Ohne dich - Capital Bra
"Wir hab'n uns kenn'ngelernt, ich kann's immer noch nicht glauben
Es ist passiert und du kamst in mein Leben
Und für dein Leben, würd' ich jetzt mein's geben
Ohne dich ist mein Leben voller Scherben
Ehrlich gesagt würd' ich für dich sterben"
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Es ist die Nacht vor der Hochzeit. Ich sitze auf der Bettkante und regel noch schnell alles mit meinen Verwandten.
Max duscht gerade. Es ist 23:46 Uhr und ich bin schrecklich erschöpft. Der heutige Tag war sehr anstrengend und natürlich stressig. Aber was soll man auch auf einer Hochzeit erwarten?
Ich schmeiße meine Handy auf das Bett und lasse mich in das weiche Kissen fallen. Ganz kurz schließe ich meine Augen. Ich sehe Vladislav.
Schnell schlage ich sie wieder auf und versuche ruhig zu atmen.
Max kommt raus. Er hat nasse Haare aber setzt sich zu mir. Ich versuche unschuldig zu lächeln.
Er blickt zu mir und einen breites Grinsen taucht in seinem Gesicht auf.
Er bückt sich über mich und kommt mir sehr nah.
Seine Augen blitzen zu meinen Lippen bis er mich dann auch küsst.
Sein Kuss wird immer verlangender und er legt seine Hand auf mein Oberschenkel. Die Hand steigt immer weiter hoch bis er mein Hintern berührt. Aus Reflex zucke ich zusammen aber Max hört nicht auf mich zu küssen. Dieser Moment erinnert mich zu sehr an Luke.
Er hält kurz inne und zieht sein T-Shirt aus. Ich drücke ihn weg und schaue wütend zu ihm.
"Denkst du ich will Sex vor der Hochzeit?", frage ich empört.
"Du bist doch keine Jungfrau mehr!", antwortet er beleidigt.
Ich schaue ihn bedrohlich an bis er sein T-Shirt wiedet anzieht und sich neben mich legt.
Er hat recht, ich bin keine Jungfrau mehr aber es geht mir nicht darum. Irgendwie will ich kein Sex mit ihm haben und obwohl ich weiß, morgen wird es dazu kommen, behalte ich stets ein mulmiges Gefühl. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht liebe aber sexuell (so komisch es auch klingt) fühle ich nichts gegenüber Max.
Es wird sich aber warscheinlich während der Ehe ändern. Über die Ehe habe ich viel nachgedacht.
Wir beide werden Kinder haben. Genauer gesagt zwei Kinder. So will ich es haben. Wir beide werden ein schöne Familie gründen.
Max dreht sich weg und schaltet das Licht aus. Ich ziehe mir die Decke über und drehe mich zur Wand.
Wieder kommt der Gedanke zur Ehe.
All dieses Sachen stelle ich mir mit Vladislav vor. Ich bemerke gerade wie sehr ich ihn vermisse.
Diese ganzen Gefühle überwältigen mich so, dass ich anfange zu weinen.
Ich versuche so leise zu weinen wie es nur geht. Aber der Gedanke, dass ich den Rest meines Lebens mit Max verbringe gefällt mir nicht. Überhaupt nicht.
Ich fange an, an unserer Liebe zu zweifeln. Ein Anflug von Trauer, Nervosität und Wut überkommt mich.
Ich weine noch lauter. Max hört mich und dreht sich zu mir.
"Nein, nicht weinen. Es tut mir doch so leid. Ich meinte das nicht so. Schatz, ich liebe dich auch ohne mit dir Sex zu haben.", tröstet er mich.
Ich ziehe die Decke weiter nach oben und versuche mich von Max so sehr zu entfernen wie es nur geht. Plötzlich spüre ich eine Abneigung.
"Vladislav...", flüstere ich.
Max hat mich zwar gehört aber mich warscheinlich nicht verstanden denn er dreht sich schweigend wieder um.
Ich weiß nicht was in mir vor geht. Wie kann ich nur vor der Hochzeit bitte an Vladislav denken?
Am nächsten Morgen:
Durch laute Stimmen wache ich auf. Ich blicke um mich und sehe, dass Max schon weg ist.
Ich lehne meinen Kopf an mein Kopfkissen und versuche alles einzuordnen.
Letzte Nacht habe ich sehr schlecht geschlafen.
So kitschig es sich auch anhört. Ich habe von Vladislav geträumt. Noch schlimmer kann es gar nicht werden.
