Baymax auf mich zukommen. „Geh weg Baymax." „Ich will dich trösten. Mach langsam. Ich bin nicht so schnell."
Ich verdrehte die Augen und rannte den restlichen Weg zum Schloss hoch. Dass ich nicht ins Quidditcheam gewählt wurde, hatte mich hart getroffen. Seit meinem ersten Jahr an der Schule wünschte ich mir nichts sehnlicher und dass mein Bruder schließlich Teamkapitän geworden war hatte mir die Sache nicht einfacher gemacht. Gut, vielleicht war ich ein bisschen impulsiv. Das hatten mir schon genug Leute gesagt. Allerdings schien das bei niemanden sonst ein Problem zu sein. Es gab genug Quidditchspieler, die alles andere als besonnen waren.
Ich erreichte den Eingang des Schlosses. Ich stützte meine Hände auf meine Knie und atmete tief durch. Als ich den Blick wieder hob, sah ich eine Katze vor mir sitzen. In Anbetracht meines Gefühlschaos mag es sein, dass ich es mir einbildete, doch es kam mir vor, als würde die Katze mich angrinsen, als würde sie sich über mich lustig machen. Wütend hob ich einen Stein hoch und warf ihn nach ihr. Ich traf nicht. Kein Wunder kam ich nicht ins Quidditchteam. Wenn ich nicht einmal eine blöde Katze mit einem blöden Stein treffen konnte, wie sollte ich dann den Quaffel durch den Ring werfen? Frustriert kickte ich einen anderen Stein weg und betrat dann das Schloss.
Der Gang war leer und ich beschloss mir einen ruhigen Raum zu suchen um etwas Zeit für mich zu haben. „Du siehst nicht gerade glücklich aus." Ich blieb stehen und sah mich um. „Andere Seite." Ich drehte mich auf die andere Seite. Auf einer der Bänke lag ein Junge ausgestreckt auf dem Rücken. Er hatte den Kopf in den Nacken gelegt und sah in ein Buch, das er mit ausgesteckten Armen über sich hielt. „Wurdest du nicht ins Team aufgenommen?" „Kenne ich dich?" Misstrauisch betrachtete ich den Jungen, der urplötzlich sein Buch zuklappte und sich in den Schneidersitz setzte. „Ich bin der Vertrauensschüler von Slytherin." „Aha." Was wollte der jetzt von mir? Ich hatte gar eine Lust mich mit ihm zu unterhalten und wollte gehen. „Jetzt warte doch mal", sagte er lachend. „Was willst du von mir?", fragte ich genervt. „Ich weiß, dass du nicht ins Team genommen wurdest und ich wollte..." „Du wusstest es?", unterbrach ich ihn, „Warum hast du dann gefragt?" Er legte sein Buch neben sich auf die Bank und lehnte sich vor. „Um eine Konversation zu starten? Ist doch egal. Du bist doch der Bruder von Tadashi, oder?" „Ja, leider bin ich das", antwortete ich vielleicht etwas zu laut. „Leider? Du solltest stolz sein. Dein Bruder ist doch toll." „Nun, weißt du was? Ich habe es satt über meinen Bruder identifiziert zu werden! Immer werde ich mit ihm verglichen, immer!" Das war auch der Grund, wieso es schlimm war, dass ich impulsiv war. Denn ich war der Bruder des perfekten Tadashi und ich musste natürlich genauso perfekt sein. Ich wollte nicht mit ihm verglichen werden. „Tut mir leid, ich wusste nicht, dass dich das so trifft. Eigentlich wollte ich nur wissen warum du nicht genommen wurdest; ich habe nämlich gehört, dass du ziemlich gut bist." „Tja, anscheinend bin ich zu impulsiv", fauchte ich. „Aber weißt du, was mich wundert?"
Ich mache einen Schritt auf ihn zu. „Merida wurde ins Quidditchteam aufgenommen und sie ist auch immer gelassen. Ganz zu schweigen von Rotzbacke. Aber ich denke als Gryffindor ist das in Ordnung." „Ach weißt du Gaston und Megara vom Slytherinteam sind auch ein bisschen aufbrausend, ich glaube nicht, dass das was mit dem Haus zu tun hat." Er grinste. Ich grinste nicht. „Ich gehe dann mal." „Tut mir leid." Der Vertrauensschüler sprang auf und trat auf mich zu. „Tut mir echt leid, ich finde nicht immer die richtigen Worte. Worauf ich eigentlich hinauswollte ist, dass ich a bin falls du reden willst." „Warum? Wir sind nicht mal im gleichen Jahr." „Weil ich Vertrauensschüler bin. Ich helfe doch gerne." Er streckte die Hand aus. Er seufzte, nahm sie dann aber. „Von mir aus." „Nenn mich GK."
„Okay." Ich zog meine Hand wieder weg. „Danke, ich muss jetzt aber weiter." GK grinste breit. „Klar. Wir sehen uns." Ich sah zu, wie er sein Buch nahm und wegging. Auch wenn er nur helfen wollte, nach diesem Gespräch fühlte ich mich noch schlechter.
Plötzlich schlossen sich zwei Arme von hinten um mich. Erschrocken sprang ich vor und riss mich aus der Umarmung. „Ich will dich trösten." Baymax machte einen Schritt vor und legte seine Arme erneut um mich. „Weißt du was ich gerade erfahren habe, Baymax?", sagte ich, seine gut gemeinte Geste ignorierend. „Sogar die Slytherinschüler kennen mich über meinen Bruder. Jeder, der mich sieht denkt, Tadashi! Das nervt mich. Warum muss ich nur einen Bruder haben, der alles besser macht, als ich?" Baymax drückte mich noch fester. „Das war eine Frage, Baymax. Kannst du bitte antworten?" „Sei nicht traurig, Hiro. Tadashi kann nichts dafür." „Ich bin nicht traurig, ich bin wütend." Noch während ich diesen Satz sagte, spürte ich, wie mir Tränen über das Gesicht liefen. „Du weinst. Du bist traurig", analysierte Baymax. Einen kurzen Moment lang, wollte ich versuchen mich zusammenzureißen, doch dann gab ich auf. Ich drehte mich um und weinte gegen Baymax Schulter. Es war einfach zu viel. Aber Ich bemerkte, dass mein weißer Freund recht hatte. Tadashi konnte nichts dafür und ich sollte nicht sauer auf ihn sein. Schließlich meinte er es meistens gut mit mir und ich war froh, dass ich ihn hatte. Das dachte zumindest der vernünftige Teil von mir. Aber im Moment war ich zu durcheinander um auf diesen Teil zu hören.