Kapitel 21|| Heiratsantrag

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Bakugos Sicht:

Seit drei Tagen hatte ich nun mein Zimmer nicht mehr verlassen, wenn ich nicht gerade aufs Klo oder duschen musste. Essen stellte meine Mutter mir netterweise vor die Tür. Auch sonst ließ ich eigentlich niemanden an mich heran. Ich reagierte auf keine Nachricht. Besonders wenn sie von Eijiro war.

In den letzten Tagen hatte ich mich noch ein paar Mal geritzt. Doch dadurch, dass ich mich niemandem zeigte, hatte es niemand bemerkt. Und wenn ich nicht gerade dabei war, mich selbst zu verletzen, dann hörte ich nur noch deprimierende Lieder.

Ein Klopfen riss mich aus meinen Gedanken. Kurz herrschte Stille, ehe meine Mutter fragte: ,,Katsuki, könntest du bitte einkaufen gehen?! Dein Vater und ich haben noch was wichtiges zu erledigen!" Wieder antwortete ich nicht. So war es immer, meine Eltern redeten mit mir und ich antwortete nicht.

Meine Mutter meinte: ,,Ich lege das Geld und den Einkaufszettel auf den Tisch! Wäre nett, wenn du dies erledigen könntest." Ich hörte nur noch wie sie sich von der Tür entfernte und kurz darauf das Haus verließ. Da ich aber nicht vor hatte, mein Zimmer zu verlassen, drehte ich mich einfach nur zur Seite und lauschte weiter meiner Musik.

Als ich jedoch nach ein paar Stunden hunger bekam, schaltete ich die Musik aus und begab mich in die Küche. Hungrig öffnete ich dem Kühlschrank und holte mir irgendwas heraus, was ich dann aß. Als ich die Küche wieder verlassen wollte, entdeckte ich den Einkaufszettel und das Geld.

Seufzend schnappte ich mir beides und verließ das Haus. Wenn ich jetzt gehen würde, würde ich keinem begegnen, den ich kannte. Schließlich hatten alle noch Schule.

Seufzend lief ich die Straße entlang, ehe ich in einem eher kleinen Laden die fehlenden Lebensmittel kaufte. Letzten Endes verließ ich mit zwei vollen Tüten wieder den Laden. So voll gepackt machte ich mich auf den Weg nach Hause.

Doch unterwegs entschloss ich mich dazu, noch durch den Park zu laufen, welcher sich in der Nähe meines Hauses befand. Doch da ich keine große Lust auf große Menschenmassen hatte, spazierte ich durch einen eher selten besuchten Teil des Parks.

Kirishimas Sicht:

Meine Ex und ich schwänzen heute zusammen die Schule, da sie mir noch wobei half. Ich hatte mich dazu entschlossen, Katsuki heute einen Antrag zu machen. Aber da ich so nervös war, würde ich wohl keinen klaren Gedanken fassen können.

Deshalb saßen wir nun auf der Wiese in einem Park, welcher sich in der Nähe von Katsukis Zuhause befand. Denn wenn wir genug geübt hatten, wollte ich direkt zu ihm und ihm den Antrag machen. Schließlich dürfte mein Ring Ersatz mittlerweile schon verblassen.

Katharina, meine Ex, und ich übten mittlerweile schon seit 8 Uhr morgens. Und nun hatten wir bereits 14.30 Uhr.

Abermals ging ich vor ihr auf die Knie und sprach abermals diese kitschigen Worte: ,,Ich weiß wir kennen uns nun schon eine Weile! Und ich würde dich fragen, ob du mir die Ehre erweist und mich zum glücklichsten Mann dieser Stadt machst. Würdest du mich heiraten, Kat..."

Ich konnte Bakugos Namen nicht zuende sprechen, da ich unterbrochen wurde. Durch das Geräusch von fallenden Tüten drehte ich mich herum und sah in die glasigen Augen von Katsuki.

Ehe ich noch was unternehmen konnte, rannte er weg. Dabei ließ er die Tüten einfach auf dem Boden liegen. Ich sprang auf und wollte ihn hinterher, jedoch hielt Katharina mich auf. Ich sah sie an und wollte mich losreißen, als sie plötzlich in die Knie ging und den Einkauf wieder zusammen sammelte.

Als alles wieder verpackt war, drückte sie mir die Tüten in die Hand. Sie drehte mich um und meinte: ,,Los, Folge ihm!" Dies ließ ich mir nicht zweimal sagen und rannte los. Ich hörte noch, wie sie mir hinterher rief: ,,Vermassel es nicht!"

Ersetzt Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt