Kapitel 9|| vergangene Zeiten

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Kirishimas Sicht:

Müde und völlig aufgeweicht vom Regen, kam ich endlich bei mir Zuhause an. Schon von weitem erblickte ich die Gestalt, welcher vor meiner Tür stand und auf mich zu warten schien. Durch einen Blitz, welcher den Himmel für ein paar Sekunden erhellte, erkannte ich die Person.

Meine Stimmung sank nun endgültig in den Keller bei dem Anblick von Sero. Er lehnte an der Wand und sah zum Himmel empor. Als er mich zu bemerken schien, blickte er zu mir und rief: ,,Da bist du ja endlich, Kiri!"

Eigentlich wollte ich ihn ignorieren und einfach in meiner Wohnung verschwinden, doch er hielt mich am Arm fest und meinte: ,,Es tut mir leid, was ich mit Bakugo gemacht habe, aber Denki bedeutet mir nunmal alles! Könnten wir vielleicht drinnen reden?!"

Kurzer Hand ließ ich ihn rein und wir unterhielten uns den gesamten Abend. Am Ende bekam ich Bakugos Kette von ihm zurück, ehe er wieder ging. Die Nacht wurde ich von Bakugos und meiner Vergangenheit Heim gesucht. Eine schöne Zeit, die wir wohl nie wieder zurück gewinnen konnten.

Am nächsten Morgen begab ich mich direkt nach der Schule ins Krankenhaus und saß den gesammten Nachmittag neben Katsuki, von wem ich die Hand hielt. Er sah so unglaublich friedlich aus!

~Timeskip~

Es waren nun mehrere Tage vergangen, die ich immer nur neben Katsuki verbrachte. Seit dem Sero mir Katsukis Kette zurück gegeben hatte, trug ich diese die ganze Zeit um den Hals. Nacht für Nacht wiederholten sich die Erinnerungen und raubten mir dadurch den Schlaf. Wie sehr ich mir wünschte, dass einfach alles wieder so sein würde, wie früher.

So kletterte ich nun völlig übermüdet aus dem Bett und tapste müde ins Bad. So saß ich schließich mit meinem Handy brim Frühstück. Ich hatte mehrere Nachrichten bekommen. Doch ein Name stach besonders heraus. Frau Bakugo! Schnell öffnete ich den Chat.

Frau Bakugo:
Hallo Kirishima. Ich wollte dir nur bescheid geben, dass Katsuki aufgewacht und entlassen wurde! Da es aber Mitten in der Nacht ist, schreibe ich dir lieber. Schlaf schön.

Ein Glück! Ihm geht es gut. Ich beschloss ihn heute besuchen zu gehen. Und da Sero und die anderen Schläger, die Katsuki dies angetan hatten, sich bei ihm entschuldigen sollten, begaben wir uns während der Schulzeit zur Yuei Ost.

So stand ich nun mit Tenya, Sero, Rikido, Mezo und Tetsutetsu in der Yuei Ost. Uns gegenüber standen Bakugos Schläger und auch sonst waren fast alle seiner Untergebenen vor Ort. Nur er selber fehlte. Jedoch hatte Midoriya ihn darüber informiert, dass jemand ihn treffen wollte.

Und gerade als er den Raum betrat, wurde die Stimmung noch kühler und unangenehmer, als sie sowieso schon war. Es sah mich nicht mal an, als er an mir vorbei schritt. Hinter seiner rechten Hand Midoriya kam er zum stehen und fragte monoton: ,,Was wollt ihr hier?" Ich musste schwer schlucken und näherte mich ihm mit zitternden Knien.

Doch ehe ihn erreichen konnte stellten sich mir seine Schläger in den Weg und versperrten mir so den Durchgang zu dem blond Haarigen. Zitternd zog ich die Kette über den Kopf und hielt sie ihm hin. Er zog nur eine Augenbraue in die Höhe, weshalb ich erklährte: ,,Ich wollte sie dir zurück geben! Denki hat mir alles erklährt. Und es tut mir le..."

Doch ehe ich aussprechen konnte, unterbrach er mich: ,,Ich will sie nicht mehr! Und dich will ich hier auch nicht mehr sehen! Genauso wie deine Schläger" Damit lief er an mir vorüber und verließ den Raum.

Eigentlich hätte ich es mir ja denken können, das er sauer war, jedoch schockierte mich seine Aussage. Ich meine, es war alles meine Schuld! Und auch wenn ich das eigentlich wusste, konnte ich meine Tränen nur schwer zurück halten.

Besorgt musterte Sero mich. Geknickt meinte ich: ,,Ich geh nach Hause! Ich fühl mich nicht so gut!" Damit verließich die Yuei Ost wieder. Und kaum war ich aus der Sichtweite meiner Leute, konnte ich mein Tränen nicht mehr zurück halten. Fest hielt ich Bakugos Kette in meiner Hand.

Ersetzt Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt