Zurück am Ort des Geschehens

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Als ich dort ankam, stand ich wie gelähmt vor dem Haus. Ich konnte mich nicht bewegen und ich erinnerte mich an den Tag, als ich nach Hause kam und überall Blut war. Derek kam aus der Haustür und ging auf mich zu.
„Hey Süße...komm rein"
Ich war wie in Trance. Ich hatte nicht realisiert, dass Derek vor mir stand und auf mich einredete. Als er mich dann mit den Händen an den Schultern berührte, kam ich zurück ins hier und jetzt.
„Hey... was los?"
Ich schüttelte den Kopf und sagte: „Nichts."
„Das soll ich dir glauben? Du stehst hier und bekommst nichts mit. Komm sag schon."
„Ich habe mich nur an den Abend erinnert, als wir das letzte Mal hier verabredet waren."
„Pass auf! Du gibst mir deine Hand und wir werden zusammen reingehen. Ich verspreche dir, dass ich deine Hand nicht loslassen werde. Nicht solange wir noch nicht im Haus sind."
Er nahm meine Hand und zog mich hinter sich her.
„Erschreck dich nicht...", Derek lächelte mich an.
„Warum sollte ich mich erschrecken?"
„Ich möchte dir jemand vorstellen..." Derek verließ den Raum, ging in den Garten und kam kurz darauf zurück. Aber nicht alleine. Er hatte eine Leine in der Hand und am anderem Ende der Leine war etwas ganz Kleines, total süß. Es sah aus, wie ein kleiner Plüsch Knoll. Er kam auf mich zu und ich ging in die Hocke.
„Darf ich vorstellen, das ist Clooney. Clooney, dass ist Taylor.", erklärte Derek.
Ich streichelte Clooney und stand wieder auf.
„Der ist süß.", sagte ich zu Derek.
„Du hast immer gesagt, dass du einen Hund im Haus haben willst, wenn ich nicht da bin. Jetzt hast du einen!"
Ich holte tief Luft,
„Derek ich glaube nicht..."
„Ich weiß... Wir sollten darüber reden."
Derek ging in die Küche um zwei Gläser Borgunda zu holen und ich folgte ihm in die Küche. Ich setzte mich auf einen Barhocker an der Theke.
„Mein Onkel hat mit mir gesprochen."
„Schön..."
„Er hat mir erzählt, dass du und SSA Hotchner bei ihm, meinem Bruder G, meiner Patentante Hetty und bei meinen Eltern in Deutschland wart."
Derek hielt für einen Moment inne.
„Daraufhin habe ich mit G telefoniert. Der hat mir das bestätigt."
„Pass auf Schatz... Ich weiß wie sehr dir Familie bedeutet. Ich habe gedacht, dass ich so vielleicht etwas gut machen kann.", er schaute mich bedrückt an und ich habe gemerkt wie leid ihm die ganze Situation tat.
„Hat auch geklappt. Mein Bruder hat mir gesagt, dass jeder es richtig aufgenommen hat und das sie dich verstehen können. Schließlich war es nur zu meinem Schutz."
„Das heißt?"
„Das heißt, dass dich keiner mehr von ihnen umbringen will, weil du mir mein Herz gebrochen hast."
Ich merkte wie er sich versteifte und wie es ihm unangenehm wurde.
„Es tut mir wahnsinnig leid. Ich wollte dich nie verletzen. Wirklich nicht. Aber das war die einzige Möglichkeit um dich zu schützen."
„Derek ich habe es verstanden... Aber für die Zukunft, lass mich entscheiden, was gut für meine Sicherheit ist. Einverstanden?", ich lächelte ihn an, doch er merkte das nicht, weil er mich nicht ansehen konnte.
„SSA Derek Morgan..."
Derek schaute mir ins Gesicht. Ich konnte in seinen Augen die Angst sehen, welche versuchte die Schuld zu übertrumpfen. Ich merkte wie unangenehm es ihm wurde.
„Weißt du was... ich werde wieder gehen und dich in Ruhe lassen."
Ich stand auf, nahm meine Tasche und ging zur Tür. In der Sekunde, in der ich die Tür öffnen wollte, nahm er meine Hand und zog mich zurück.
„Nein...Tu das nicht... Lass mich jetzt nicht alleine..."