Ich schäme mich selber für solche Träume.
Schlecht gelaunt laufe ich in das Badezimmer das nur eine Tür von meim Schlafzimmer entfernt ist denn ich habe wenig Lust im Flur alle anderen Leute zu treffen. Ich gehe in die Dusche und drehe den Hahn auf. Kaltes Wasser fließt mein Körper runter.
Ich zucke vor der Kälte zusammen aber genieße die Abkühlung.
Es hilft mir einen kühlen Kopf zu bewahren.
Nach der Dusche greife ich nach der nächst besten Hose und einem schlichten T-Shirt.
Am liebsten würde ich jetzt rauchen gehen. Gerade brauche ich etwas.
Ich greife in der Schublade nach der Zigarettenschachtel.
Ich reiße die Zimmertür auf und blicke direkt in Max' Augen. Er schaut mich überrascht an.
"Guten Morgen, Schatz."
Wie immer gibt er mir einen Kuss auf die Wange.
Ich schweige nur und entgehe seinen Blicken.
"Ich gehe gleich. Also bis später. Ich liebe dich wirklich sehr, Aleyna. Vergiss das nicht.", sagt er ernst.
Ich werfe mich um sein Hals weil mich ein schlechtes Gewissen verfolgt. Immerhin werde ich diesen Mann heiraten.
"Ich liebe dich auch."
Max schaut mich zufrieden an und geht in das Zimmer. Ich entweiche schnell den Begrüßungen von allen Verwandten.
Ich renne die Treppen runter und springe raus.
Ich atme tief ein und wieder aus, ziehe schnell eine Zigarette raus und mein Feuerzeug und zünde es an. Ich spüre wie meine Lunge sich mit dem Rauch füllt und es gibt mir ein kleines Gefühl der Entspanntheit.
Vielleicht falle ich somit wieder zurück in meine alte Welt aber das ist es mir gerade wert. Ich brauche jetzt unbedingt Musik. Ich durchsuche meine Playlists bis ich auf eine stoße die gefüllt ist von Capital Bra Musik. Ich zögere kurz bis ich sie mir anhöre. Fast eine halbe Stunde höre ich mir seine Stimme an als wäre sie eine Droge. Ich krieg nicht genug und ich komm nicht dran vorbei zu lächeln und gleichzeitig zu weinen.
"Aleyna?"
Ich wische mir schnell sie Tränen weg und drehe mich um. Meine Cousine starrt mich besorgt an. Ich nehme sie an die Hand und kehre zurück zur Wohnung.
Es riecht sehr gut.
In der Küche ist viel los.
Ich trete ein und es wird umso lauter.
Alle scheinen sich zu freuen und gratulieren mir. Der Tisch ist gefüllt von den leckersten Türkischen Spezialitäten. Es sind hauptsächlich Verwandte und die engsten Freude hier. Die anderen Gäste treffen erst später in der Halle ein.
Alle scheinen sich zu amüsieren: Sie reden miteinander, lachen oder essen voller Freude. Es ist schön sie alle so glücklich zu sehen. Es bringt mich zum Strahlen und ich setze mich hin und esse von allem etwas, rede mit allen und spiele gleichzeitig mit den Kindern.
"Du riechst nach Rauch.", bemerkt Melek.
Ich schaue sie nervös an.
"Tut mir leid.", entschuldige ich mich.
"Das kommt aber nicht nochmal vor.", sagt sie leise damit keiner was hört.
Nach einiger Zeit muss ich mich bereit machen. Die ganze Aufregung kommt hoch. Eine Frisörin und eine Kosmetikerin kommen und kümmern sich um mein Aussehen. Gleichzeitig ziehe ich mein Brautkleid an.
Ich mustere mich im Spiegel. Ich sehe echt schön aus aber-
"Es fehlt etwas.", sage ich.
"Du siehst perfekt aus.", erwidert Melek.
"Noch besser kannst du gar nicht aussehen!", sagt Leyla.
Ich habe es mir anders vorgestellt.
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Die Hochzeit...
Wird noch so einiges passieren. Mehr sage ich nicht
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Sollte so sein || Capital Bra
FanfictionAleyna ist verloren in ihrer Welt. In einem Kampf aus Liebe, Gewalt, Trauer und Chaos muss sie einen Ausweg finden. Doch nur einer kann ihr helfen... Achtung: Die Geschichte ist frei erfunden! Sexuelle Szenen, Drogen und Gewalt sind vertreten. Alle...
