Besser ein aufrichtiger Detektiv, als ein verlogener FBI Agent

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Endlich ist es wieder soweit. Heute ist mein erster Arbeitstag nach der Schießerei. Ich freue mich, als ich wieder bei meinem Bruder war und fühle mich urplötzlich sicher. Hetty kommt auf mich zu und sieht nicht sehr begeistert aus. "Warum?! Warum?!"

"Hallo Hetty. Freut mich auch wieder dich zu sehen."

"Warum Taylor? Warum hattest du mir nicht gesagt, dass du schwanger warst?"

"Hetty das ist Geschichte. Jetzt zählt nur das hier und jetzt.", ich war die ganze Zeit über, als ich nicht da war froh, dass mich keiner auf meine Fehlgeburt ansprach. Ich kann in der Nähe von Hetty nur schwer meine Gefühle unterdrücken und das belügen fällt mir auch nicht leicht.

"Taylor! Ich seh dir doch an wie sehr es dich quält. Du weißt genau wie hartnäckig ich bin."

"Hetty,.... Ich wollte mir selbst erst klar werden, wie mein Leben im Moment aussieht. Wenn ich jetzt rumgelaufen wäre und zu jedem gesagt hätte, das ich schwanger war. Was wäre dann geworden? Alle hätten mich mit Samtpfoten angepackt und ich hätte keinen Fall übernehmen dürfen."

"Neuer Fall. Bitte alle in die Kommandozentrale.", rief Eric. Oben angekommen warten wir dann, das wir aufgeklärt werden. Hetty kommt in die Zentrale und erklärt uns dann, dass wir auf jemanden warten müssen, da nicht uns alleine der Fall gehört. Genau in dem Moment geht die Tür auf. Mehrere Leute kommen herein und ich bemerkte, dass ich den meisten Teil schon kannte. Es waren FBI Agents und auch noch die, welche mich über Derek ausgefragt haben. Sechs FBI Agents standen dann unter unserem Dach. Ich lächelte den mir bekannten Agents aus Höflichkeit und und erkannte, dass der sechste von ihnen mein für Tod geglaubter Verlobter Derek ist. Ich bin von einer Sekunde auf die andere wie eingefroren. Meine Gefühle fahren Achterbahn. Außerdem fängt ein Teil in mir an vor Freude zu schreien, während der andere Teil in mir zerbricht vor Schmerzen. G. nimmt mich an die Hand, da er erkennt, wie sehr ich mit meinen Gefühlen am kämpfen bin. Er und Hetty sind die einzigen, denen ich von Derek erzählt habe. Beide haben außerdem ein Bild von ihm gesehen und nicht nur das... Hetty wusste längst vor mir über Derek bescheid. Etwas gutes hat es im Nachhinein, das G. mich festhält. Ich kann meinen Bruder davon abhalten etwas dummes zu tun.