„Ich sehe wie unangenehm es dir ist. Also lass ich dich in Ruhe."
„Ich will das du bei mir bleibst. Ich will, dich nicht noch einmal verlieren."
Er streckte seinen anderen Arm aus und griff mit der Hand meine Tasche.
Ich ließ sie los und er stellte sie zurück. Dann ging er wieder mit mir zur Theke.
„Es tut mir leid. Einfach alles tut mir leid. Ich wollte nicht, dass du all das durchmachen musst..."
„Derek hör bitte auf. Du kannst jetzt eh nichts mehr daran ändern. Was passiert ist, ist passiert. Wir können jetzt nichts mehr ändern."
„Schade... Ich hatte gehofft, dass du mir irgendwann verzeihen wirst."
„G und Gibbs haben gesagt, dass ich es tun soll. Nur du musst mir etwas Zeit geben. Ich muss erst wieder Vertrauen zu dir haben."
„Das versteh ich..."
Ich nahm seine Hand in die meine und mein Glas Wein in der anderen Hand. Ich ging mit ihm rüber auf die Couch und wir setzten uns nebeneinander. Ich setzte mich in den Schneidersitz und drehte mich zu ihm.
„Wie stellst du es dir vor? Wie genau sollen wir es schaffen, dass du mir wieder vertraust?"
„Wie wäre es, wenn wir alle Lügen und erfundenen Geschichten vergessen und uns die Wahrheit über alles sagen?"
„Glaubst du wirklich, dass das hilft?"
„Warum so pessimistisch?", fragte ich und stoße ihn an.
„Okay aber bevor wir anfangen, habe ich eine Frage..."
„Frag!"
„Warum wird dein Bruder eigentlich G genannt? Wie heißt er in Wirklichkeit?"
„Mein Bruder wurde vor vielen Jahren von meinen Eltern adoptiert. Seine leibliche Mutter wurde vor seinen Augen erschossen und seine leibliche Schwester ist im Kindesalter gestorben. Das einzige was man von ihm wusste, war das sein Vorname mit G beginnt und das sein Nachname Callen ist. Deshalb nennen wir ihn G."
„Das ist krass... Was ist mit seinem Vater?"
„Das weiß keiner..."
„Wie fangen wir an?"
„Haben wir das nicht schon?"
„Stimmt auch wieder. Jetzt bist du dran. Frag mich was..."
Ich wusste nicht, wo ich genau anfangen sollte. Also fing ich mit etwas an, was er mir beigebracht hat.
„Woher kannst du so kämpfen?"
„Du weißt ja, dass ich den Schwarzen Gürtel in Judo hab, nicht wahr?"
„Ja?"
„Das stimmt auch, nur habe ich bei mehreren FBI-Selbstverteidigungsklassen auch mitgemacht. Jetzt bin ich dran. Stimmt es, dass du NAVY Seal warst?"
„Ich war kein NAVY Seal..."
Ich merkte wie er schluckte und fuhr fort: „Ich bin immer noch ein NAVY Seal und bleibe auch immer ein NAVY Seal. Daran wird sich nichts ändern. Warst du denn schon immer beim FBI?"
„Um ehrlich zu sein...Nein! Ich war in Chicago ein Police Officer und dann ging ich zum FBI... Eine Zeit lang war ich sogar Unit Chef und bin jetzt stellvertretender Unit Chef. Wie kamst du eigentlich auf die Idee zum NCIS zu gehen und dort als Agent zu arbeiten?"
„Wie du ja jetzt weißt, ist ein Teil meiner Familie auch beim NCIS. Aber das war nicht der einzige Grund. Ich habe während meiner Zeit bei der Navy studiert..."
„Und was hast du studiert?"
„Profiling. Das ist jetzt kein Scherz. Ich habe gemerkt, dass ich Spaß daran habe, Täter Profile zu entwickeln und nach Tätern zu suchen und sie zu verhaften. Das macht mehr Spaß, als jemanden zu erschießen, ohne dass man irgendwelche Infos hat warum..."
„Du bist studierte Profilerin? Hätte ich irgendwie nicht gedacht... Warum arbeitest du dann für den NCIS und nicht für das FBI?"
„Die Navy ist meine Familie. Meine Familie arbeitet nicht nur bei der Navy... ich wüsste nicht, warum ich nicht beim NCIS arbeiten sollte."
„Aber beim FBI ist es abwechslungsreicher. Du hast da immer neue Serienmörder, oder Entführer, oder andere Psychos."
„Nächste Frage. Hast du irgendeine besondere Ausbildung? Oder etwas Anderes gemacht, als nur als Officer oder als SSA zu arbeiten?"
„Ich habe eine Ausbildung zum Bombenentschärfen. Ich diente für eine Squad-Einheit und habe schon mal 18 Monate verdeckt ermittelt. Ich bin wieder dran. Ist G dein einziger Bruder, oder hast du noch andere Geschwister?"
„Ich habe noch eine Schwester und einen weiteren Bruder. Meine Schwester heißt Jennifer und sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Deutschland. Und du? Wie viele Geschwister hast du?"
„Ich? Ich habe zwei Schwestern. Sie leben mit meiner Mum in Chicago. Was haben deine Eltern gesagt, als du nach Amerika gingst, um bei der Navy zu dienen?"
„Sie waren nicht gerade begeistert. Die Idee, dass ich nach Amerika gehe war schon ein Problem, welches sich aber löste, als G, Gibbs und Hetty ihnen erklärten, dass sie auf mich aufpassen werden. Doch als sie erfuhren, dass ich zur Navy ging, da war der Spaß vorbei. Sie haben Angst, dass mir irgendetwas passieren kann. Aber ich hatte wieder Hilfe, das Problem aus der Welt zu schaffen. Warum bist du eigentlich zum FBI gegangen?"
Derek sah mich an und musste lachen.
„Allein wegen dem Geld...", er konnte nicht aufhören zu lachen. Also stieß ich ihn an und sagte: „Komm sag mir die Wahrheit..."
„Es ist nicht so einfach... Mein Dad war Polizist und wurde erschossen, als ich zehn Jahre alt war... "
Ich merkte, dass es für ihn nicht einfach war es zu erzählen.
„Derek...du musst es mir nicht erzählen..."
„Doch das will ich aber. Also nachdem mein Dad tot war... fing ich an zu kämpfen und fing mir so mehrere Jungendvorstrafen ein... Im Jugendzentrum nahm mich dann der Koordinator...Carl Buford... unter seine Fittiche... Er wurde zu meinem Mentor und zu so einer Art Ersatzvater...durch ihn fing ich an mit dem Football spielen und habe meine kriminelle Ader beiseitegeschoben... Ich war sein Starspieler...Es war schwer ihn immer zufrieden zu stimmen, zu beeindrucken..."
Derek wurde ganz blass und ich sah wie er mit sich kämpfen musst um nicht zu weinen.
Langsam bekam ich eine schlimme Vorahnung...
„Derek? ...", mir wurde es total unangenehm.
So habe ich ihn noch nie gesehen und deshalb nahm ich seine Hand. Er starrte auf unsere Hände und fuhr fort:
„Er hat mich mit zu einer Hütte genommen, Fischen in Wisconsin, Campen... was ich alles lieber mit meinem richtigen Vater gemacht hätte..."
Derek holte tief Luft und ich fing an leicht zu zittern, vor Angst was kommen mag.
„Derek du musst es mir nicht sagen... wirklich nicht..."
„beim ersten Mal wusste ich nicht was das soll... Er berührte mich leicht... Ich dachte es war einfach ein Versehen... doch dann durfte ich was in der Hütte mit ihm trinken... Ich fand das irgendwie cool... Ich fühlte mich erwachsen... Er gab mir ein Glas Wein... vielleicht sogar was Stärkeres... dann nahm er mich mit zum Schwimmen... er wollte, dass ich ohne Badehose reinspring... und danach hat er mich bedrängt... Ich bin seinetwegen jemand geworden, der den Rest seines Lebens dafür sorgen wird, dass so Leute wie er hinter Gittern kommen!!"
Uns beiden flossen Tränen die Wagen runter. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Derek, den ich kenn, so etwas erlebt hat. Mir wurde plötzlich kalt und ich krallte mir ein Kissen, welches neben mir lag. Ich wusste nicht wie ich damit umgehen soll. Was soll ich ihm sagen? Wie soll ich jetzt reagieren? In meinem Kopf kamen Fragen über Fragen, die ich mich aber nicht traute ihn zu fragen. Ob wohl jemand davon wusste? Ob er ihn wohl angezeigt hat?
„Ich hatte ihn damals nicht angezeigt... Als ich es überhaupt jemanden anvertraute, da war es schon zu spät dafür. Die Zeit war schon verjährt... Ich hatte Angst vor der Polizei und ich hatte Angst alles was ich mir mit seiner Hilfe aufgebaut habe zu verlieren... Er hat eine Bürgung für mich vorgenommen, sodass ich Stipendienangebote bekommen konnte. Dadurch wurde meine Strafakte gelöscht..."
Ich stand auf, ging in die Küche, holte noch zwei Gläser aus dem Schrank, nahm die Flasche Wein und eine Flasche Wodka mit zurück zur Couch. Derek starrte mich nur an und ich schüttete uns beiden jeweils Wein in das eine Glas und Wodka in das andere Glas ein.
„Jedes Jahr an dem Geburtstag meiner Mum, fahre ich nach Chicago. Wenn ich dort bin, dann besuche ich einige Jungen, welche im Jugendzentrum rumhängen... Vor ein paar Jahren, da wurde ich zu der Zeit in Chicago festgenommen. Verdacht auf dreifachen Mord... Der erste war als ich fünfzehn Jahre alt war. Ich fand den Jungen, beim Football spielen, auf einem Müllgrundstück tot. Er war die zweite Leiche, welche ich bis dahin gesehen hatte. Ich hatte das Gefühl, dass ich für ihn verantwortlich bin, da ich ihn gefunden habe. Somit habe ich in der Nachbarschaft Geld eingesammelt, damit er eine Beerdigung bekommt und ich habe für den Grabstein bezahlt. Seitdem besuche ich jedes Mal, wenn ich in Chicago bin, das Grab... Einige Jahre später fanden die Detective eine zweite Jungen Leiche... Das war die Zeit, als ich Chicago wieder verlassen habe... In dem Jahr, in dem ich verhaftet wurde, ... habe ich einen Jungen kennengelernt und ich habe ihn nach Hause gefahren... Am nächsten Tag wurde er tot aufgefunden... Da man den Jungen zuletzt mit mir gesehen hat... da wurde ich direkt verhaftet... Im Nachhinein kam raus, dass es Carl Burford war. Er wollte nicht, dass ich erfahre, dass er bis dato immer noch Jungen missbraucht hat. Also wollte er mir den Mord an den Jungen in die Schuhe schieben."
Während er mir die Geschichte erzählte, krallte ich mich immer mehr in das Kissen, welches ich mir erneut genommen hatte.
„Der Junge, welchen du gefunden hast, ... weißt du seinen Namen?"
„Nein. Er wurde nie identifiziert. Keiner hat ihn je vermisst."
„Du bist du."
„Was meinst du damit?"
„Du bist nicht der geworden, der du jetzt bist, wegen irgendjemanden. Du bist der, der du bist. Wäre der Typ nicht gewesen, dann hättest du dich irgendwann schon verändert."
„Carl hat mir gesagt, dass ich heute Tod wäre, wenn er nicht gewesen wäre."
„Glaub ich nicht. Du hast Jugendstrafen. Ja und. Das haben viele Menschen und ein Teil von ihnen ändert sich noch zum Guten. Ich bin der Meinung, dass du auch so einer geworden wärst. Stell dir mal vor, der Kerl wäre nie in deinem Leben gewesen. Aber du hast die Leiche dieses Jungen gefunden. Spätestens da hättest du dich zum Guten verändert."
„Glaubst du? Ich war schon ein Raudi"
„Ja das glaube ich."
„Jetzt bin ich wieder mit dem fragen dran. Wieso unbedingt Amerika?"
„Das ist eine echt gute Frage. Wieso Amerika? Ich bin in Amerika geboren. Bin hier aufgewachsen, zweisprachig natürlich. Bin mit fünfeinhalb Jahren nach Deutschland gezogen, mit meinen Eltern und meiner Schwester. In Deutschland bin ich dann zur Schule gegangen und habe die meisten meiner Sommerferien in Amerika bei Hetty oder bei meiner Tante Shannon verbracht... Aber das mit meiner Tante Shannon war leider nicht für lange. Und als ich ein Teenager war haben meine Eltern G adoptiert. Wir waren ein eingespieltes Team. Man konnte uns nicht voneinander trennen. Hetty sagt heute noch, dass ihm nichts Besseres hätte passieren können. Seitdem er bei uns war, hat er aufgehört etwas anzustellen. Als er dann zurück in die USA ging fehlte etwas zu Hause. Also beschloss ich nach meiner Schulzeit auch zurück zu gehen."
