„Valentin, du hast gerade die ganze Zeit gesprochen aber ich hatte keine Chance."
Sagte er mir und dann schaute ich ihm wieder diesen Abend in die Augen und in sein wirklich viel zu schönes Gesicht.
„Ich will nicht, dass jemand etwas über mich erfährt weil das niemand wollte außer Amir und anderen hab ich's nicht erzählt. Du würdest weglaufen. Is auch okay aber sag nicht, dass du's akzeptieren würdest."
Ich versuchte nicht wieder loszuschreien, denn er hatte mich heute mal wieder nicht verstanden.
Ich atmete ein und aus.„Du hast es nicht verstanden Luan aber das wundert mich nicht."
Ich machte eine Pause und sprach weiter.
„Ich weiß schon die schlimmsten Dinge über dich und kann die mir erschließen. Weil ich glaube nicht, dass du einen Menschen getötet hast, vielleicht fast zu Tode geprügelt aber das war's auch. Ich wäre schon längst weggegangen aber das bin ich nicht. Und trotzdem weiß ich auch wirklich garnichts von dir und ich werde dich nicht mehr zwingen oder wieder danach fragen wer das war, oder herausfinden warum du immer so scheiße drauf bist. Ich hab ehrlich keinen Bock mehr also-..."
Und da betrat Nora auch mein Zimmer.
„Spielen wir zu dritt?"
Fragte sie und schaute uns mit großen Augen an.
„Ich glaube Luan möchte bei Jungs sein. Aber wenn wir alleine spielen ist doch nicht schlimm für dich oder?"
Fragte ich sie und dagegen hatte sie nichts.
„Tschüß Luan!!!"
Rief sie laut grinsend.
Und da lächelte Luan wieder liebevoll.„Tschüß zemër."
Und da war wieder dieses Gefühl in meinem Bauch, welches meinen Bauch auch in sich zusammen zog.
Und da spielte ich noch ein bisschen mit Nora, bis alle auch wieder gehen mussten.
Als alle weg waren und ich physisch erschöpft, sowie psychisch, was alleine einfach ein fucking Mensch geschafft hat war, sagte ich meinen Eltern, dass ich schlafen gehe und legte mich dann schließlich hin.
Morgen wieder Uni und meine Laune wurde von Minute zu Minute schlimmer.
Er versteht es nicht...
——————————————————————
Nächster Tag:
Ich stand früh auf und merkte sofort, dass ich heute sehr sehr sehr aber extrem schlecht gelaunt sein werde.
Ich bin immer in Gedanken bei Luan und jetzt gerade bereite ich, dass er mich küssen durfte und, dass ich ihn auch geküsst hatte.
Er hat es ehrlich gesagt nicht verdient...
Ich zog mich an, putzte mir die Zähne, wusch mein Gesicht, schminkte mich ein wenig und lief nach unten, um was zu essen.
Meine Mutter lächelte fröhlich und mein Vater ist schon arbeiten.
Mein Bruder schläft noch weil er ja jetzt eine Ausbildung macht und morgens nicht viel machen muss.
Ich aß das beste Frühstück von meiner Mutter, gab ihr einen Kuss und fragte sie ganz ganz nett, ob ich heute ihr Auto benutzen durfte.
Es war ein sehr sehr schöner, großer,roter Mercedes.„Ja aber pas drauf auf."
„Dankeeeee."
Ich küsste sie viel zu oft und nahm meine Tasche, lief nach draußen und öffnete das Auto mit Mams Autoschlüssel.
Ich stieg ein und schrieb Arbesa, wie sie denn blieb.
Sie war gerade auch auf dem Weg und Amir brachte sie.
Sie wollte gleich mit mir reden.
Als ich da war, begrüßte ich Amir mit einer kurzen Umarmung und Arbesa natürlich lange und mit einem Mini-Kuss auf die Wange.
Als er weg war schleppte sie mich in Innere der Uni.„Jetzt halt dich fest... Ich und Amir sind zusammen!!!!"
Sie war so glücklich und ich sah, dass sie zum ersten Mal eine Kette trug und ich tippte sofort auf Amir.
Ich umarmte sie aber kreischte dieses Mal nicht, da ich keine Kraft dazu hatte.
Was mache ich denn immer falsch?„Oh nein. Habt du und Luan euch wieder gestritten?"
Fragte sie aber ich sagte nichts.
„Hat er Dir das schon mit seiner Vergangenheit erzählt?"
Nein....
Will der mich jetzt verarschen?!
Ich war wütend aber versuchte meine scheiß Tränen aufzuhalten.
Ich war für ihn wohl nicht wirklich was.
Nicht einmal eine scheiß Freundin.„Nein."
Sagte ich leise und trocken.
„Er-..."
Fing sie an aber ich unterbrach sie sofort.
„Nein, ich will sie nicht wissen. Ist mir scheiß egal. Wenn dieses scheiß A*schloch nicht dazu in der Lage ist, mir was anzuvertrauen, dann will ich nichts von ihm wissen und ich hab auch garkeinen Bock mehr was mit denen zu machen."
Dabei hatte ich nicht gemerkt, dass mir schon eine Träne runterkullerte.
Arbesa schaute mich echt bemitleidend an und sofort wischte ich die Träne weg.
Ich hasste es vor anderen zu weinen.„Valentin, warum bist du denn traurig?"
Fragte sie mich.
„Es ist für mich ja okay, dass er nichts von mir will aber dass er mir nicht mal als Freundin vertraut verletzt mich."
Es war wirklich so, denn wirklich verleibt war ich nicht wirklich.
Dann sagten wir nichts mehr und waren mitten in der Vorlesung.
Als die auch mal nach drei Stunden vorbei war liefen wir nach draußen und natürlich war jeder da.
Auch Luan.„Wir gehen zur Kirmes."
Sagte Arjan glücklich und hielt seine „Fast-Freundin" im Arm.
Dass aus denen nicht nichts wird wusste ich.
Ich ging Luan aus dem Weg.„Kommt, Valentina Luan kann dich-..."
„Ich bin heute aber mit dem Auto hergekommen."
Sagte ich ohne dabei jegliche Emotionen zu zeigen.
„Ich wollte eigentlich sagen, dass Luan heute kein Auto dabei hat."
Sagte Arjan.
Also wollen die jetzt, dass er bei mir mitfährt?
Kratzt das nicht an seinem Ego, wenn ich fahre statt er?
Ich lachte im Inneren spöttisch.
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Arroganca
Teen FictionWie schwer ist es einen Typen, der sehr, viel zu dominant ist und bestimmen möchte und vielleicht garnicht lieben kann weil man denkt, dass er nur an sich denkt dazu zu bringen sich in ein genauso dominantes, dafür aber nettes und freundliches Mädch...