Eric und unsere Intelligence Analyst Nell Jones erläutern uns den Fall. "Und hat mir noch jemand was wichtiges zu sagen, bevor wir mit dem Fall beginnen?" Alle aus dem Team des NCIS schauen mich an und wir müssen alle gleichzeitig lachen. Eine guter Ablenkungsversuch von Hetty. "Nein Hetty. Diesmal habe ich nichts zu verlieren. Oder weiß jemand etwas, wovon ich noch nicht weiß? Nein, okay." G. stieß mich an und schüttelt lächelnd seinen Kopf. "Also Miss Lange. Dann können wir unsere Teams ja unterteilen. Ich würde sagen, dass "Derek und Reed den Tatort sich anschauen..." Hetty starrt mich an und sie weiß genau, sowie G., dass ich mit mir am kämpfen bin. Ich zucke mit den Schultern, weil es mir gleichgültig ist, mit wem ich unterwegs bin. Mir ist aber wichtig, dass nicht G. mit Derek alleine ist das wird dann nämlich nicht gut enden. "Mister Deeks. Ich möchte das Mister Deeks sich den Tatort mit anschaut.", sagt Hetty zu dem ganz verklemmten Agent Hotchner. "Gut wenn sie der Meinung sind, dass ein Detektiv gut genug für diese Arbeit ist dann nehmen wir ihn gerne mit." Das ausgerechnet Derek so etwas sagt hätte ich nie Gedacht. Früher immer tun, als ob es egal wäre, was ein Mensch vom Beruf aus macht. "Besser ein aufrichtiger Detektiv, als ein verlogener FBI Agent.", antworte ich Derek. Alle die sich mit in der Kommandozentrale befinden starren mich an. Von Hetty und G. bekomme ich ein nicken, welches mir zeigen soll, dass ich es gut gemacht habe. Aber soviel besser geht es mir jetzt dennoch nicht. Wie es aussieht habe ich noch nicht meine Wut die sich in mir befindet abgebaut. Die ganze Zeit über läuft neben der Situation im Konferenzraum noch eine Videokonferenz mit der Analystikerin vom FBI. Sie findet es wohl nicht sehr witzig, wenn man einen aus ihrem Team beleidigt. "Wenn ich bitten darf Special Agent Moran.", fährt sie mich an. "Aber natürlich dürfen Sie. Wenn ich jetzt noch Ihren Namen wüsste, dann könnten wir eventuell ein passables Gespräch über einige ihrer Kollegen führen.", antwortete ich der Frau auf dem Bildschirm mit vorgetäuschtem Selbstbewusstsein. "Mein Name ist Penelope Garcia. Ich bin die Hackerin beim FBI." "Also Miss Garcia... Ich vermute mal, dass Sie hier einiges mehr wissen, wie meine Kollegen. Dennoch können Sie sich wohl kaum in mich hineinversetzen und mir sagen, wie ich mit meiner Wut umzugehen habe. Haben Sie etwa erst ihren Verlobten für Tod erklärt bekommen und dann eine SMS von dem Toten bekommen? Ach und das geilste an der Sache ist noch... Waren Sie schon mal von einem Toten schwanger?", meine Nerven drehen durch. Alle in dem Raum starren mich mit offenem Mund an. Mein Bruder greift wieder nach meiner losgelassenen Hand und drückt fest zu. Dann flüstert er mir ins Ohr: "Entweder du lässt jetzt auf diese Art deine ganze Wut raus, oder du hält die Klappe und gehst jetzt mit mir raus." "Ich muss es jetzt loswerden G." "Wenn du es jetzt loswirst, dann kann es sein, dass du Ärger mit diesem Agent Derek Morgen bekommst, weil es eine Angelegenheit zwischen euch beide ist." G. hatte seine Ansprache noch nicht ganz beendet, da kommen schon genau die selben Wörter aus Dereks Mund. "Angelegenheit zwischen uns beide? Soetwas gibt es? Wer war denn hier die DUMME, welche als einzige nicht wusste, dass du nicht tot warst? Wer hat denn mit Kollegen über dich gesprochen? Wer von uns beiden wurde von deinem Team kontrolliert? Das nennst du eine Angelegenheit zwischen uns beiden?" Die Augen der Zuhörer werden immer größer und die Gesichter fangen an einzufrieren. "Also du bist schwanger? Von mir?", fragte Derek ganz vorsichtig. "Nein bin ich nicht. Um ehrlich zu sein, bin ich froh, dass ich angeschossen wurde und mir somit eine Entscheidung abgenommen wurde. Bevor es heißt, ich würde in Rätseln sprechen. Ja ich war schwanger von meinem Verlobten. Ich wusste aber nicht, ob ich das Kind behalten soll oder nicht. Ich fühlte mich einfach überfordert. Dann hatte ich einen Einsatz und habe dabei eine Kugel abbekommen. Dank der Kugel wurde mir die Entscheidung abgenommen. Von daher. Nein ich bin nicht mehr von dir schwanger." Derek wird rot und weiß nicht, was er noch sagen soll. "Können wir jetzt weitermachen?", frage ich genervt. "Taylor. Ich möchte, dass du die Befragung im Bootshaus vornimmst.", sagte Hetty zu mir. "Miss Lange! Ich möchte nicht, dass Miss Moran oder jemand anderes aus ihrem Team eine Befragung vornehmen.", fuhr Agent Hotchner Hetty an. "Also als erstes heiße ich für Sie Agent Hotchner, Agent Moran und nicht Miss Moran. Und als zweites haben Sie nicht zu entscheiden, was Miss Lange zu entscheiden hat." , keife ich Agent Hotchner an. Da ist es wieder. Das was ich am meisten an Derek vermisst habe. Dieses Lächeln. Keiner konnte mir sein atemberaubendes Lächeln ersetzen. "Hotch... Agent Moran meint es nicht so. Sie hat nur in letzter Zeit sehr viel erlebt und muss ihrer Wut freien lauf lassen." Derek verteidigt mich. Ich kann es nicht glauben. "Also um alle Gemüter hier zu beruhigen. Also Taylor du führst die Befragung im Bootshaus durch und Callen und ich fahren zu einem Bekannten.", sagt Sam und versucht die Stimmung zu entschärfen. Jeder aus unserem Team tippt mir auf die Schulter und verlässt die Komandocentrale. Nur G. und Hetty bleiben mit mir im oberen Geschoss unseres Quartiers. "Taylor... Am liebsten würde ich dich vom Fall abziehen lassen.", sagte G. in führsorglicher Stimme zu mir. "Wenn ich deine Schwester von diesem Fall abziehe, dann kann ich sie direkt von jedem weiteren abziehen.", antwortet Hetty zu G. um ihm zu zeigen, dass sie es auch am liebsten möchte. "Was genau heißt das Hetty? Willst du mir etwa sagen, dass wir jetzt öfters mit ihnen zusammen arbeiten?", frage ich ganz vorsichtig. Hetty nickt daraufhin. Ich kann es nicht fassen. Jetzt bin ich schon weggezogen und der Albtraum verfolgt mich noch.

DerekWo Geschichten leben. Entdecke jetzt