„Was meinst du, dass die Zeit mit deiner Tante nicht für lange war?"
„Meine Tante Shannon und meine Cousine Kelly wurden von einer Autobombe getötet. Shannon war die erste Frau von Gibbs. Das weiß aber kaum einer. Bis vor einigen Jahren, wusste es noch nicht Mals der Großteil seines Teams. Gibbs gibt sich die Schuld für den Tod an Shannon. Ein Drogenhändler, hatte Wut auf Gibbs und wollte ihm etwas heimzahlen. Also plante er den Anschlag."
„Was hat dein Onkel gemacht?"
„Gibbs hat den Drogendealer, mit einem ehemaligen Kollegen, umgebracht. Gibbs war einer der besten Scharfschützen und er hat ihn beim Vorbeifahren erschossen."
„Krass."
„Du hast gesagt, dass du Football gespielt hast. Welche Position?"
„Quarterback"
„Also die beste Position?! Spielst du noch?"
Derek fing an zu lachen und es war schön ihn wieder lachen zu sehen.
„Nein ich spiele seit meinem zweiten Jahr im Studium nicht mehr. Ich hatte mich ernsthaft verletzt und konnte deshalb nicht mehr weiterspielen. Deshalb gut das ich Jura studiert habe."
Wir beide schauten einander in die Augen. Es war als wäre die Zeit stehen geblieben. Ich hatte immer noch das Bild von dem kleinen hilflosen Derek Morgan im Kopf. Plötzlich klingelte mein Handy.
„Hallo?"
„Hey Taylor, Sam hier. Dein Onkel hat gesagt, dass wir herausfinden sollen, wo die Marines zuletzt waren, ist das richtig?"
„Ja Sam. Das ist richtig."
Derek stand auf, nahm die Flasche Wodka und die zwei passenden Gläser und verschwand. Ich stand von der Couch auf und ging zur Tür, welche raus in den Garten führte. Ich blieb vor der verschlossenen Tür stehen und fuhr fort: „Wir müssen herausfinden, wo die beiden Marines entführt wurden. Somit können wir sagen, ob der Täter mobil ist, oder ob er zwei Ort hat, wo er die Marines foltern konnte."
„Wie kommst du darauf, dass er zwei Orte haben kann?"
„Hier wurde der erste Marien gefunden. Ich glaube nicht, dass der Ort in LA oder Quantico ist und er achtunddreißig Stunden fährt, um die Leiche abzulegen."
„Also suchen morgen die Orte, wo die Marines zu Letzt waren?"
„Ja nicht nur. Wir suchen auch einen Waffenladen, welcher Taschenmesser besonders anfertigt. Also wenn jemand eine Sonderanfertigung möchte, dann kann er nur dorthin gehen."
„Gut Taylor dann wissen wir Bescheid. Einen schönen Abend noch."
„Danke wünsche ich euch auch."

„Alles okay?", fragte mich Derek, als er aus der Küche kam.
„Ja es ging nur um den Fall."
„Seid ihr weitergekommen?"
„Nicht wirklich. Es gibt so viele Fragen."
„Wenn du willst, dann können wir es mal zusammen durchgehen. Als Außenstehender habe ich vielleicht eine andere Sicht auf den Fall."
Ich erzählte Derek alles was wir hatten.
„Also ist das ein Serienmörder. Das heißt, dass der Fall dem FBI gehört."
„Derek! Das heißt überhaupt nichts. Also hilfst du mir jetzt, oder nicht?
„Okay ich helfe dir. Wie du schon richtig festgestellt hast müsst ihr erst mal die Orte finden, wo der Täter die Marines entführt hat. Gleichzeitig müsst ihr herausfinden, wo das Messer hergestellt wurde. Und dann könnt ihr erst Zusammenhänge schließen."

Den restlichen Abend verbrachten wir zusammen, bis ich um Mitternacht zu meinem Schlafplatz, bei Gibbs im Haus, fuhr.

DerekWo Geschichten leben. Entdecke jetzt