Kapitel 23

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Amir bekam einen Anruf.
Als er auf den Bildschirm sah, erhellte sich sein Gesicht und er schien wirklich glücklich über den Anruf zu sein.
Er ging sofort ran.

„Hey, Lana wie geht's dir?"

Oh shit...
Ich weiß schon, was Arbesa denkt.

„Ich hab dich auch vermisst. Treffen wir uns dann morgen?"

Arbesa senkte den Kopf und versuchte gerade alles auszublenden.
Arbesa holte ihr Handy raus und schrieb mir.

Er redet schon seit Wochen über sie. Ich glaube er möchte doch nur, dass wir Freunde sind.

Mach dir keine Sorgen, er sieht schon wer besser und geiler ist;)

Ich lächelte sie unauffällig an und sie lächelte mich zurück an.
Er legte auf.

„Leute es war Lana. Ich schwöre ich hab sie so lange nicht gesehen. Ich freu mich sie zu sehen, vielleicht realisiert sie, dass aus uns doch was werden kann."

Sagte er einfach eiskalt.
Das ist doch nicht sein Ernst?
Als erstes war er doch voll auf Arbesa aus, was ist denn jetzt?
Sogar Luan guckte komplett überrascht.
Arbesa sagte nichts mehr.
Aber anscheinend konnte sie sich nicht zurückhalten.

„Ist dann wohl eine schlechte Vorraussetzung, wenn man bei einer Freundin pennt."

Sagte sie und schaute ihn todesernst an.

„Wir sind zu viert, was soll da passieren?"

Er vermeidet gerade die Erinnerungen, die in den letzten Wochen passiert sind.
Dann mischte ich mich ein.

„Warum war Lana nicht hier?"

„Sie wollte umziehen und jetzt kommt sie für einpaar Tage hierher, um ihre Freundinnen wieder zu sehen."

Arbesa lachte ironisch.

„Bist du dir dann sicher, dass sie was von dir will? Ich meine bei der ganzen Sache hat sie ja nicht einmal an dich gedacht."

Haute Arbesa dann raus und ich hörte ihre Wut, die sie versuchte zu verstecken.
Ihn ließ es nicht ganz kalt aber er schien es zu kapieren.

„Arbes, nein es ist jetzt-..."

„Also war das alles, was du letzte Woche gemacht hast nichts, vielleicht nur eine Ablenkung. Bin ich jetzt immer also die zweite Wahl?"

Sagte sie spöttisch.
Sie stand auf und lief wütend auf ihr Zimmer.
Amir raufte sich durch die Haare und lief ihr hinterher.
Er hatte es verkackt.
Und jetzt war ich alleine mit Luan und mein Puls war schon auf 1000.
Was nicht fehlen durfte war, dass er noch näher zu mir rüberrutschte.

„Und ich als bester Freund von ihm dachte wirklich er steht auf Arbesa."

Ich lachte ironisch und kurz mit ihm, da ich das natürlich auch dachte.

„Aber er hängt noch an ihr, weil sie ihn versetzt hat. Weil sie nicht auf ihn stand er sie aber gleichzeitig damals geliebt hat."

Er versuchte gerade seinen Freund zu verteidigen, was ich süß fand aber ich musste natürlich auch meine Freundin verteidigen.

„Aber wenn man noch an seine vergangene Liebe hängt, wieso sucht man sich dann trotzdem jemanden und macht ihr falsche Hoffnungen?"

Stellte ich ihm dann die Gegenfrage.

„Als Ablenkung, um zu gucken ob man auch nach ihr wieder fähig ist zu lieben."

„Das ist aber eher ausnutzen. Ich würde nämlich nicht an erster Stelle an mich denken, sondern an die andere Person, sie hat ja auch Gefühle."

„Es gibt halt auch egoistischere Menschen."

„Erklärt wohl warum alles immer nicht so funktioniert."

„Es muss nicht immer perfekt sein, damit es funktionieren kann."

Mit diesem Satz kam er mit seinem Gesicht immer näher.
Ich wollte nicht wirklich, dass er mich wieder küsst, ohne dass ich weiß warum er das machte oder was es bedeutete.

„Du willst mich nicht schon wieder küssen oder?"

Fragte ich und hob spöttisch eine meiner Augenbrauen.
Er tat ebenfalls dasselbe.

„Warum nicht? Haben wir doch schonmal gemacht."

„Ja aber ich weiß nicht, was ich davon halten soll."

Sagte ich ihm dann ehrlich.
Er grinste.

„Süß, dass du so positiv bist zemër."

„Nein Luan, ich meine es ernst. Ich meine wir sind nur Freunde und-..."

„Es gibt Freunde, die sowas auch machen."

Sagte er einfach total ernst.
Ich schüttelte meinen Kopf über seine Aussage.

„Das ist aber keine Freundschaft, sondern Freundschaft plus mäßig und ich möchte sowas nicht sein. Ich möchte kein Spielzeug sein."

Sagte ich und meinte jedes Wort verdammt ernst.

„Valentin, Nerv nicht, du bist kein Spielzeug, das weißt du."

„Nein, das weiß ich nicht."

Er schaute genervt zu mir.

„Woher willst du wissen,ob ich dich einfach nur geil finde und nur das Eine von dir will?"

Fragte er mich und ich wusste gerade nicht, was ich antworten soll.

„Warum hast du mich dann geküsst, hm? Und jetzt laber nicht schon wieder was mit Freundschaft."

„Also ich erinnere mich, dass du mich auch wegschubsen konntest aber das hast du nicht gemacht und ich weiß nicht warum ich das tue, was ich aber weiß ist, dass es mir gefällt. Reicht dir das als Antwort? Darf ich dich jetzt endlich küssen?"

Fragte er und verdrehte seine Augen.
Das war doch jetzt nicht sein Ernst oder?

„Nein."

Er zuckte erst nur mit den Schulter, legte sich dann aber fast auf mich und wollte mir immer näher kommen, als ich aber die Tür hörte reagierten meine Instinkte und ich schubste ihn von mir runter und schaute auf meine Hände, während meine Wangen schon zu warm wurden.

ArrogancaWo Geschichten leben. Entdecke jetzt